brand eins

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72. brand eins 1/2017 Schwerpunkt Offenheit

Neustart

Noch vor wenigen Jahren schien Microsoft den Anschluss an die Zukunft verpasst zu haben. Unter dem neuen Chef Satya Nadella wirkt der Konzern wie ausgewechselt. (noch nicht freigeschaltet)


71. brand eins Wissen Unternehmensberater 2016 Obsoleszenz

Der Preis des Fortschritts

Verschleiß ist gut für die Industrie, denn er sorgt für neue Nachfrage. Verschleiß ist schlecht, wenn der Hersteller selbst betroffen ist und mangels Ersatzteilen eine gute Maschine verschrotten muss. Für Wolfgang Heinbach war das die Marktlücke: Er spürt Spezialisten auf, die kaputte Teile noch nachbauen können.


70. brand eins Thema Innovation 2016 Interview Frank Piller

Von Branche zu Branche

Neue Produkte und Prozesse zu entwickeln reicht nicht mehr, glaubt der Technologieexperte Professor Frank Piller von der RWTH Aachen. Die Innovatoren von morgen müssen neue Geschäftsmodelle entwickeln. Systematisch und in Serie.


69. brand eins 12/2015 Gute Frage 30 Jahre Waldsterben

Geht dem Nobelpreis das Geld aus?

Sicher solle seine Stiftung sein Erbe anlegen, verfügte Alfred Nobel. Eine Herkulesaufgabe.


68. brand eins 11/2015 Gute Frage Zukunft der Sozialversicherung

Was wollen hoch qualifizierte Freiberufler?

Selbstständige Wissensarbeiter haben Konjunktur, vor allem in der IT. Nur fügen sich ihre Tätigkeiten nicht ins Raster der klassischen Sozialpartnerschaft. Weiterlesen

Falschtwitterer auf Vogel-Fluglinie

Die Verwertungsgesellschaft Wort verstand sich noch nie als Avantgarde der Social-Media-Nutzung. Als ehrenamtliches Verwaltungsratsmitglied, das der spontanen, informellen Online-Kommunikation eher affin ist, konnte man das immer nur schade finden. Aber man kann seine Hauptamtlichen nicht zum Mitmachen zwingen. (Selbst wenn dies in meiner Macht läge, fände ich es anmaßend, es zu verlangen.)

Um so erfreuter war ich, als Anfang Juni plötzlich ein Account @vgwort auf der Bildfläche erschien. Weiterlesen

In Memoriam Dieter Eckbauer

Ecki1996Habe ich ihm je gesagt, wieviel ich von ihm hielt? Nein, natürlich nicht. Einem Dieter Eckbauer seine Wertschätzung zu zeigen, war allenfalls indirekt möglich, sei es durch die Art mit ihm zu reden, sei es indem man Dritten gegenüber durchblicken ließ, dass man seine Meinung teilte oder von ihm einiges gelernt hatte (was diese Dritten ihm dann vielleicht steckten). Ihm im direkten Gespräch platterdings Recht zu geben, hätte bedeutet, sich selbst zum Jasager zu degradieren, der sich anbiedern will und in Wahrheit nichts verstanden hat. Wer den Respekt des Meisters wollte, musste ihm geradezu widersprechen – was nicht ganz einfach war, wenn man mit ihm kompatibel war. Wer mit ihm nicht kompatibel war, hatte es allerdings noch viel schwerer mit ihm. Aber er war auch nie ein Mensch, der es anderen leicht machen wollte.

Lob über Bande, Anerkennung auf Umwegen: So war Dieter Eckbauer, mein Chef von 1984 bis 1989. War er nicht zufrieden, konnte er es direkt sagen, auch brutal direkt. Fand er meine Arbeit gut, erfuhr ich das bestenfalls von anderen. Eher merkte ich es daran, dass er mir Freiräume und Freiheiten gab, mich an längerer Leine führte, bestimmte Aufgaben mir anvertraute. Die Dosis an Motivationspillen, die man bei ihm ergattern konnte, reichte nie, um davon übermütig zu werden. Von daher hätte er, der Wiener Berliner oder Berliner Wiener mit Wohnsitz München, eigentlich Schwabe sein müssen: Nicht geschimpft ist im Ländle bekanntlich genug gelobt. Das maximale Kompliment entfuhr ihm in den frühen Neunzigern, als ich längst als Freiberufler tätig war. Eckbauer echauffierte sich furchtbar vor Kollegen über mich, weil ich es gewagt hatte, für das Konkurrenzblatt Computerzeitung zu schreiben, deren Chefredaktion ein anderer Ex-CW-Redakteur übernommen hatte, Gerhard Schmid. Exklusivität erwartete Eckbauer nur von Autoren, die ihm nicht egal waren. Auch Schmids Wechsel zur CZ – einem bis dahin unbedeutenden Blatt, dessen Verleger ausgerechnet Eckbauers früheren Vize Manfred Hasenbeck als Berater engagiert hatte – empfand er als Affront.

Heute kann und will ich Dieter Eckbauer loben. Das ist fair, weil er es verdient hat, und zugleich unfair, denn er kann sich nicht mehr dagegen wehren. Weiterlesen

Pressefoto Bayernklischee

„Bayern – Land und Leute“ heißt traditionell eine der Kategorien des Wettbewerbs „Pressefoto Bayern“, der vom Bayerische Journalisten-Verband ausgerichtet wird. Jedes Jahr verstehen das einige Teilnehmer absichtlich falsch als Aufforderung, landwirtschaftliche Motive einzureichen, die mehr den Lederhosen- als den Laptop-Freistaat abbilden. Es vergeht auch kaum ein Jahr, in dem der Betrachter des Katalogs oder der Besucher der Wanderausstellung nicht mindestens eine Kuh zu sehen bekommt. Nur: Auf dem Siegertreppchen landet man mit solchen Werken normalerweise nicht. Sie sind, wie so manches belanglose Schmunzelbild, nur Grundrauschen.

Dieses Jahr ließ sich die Jury hinreißen, einige sehr vertraut wirkende Rindvieh-Fotografien sogar mit dem Preis für die beste Serie zu würdigen. So bekommt das Ochsenrennen in Münsing, das alle Schaltjahre wieder ausgetragen wird, schöne Publicity. Dass man den Bildern nicht ansieht, ob sie 2012, 2008, 2004 oder noch viel früher aufgenommen wurden, kann man dem Urheber nicht anlasten, der handwerklich sauber gearbeitet hat, wohl aber der Jury. Wer das Klischee vom rückständigen Bajuwaren bedient, indem er sich ein touristisches Ereignis ausguckt, das nur alle 1461 Tage mal etwas mit einer örtlich sehr begrenzten Lebenswirklichkeit zu tun hat und dann wieder vier Jahre nichts mit bairischem Leben, der sollte nicht gerade mit einem solchen Preis belohnt werden. Pressefoto Bayern wurde mal gegründet, um der Bevölkerung zu vermitteln, wie wichtig die Arbeit von Bildjournalisten ist, um die Entwicklung des Landes und seiner Gesellschaft zu dokumentieren. Zeitlose Postkartenmotive mögen gefällig sein, aber sie sind: journalistisch irrelevant.

40 Millionen € für das Aus der FTD…

…sind eine Menge Holz.

Ich weiß jetzt nicht, was neben Abfindungen an Nebenkosten in dem Betrag steckt, aber die Größenordnung liegt bei mehr als 100.000 € pro Redaktionsmitglied (also weit mehr als einem durchschnittlichen Journalistengehalt) oder dem kumulierten Defizit mehrerer Jahre.

Die freien Mitarbeiter bekommen keinen Cent, dafür aber Konkurrenz durch die Geschassten, die noch keinen neuen Job haben und hoffen, dass bleibt, wer schreibt. Alle verlieren also – die einen die gut bezahlte Festanstellung, Verlag und Freie Geld. Klarer Fall von Managerismus.

Was wäre die Alternative (gewesen)?

Wo Anzeigenabteilungen von Profit Centers zu Loss Centers degenerieren, ist es schlau, das anzeigenlastige Geschäftsmodell zu verschrotten und dem Leser eine gute und eine schlechte Nachricht zu präsentieren. Die Gute: Jetzt ist ER der Kunde, er ist nicht mehr das Vermarktungsobjekt, das dem Inserenten verkauft wird. Die Schlechte: Er muss mehr bezahlen. Aber nicht so viel mehr, dass er Verluste im bisherigen Umfang ausbügeln müsste. Weiterlesen