Anmerkungen zu Stasi-Journalisten im DJV

Kollege Bülend Ürük beschreibt auf kress.de seine Verwunderung darüber, dass es in Berlin und Brandenburg drei Regional-DJVs gibt, von denen zwei derzeit Probleme mit Funktionären haben, die in jungen Jahren für das MfS der DDR tätig waren oder gewesen sein sollen.

Deshalb ist es vielleicht hilfreich, noch einmal rückblickend die Entstehungsgeschichte dieser Landesverbände zu erzählen. Nach der Wende hatten Kolleginnen und Kollegen in den fünf „neuen“ Ländern jeweils einen DJV-Landesverband gegründet, der sich dem in Bonn ansässigen Bundesverband anschloss, während sich der Westberliner Landesverband der Ostberliner Kollegen annahm. Ein gemeinsamer Verband für Berlin und Brandenburg war vor der Fusion von ORB und SFB zum RBB noch kein Thema. Der Brandenburger Verband war ein Zwerg, verglichen mit dem in der Hauptstadt.  Weiterlesen

Mitgliederflucht beim „DJV Brandenburg“?

Der Landesverband Brandenburg im DJV war schon lange sehr speziell, nicht nur wegen der Abschaffung der innerverbandlichen Demokratie (der Vorstand wurde seit einer auf einem Ausflugsboot beschlossenen Satzungsänderung nicht mehr von den Mitgliedern gewählt, sondern von einem obskuren „Aufsichtsrat“), sondern auch wegen seiner geografischen Positionierung. Der „Brandenburger“ Club war seit Jahren faktisch ein Verband in der Cloud – am Potsdamer Amtsgericht registriert, aber von lauter Nicht-Brandenbürgern geführt, unter Beteiligung etlicher Personen, deren Selbsteinschätzung, sie seien Journalisten, nicht leicht nachvollziehbar war. Über Jahre kamen aus diesem Zwergverband nur kontraproduktive oder sogar destruktive Impulse.

Wie ich jetzt eher zufällig mitbekam, hat nicht nur der sehr spezielle Vorsitzende Hans Werner Conen schon im vergangenen Jahr seinen Posten aus angeblich gesundheitlichen Gründen geräumt, sondern ebenso sein alter Weggefährte Hans Rudolf Koch, dessen Berliner Büro offiziell als Geschäftsstelle fungierte. Vielleicht schlagen Hass und Missgunst ihren Urhebern ja doch irgendwann aufs Wohlbefinden.

Die Geschäfte führt jetzt Klaus Minhardt von Weil am Rhein aus, schlappe 830 Kilometer entfernt von Potsdam.

Wie es scheint, laufen ihm jetzt die Mitglieder weg. Na endlich.

DJVbb-Meistgelesen

Venceremos, Perry!


98,8 bzw. 99,02 Prozent

Anteil der gewerkschaftlich organisierten Zeitungsredakteure in Bayern, die bei der Urabstimmung für Streik gestimmt haben (erste Zahl BJV, zweite Zahl ver.di).

„Wenn Erich das noch erleben könnte!“

Stoßjauchzer von Hans Werner „Perry“ C., Chef-Funktionär des „Deutschen Journalisten-Clubs“ a.k.a. DJV-Landesverband Brandenburg, zur bayerischen Urabstimmung

100,0 Prozent

Zustimmungsquote zu sämtlichen Anträgen und Wahlvorschlägen auf der Hauptversammlung des DJV-Landesverbandes Brandenburg Deutscher Journalisten-Club e.V. am 3. Oktober 2007 auf dem Fahrgastschiff  „MS Sonnenschein“ auf der Havel bei Rathenow

Venceremos!

Humorvoller Gruß, mit dem der Brandenburger Wahl-Elsässer Perry gerne Mitteilungen unterzeichnet, in denen er über Funktionäre des Deutschen Journalisten-Verbandes herzieht, die seiner Meinung nach dem Marxismus-Leninismus huldigen. Also fast alle außer ihm.

Maximo lidér

Passender Ehrentitel für alte Herren vom Oberrhein, auf deren Wahlergebnisse Erich, der alte Dachdecker aus dem Saarland, stolz gewesen wäre.

DJV-Verbandstag 2009 geschrödert

Der allseits für seine investigativen Recherchen aus dem Umfeld der berlinischen und mehr oder weniger brandenburgischen Journalistenverbände sowie für seine Bescheidenheit geschätzte Kollege Burkhard „Burks“ Schröder ließ sich gestern über das jüngste Urteil in der murmeltierhaft sich fortsetzenden Rechtsstreitskaskade zwischen dem DJV-Bundesverband und dem von Berlin-Wilmersdorf aus verwalteten DJV-„Landesverband Brandenburg“ aus:

„Niemand wird darüber adäquat berichten, ausser burks.de – ganz im Gegenteil: Diejenigen, die schon ihres Berufs wegen berichten sollten, werden das Urteil schamhaft verschweigen.“

Von der Seite „DJV-Verbandstag 2009 geschreddert“

Nun, in dieser Wortpresse war die seltsame Angelegenheit schon im Oktober vorigen Jahres ein Thema. Wer mag, kann hier nachlesen, wie absurd die Klage war. Im übrigen überschätzt Burx die Attraktivität des Themas. Wer darüber außerhalb von Journalistenzirkeln berichten wollte, würde seine Leser vermutlich immens langweilen, denn im Mittelpunkt der Kontroverse stehen juristische Spitzfindigkeiten, die mit „ermüdend“ noch freundlich charakterisiert sind, aber sicherlich ergiebig genug wären für eine Summa-cum-laude-Promotion in Jurisprudenz. Weiterlesen

DJV: Cato Conen ist dafür und dagegen


Update vom 25.10.2010:

Habe den dicken Stapel aus einigen wenigen neuen und sehr vielen alten Verbandstagsanträgen durchgearbeitet, die die Brandenburger Replikatorentruppe vorgelegt hat, und muss einen Irrtum korrigieren: Diese Filibuster wollen gar keinen anderen DJV, denn dann hätten ihre Anträge ja eine erkennbare Linie, ein klares Ziel. Davon kann keine Rede sein. Der dadaistische Haufen bunter Papiere zwischen zwei Aktendeckeln, genannt Tagungsordner, ist eine Fundgrube voller Widersprüche. Der Meistertitel im Sichselbstdementieren geht nach Potsdam, dem virtuellen Sitz des DJV-LV-BB.

Um sich mal die Proportionen dieser Altpapierschlacht klarzumachen:

125 Anträge kommen aus Brandenburg, 61 aus allen anderen Gremien (Landesverbänden, Fachausschüssen, Bundesvorstand) zusammen. Bravo! Eine klare Zweidrittelmehrheit, leider nur quantitativ.

Fast 100 Anträge aus Brandenburg haben den DJV selbst zum Gegenstand, Weiterlesen