So sieht es auf Hacker’s Desktop aus?

Für mich sieht das, was das Handelsblatt hier zeigt, eher nach der Werkstatt eines Service-Technikers aus, der sich auf ältere Apple-Geräte spezialisiert hat. Oder braucht man ein Oszilloskop, um in fremde Datennetze einzudringen?

Irgendwas mit Fotos

Bildunterschriften hatten früher mal was damit zu tun, was auf dem Foto zu sehen war.

Das Foto zum Interview mit Hermes-Paketdienst-Boss Schneider im Handelsblatt Online ist weder ein Screenshot noch kommt es von Lancome.

Was die Berliner Zeitung uns unter die Fotos zur „Kanzler-U-Bahn“ U55 schreibt, ist reiner Dadaismus.

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Hauptsache Foto…

…egal was drauf ist, dachte sich wohl die Handelsblatt-Online-Redaktion. „Kabel“ ist Kabel. Da kann man als Symbolbild einfach ein LAN-Kabel vom Computer nehmen, auch wenn das den Betrachter auf den Holzweg führt. Es geht nämlich gar nicht um Kabel, also Kupferadern in PVC-Mänteln, sondern um das, was die Amerikaner unter „Cable“ verstehen: Kabelfernsehen. Leider werden dessen Signale nicht über bunte Datenkabel mit bunten Steckern im High-Tech-Look übertragen, sondern über schlichte Koaxialkabel mit einer optisch langweiligen weißen oder schwarzen Kupplung, wie man sie seit Jahrzehnten von der Hausantenne kennt.

Die Blickfang-Idee ist ausbaufähig: Wenn es um den schnöden Straßenverkehr in Castrop-Rauxel geht, bietet sich ein Bild von der Rallye Monte Carlo an. Und Angela Merkel wird durch Heidi Klum ersetzt.

 

 

 

Ölprinz Poldi und der Kesselberg


Frisch aus meiner Bildpresse: Fotos vom abgasfreien Kesselbergrennen 2011 am Samstag in Kochel. Mit Exklusiv-Bildern von den Hinterlassenschaften des Bayern-Prinzen Poldi – Ölspuren auf der Kesselbergstraße, die das Tesla-Team am zweiten Lauf hinderten.

Mehr vom E-Mobility-, also Elektroauto-Event, gibt es hier. (Alle Bilder sind urheberrechtlich geschützt und dürfen ohne mein vorheriges Einverständnis weder offline noch online für eigene Zwecke genutzt werden. Wenn Sie sie nutzen möchten, sprechen Sie mich an. Sollten Sie sie nutzen, ohne mich gefragt zu haben, spricht Sie früher oder später meine Rechtsanwältin an. Und das wollen wir ja vermeiden, gell?)

Öko-Millionen auf der grünen Wiese: Ein Tesla neben dem anderen

 

Dreiradfahren hat Zukunft

 

Damit fällt man auf, aber nicht um - E-Zweirad mit ausfahrbaren Stützrädern (hier gerade eingefahren)

 

Es ist nicht alles Colt, was glänzt (allerdings war auch ein Mitsubishi dabei)

 

Seine Königliche Hoheit, "Ölprinz" Poldi von Bayern, fuhren mit dem Mini-BMW wie James Bond

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Das Recht an der eigenen Pose

Konrad R.(ufus) Müller, bekannter Polit-Fotografen-Divus (oder wie heißt eine männliche Diva in korrektem Latein?) regt sich darüber auf, dass der Focus seine Titelseite zur Story „Kohls Sohn“ nicht mit einem Kohl-Porträt von ihm, sondern einem ähnlichen – ich würde sagen: besseren – Schwarzweißschuss seines Kollegen Daniel Biskup geschmückt hat. Müller reklamiert, wenn ich die Nachricht richtig verstanden habe, für sich die Exklusivrechte an Kohls Pose. Laut SZ fordert er – inklusiver Verletzerzuschlag – 20.000 Euro vom Focus und will auch Biskup verklagen. Solche Klagen kennt man eigentlich nur von Fällen, in denen ein Werk des Klägers unerlaubt gedruckt wurde. Das Werk stammt aber unstrittig von Biskup. Der beteuert, den Kanzler nicht in eine Pose dirigiert zu haben: „Kohl saß einfach so da.“ Was natürlich nicht ausschließt, dass der CDU-Mann zuvor von Müller gelernt haben könnte, wie man so posiert, dass es den Fotografen gefällt.

Man könnte seitenlang darüber philosophieren, was es hieße, wenn Müller Recht bekäme. Kurzfassung: Jeder Fotograf müsste bei jedem Motiv vorher prüfen, ob eventuell irgendein Kollege schon mal ein Bild veröffentlicht hat, für das er bei ähnlichem Licht einen ähnlichen Ausschnitt gewählt hatte.

Ich erlaube mir nur kurz die Anmerkung, dass sich Biskup und Müller kennen. Die beiden haben nicht nur parallel Helmut Kohls Kanzlerschaft fotografisch dokumentiert, die zwei „Fotografen-Legenden“ haben ihre besten Werke aus dieser Zeit sogar gemeinsam im Heyne-Verlag publiziert – in einem Doppel-Bildband. Es wäre aber reine Spekulation, anzunehmen, dass der Kläger seinen Rivalen Kollegen für weniger legendär hält als sich selbst und ihm daher nicht gönnt, an dem Bücher-Schuber mitzuverdienen, der sich selbstredend vor allem aufgrund des zugkräftigen Namens Konrad R. Müller verkauft.