Stop and go in Kaufering

Ich wohne ja sehr gerne in Kaufering. Noch nie habe ich irgendwo länger gewohnt, nicht einmal in München. Die Gemeinde Marktgemeinde bietet eine Lebensqualität, um die uns viele Menschen beneiden würden. Bis vielleicht auf das lahme Internet – unser Ortsnetz soll jetzt immerhin bis Ende 2017 per Telekom-Remonopolisierung (Vectoring) auf das Bandbreitenniveau gehoben werden, das Großstädter und Bewohner umliegender Kuhdörfer landwirtschaftlich geprägter Gemeinden im Umland schon lange genießen – und die Verkehrsregelung.Kauferinger 30-Zone Weiterlesen

Pokémon Drive – such das Quadratspiegelei

UJF_5409 kleinDie Vorfahrt gewährenden Quadratspiegeleier in Kaufering werden weniger, die beiden Exemplare an der Hilscher-Kreuzung wurden zum Beispiel nach meinem Blogpost abgehängt. Falls Sie sie vermissen und über Pfadfindertalente verfügen, kommen Sie in die Theodor-Heuss-Straße. Hier gibt es zwischen Albert-Schweitzer-Straße und Ahornring noch welche zu bewundern – hübsch in frisches Grün eingebettet. Tipp: Schauen Sie hinter den als Sichtschutz vor den 30er-Schildern gepflanzten Bäumen nicht in Richtung Boden (da hocken nur Pokémon-Go-Mönsterchen), sondern leicht nach oben. Und voilà: Hinter den Ahornblättern sehen Sie es gelb und weiß schimmern.

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Eine Frage der Zeit, bis es kracht


Der Schilderwald von Kaufering ist legendär, vor allem wegen der unkonventionellen Stellen, an denen die Marktgemeinde die Pfosten in den Boden rammt. Jetzt wird er gelichtet – aber Wie…

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Tempo-30-Schilder stehen in unserer Gemeinde, Verzeihung: Marktgemeinde, traditionell unmittelbar vor Kreuzungen und Einmündungen, damit Fahrer einbiegender Autos sie nicht sehen. Man fand sie bevorzugt an übersichtlichen Durchgangsstraßen, während in schmalen, gehsteiglosen Nebenstraßen oft Tempo 50 zulässig war – sogar in meiner Straße, die in den Achtzigern eigentlich als Spielstraße geplant worden war.

Kauferinger 30-ZoneVorfahrtzeichen werden bei uns gerne dezent ins Blattwerk des prächtigen Straßenbegleitgrüns eingeflochten oder hinter Stämmen postiert, sprich: Man sieht vor lauter Hecken, Sträuchern, Ahörnern, Kastanien und Kirschbäumen den Schilderwald nicht. In manch ruhigem Wohnviertel konnte man um ganze Häuserblöcke brettern, ohne von einem 30-Schild gemäßigt zu werden, obwohl wenige Meter weiter vorn und hinten in den jeweiligen Straßen durchaus der Wille des Rates Ausdruck fand, den gemeinen Kraftfahrer mittels des Streckenverbotszeichens 274 zum Entlasten seines Bleifußes anzuhalten. Damit war Kaufering ein Lehrbuchbeispiel für die unmotivierte Anwendung einer Gesetzeslücke, die Fahrlehrer so beschreiben: Weiterlesen

Der gemeine Wähler ist ein Sado-Masochist

Die Wahl ist gelaufen, und das Ergebnis ist nah dran am Worst Case Scenario, das sich kundige Pessimisten vorgestellt haben. Die Kauferinger haben sich mehrheitlich gegen frischen Wind und gegen ein konstruktives Miteinander entschieden – also für einen Gemeinderat, in dem die Fetzen fliegen werden. Wie zu erwarten war, hat die Kauferinger Mitte (KM) der UBV kräftig Stimmen abgejagt. Beide Gruppierungen sind mit je vier Mandaten gleich stark, wenn auch jeweils schwächer als CSU (sechs) und Grüne (fünf). Die SPD hat drei Leute durchgebracht, die Freien Wähler zwei.

Erststimme

 

Obwohl die Kauferinger Mitte durchaus Persönlichkeiten auf der Liste stehen hatte, mit denen man gut in der Sache diskutieren kann, haben die Gewohnheitstiere unter den Wählern (darunter insbesondere unsere Senioren*) für Polarisierung gesorgt. So sind die beiden alten Herren Bühler und Sepp gewählt, wenn auch mit vergleichsweise bescheidenen 1662 und 1373 Stimmen. Weiterlesen

Gegendarstellung per Hauswurfsendung

Meine junge Kollegin Janina Reich, die für den Kreisboten über Kauferinger Lokalpolitik berichtet, hat mit ihrem Bericht von voriger Woche (siehe Bild) die Kauferinger Mitte wohl noch mehr in Unruhe versetzt als der Meinungsaustausch hier im Blog.

Gemeindeübernimmt

Heute fand ich im Briefkasten die (vermutlich) letzte Hauswurfsendung der Kauferinger Mitte zu der morgigen Wahl. Auf der Rückseite des von Helmut Kraus verantworteten Flyers äußert sich Klaus Bühler „in eigener Sache“ zu dem angeblich „reißerisch“ aufgemachten Artikel. Er wolle „die Rolle der örtlichen Presse im Wahlkampf andeuten“. Nun, wer erwartet, dass Bühler irgendwelche publizistischen Missetaten aufdecken würde, wird enttäuscht: Die Fakten bestreitet er nicht. Hätte in dem Text irgendeine auch nur vermeintlich falsche Tatsachenbehauptung gestanden, so hätte Bühler vom Kreisboten ja auch eine Gegendarstellung verlangen können. Diese hätte sogar noch in dieser Woche, also vor der Wahl erscheinen können. Im Blatt war aber keine solche. Amüsant ist, dass Bühler selbst den Begriff „reißerisch“ in Gänsefüßchen setzt, Weiterlesen