Von Mrs. Musterman, Herrn Szty… & Astro Sehara

Kollege Thomas Mrazek schickt mir gerade netterweise einen lustigen Link zu einem apokryphen Presseausweis-Verhökerer, der seine WordPress-Domain bei einem, haha, Privacy-Dienstleister in Utah registriert hat. Datenschutz! Amerika! Heute, am Tag 2 des Schrems-Zeitalters! ROFL. Naja, mit wem er es zu tun hat, geht den zahlenden Deppen ja auch nichts an.

Viele Worte braucht man da nicht zu verlieren. Also lassen wir Bilder sprechen! (Die Wiedergabe der in den Screenshots enthaltenen Stockphotos dient allein der Dokumentation des Beschisses und unterfällt insofern dem Zitatrecht.)

MustermanCustomers
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Bullshit Bingo mit dem DFJV

Die Zeit rennt. Fünf Jahre ist es schon wieder her, dass der Pseudo-Berufsverband „Deutscher Fachjournalisten-Verband e.V.“ platt gemacht und durch eine straff geführte Aktiengesellschaft ersetzt wurde. Aus Anlass dieses Bonsai-Jubiläums haben die Gremien besagter Firma, der DFJV Deutscher Fachjournalisten-Verband AG, kürzlich eine „Gemeinsame Erklärung“ veröffentlicht – ein Blendwerk, das nicht unkommentiert bleiben sollte, mit dem amüsanten Titel…

„Rechtsform, Strukturen und Prozesse der DFJV Deutscher Fachjournalisten-Verband AG“

Im Vorwort heißt es:

„Die Ausrichtung der Organisation auf die Erbringung von Dienstleistungen für inzwischen mehr als 11.000 Fachjournalisten und die Trennung von Aufsicht und berufspolitischer Außenvertretung durch das Präsidium haben insgesamt einen Verband geschaffen, der auch künftig seine Leistungsfähigkeit unter Beweis stellen wird.“

Was heißt „Trennung von Aufsicht und berufspolitischer Außenvertretung“ auf Klardeutsch? Es heißt, dass Journalisten, die sich als Kunden dieses Ladens eine berufspolitische Vertretung erhoffen, bei der Unternehmensführung nichts mitzureden haben. Weiterlesen

STATIONEN EINER KARRIERE


Thomas G. Müller – der junge Kopf hinter der DFJV AG

Er ist Alleingeschäftsführer der Alleinaktionärin sowie Alleinvorstand des stillen Trägervereins. Diese Konstruktion macht den 33-jährigen Thomas G. Müller zur personifizierten Hauptversammlung der AG – zur wichtigsten Figur des Deutschen Fachjournalisten-Verbandes AG (DFJV).

Noch vor seinem Abitur 1997 versucht sich Müller als Verleger des Jugendmagazins Esprit, bekommt aber Ärger wegen der Namensrechte. Als Mitschüler von ihm den DFJV-Vorläufer AJM gründen, ist sein Kleinverlag ist als Mitglied dabei. 1998 gründet Müller die Agentur MKM. Als Partner mit an Bord ist sein Mentor Torsten Witt, Gründer der Schüler-Verbindung Borussia, Mitglied der Landsmannschaft Thuringia und Mitarbeiter der Jungen Freiheit. Als Firmensitz der MKM dient Weiterlesen

Nette Post von Uschi Doppel-Name

Lieber André Zalbertus,

es ist schon interessant, was man heute für e-Post bekommt, wenn man bei Kollegenblogs seine Meinung samt Homepage-Link hinterlässt. Vorige Tage meldete sich eine mir fremde Dame namens Uschi – offenbar ein etwas älteres Semester, denn Doppel-Namen à la Kruse-Sonstwas sind ja, wie man hört, sowas von out – und flamete mir eine kostenlose ferndiagnostische Psychoanalyse in die Mailbox: Weiterlesen

DFJV AG findet „dröge Hauspostille“ 250.000 Euro Strafgeld wert

Der „Fachjournalist“ ist – wer ihn je gelesen hat, weiß das – die überaus langweilige, journalistisch recht unprofessionell aufgemachte Kundenzeitschrift der DFJV Deutscher Fachjournalisten-Verband AG, also einer Kapitalgesellschaft, die von sich behauptet, ein Berufsverband zu sein. Wenn man eine kurze, knackige Formulierung für „überaus langweilige, journalistisch recht unprofessionell aufgemachte Kundenzeitschrift“ sucht, bietet sich die „dröge Hauspostille “ förmlich an. Das bringt zwar weniger Zeilengeld, liest sich aber besser. Es war gewiss keine nette Meinungsäußerung, die hätte das Printobjekt auch nicht verdient. Wäre hingegen eine Schmähkritik mein Ansinnen gewesen, so hätte ich eher zu Invektiven wie „Leser verachtendes Kasbladl“,  „druckfrisches Altpapier“ oder knapp „Totholz“ gegriffen.

Ich weiß nicht, ob ich mir irgendeine dieser Formulierungen künftig überhaupt noch leisten kann – egal wie kurz oder lang. Denn das besagte, ziemlich profitable Unternehmen hat einen jungen Diplom-Juristen aus Norderstedt mandatiert, mich zur Abgabe einer „Unterlassungs- und Verpflichtungserklärung“ zu motivieren, die es mir bei Meidung einer Vertragsstrafe von einer Viertelmillion Euronen (in Zahlen: 250.000,00 €) unter vielem anderen verbieten würde, Weiterlesen