Nur Gutes verdient den Namen Mondelēz?

Premiere: Heute kam die erste Presseinfo bei mir an, in deren Text der Buchstabe „ē“ vorkommt – ein e mit einem Makron drüber. Die deutsche Filiale der PR-Agentur Text 100 und ihr Auftraggeber Chep (Hersteller blauer Warenpaletten) scheinen zu denken, dass irgendein Journalist diese komische Schreibweise des neuen Namens von Kraft Foods in seine Texte übernimmt.

Leider finde ich die pi nicht online, dafür ist hier mein Senf dazu.

Warum so still, Herr Oberbeck?

Oberbeck

dpa auf den Pfaden der Viagra-Dealer

Newsaktuell ist, wie wir wissen, ein Ableger der Deutschen Presse-Agentur, der gegen gutes Geld der PR-Industrie zu Diensten ist.

Wer mitverfolgen möchte, welche Teile des Nachrichtencontents, den die Webportale der Verlage verbreiten, in Wirklichkeit umetikettierte PR sind, muss den Online Ticker Original-Text-Service* (ots) von Newsaktuell abonnieren.

Heute kam nun viagra ots eine PR-Meldung reingetickert, wie man sie bisher nur von V!4GR4- und C1AL!5-Spammern kannte: 

Umfrage enthüllt: Vorspiel, Intimrasur, Penislänge – was denkt SIE wirklich?

Auftraggeber der dpa-PR-Tochter war eine kanadische Firma namens AshleyMadison, die ein „Fremdgeh-Portal“ betreibt und mit dem Schwanzlängenvergleich für den „Seitensprung via iPhone“ wirbt. Weiterlesen

Richtig manipulieren

Gerade entdecke ich in meiner PR-Box – dem Mail-Ordner für Waschzettel von PR-Agenten – ein…

ARTIKELANGEBOT

zum Thema

„Wer wirken will, muss wissen wie!“

Der Absender, ein Herr Brockmann, will mir wohl eine Freude machen, indem er mir gratis einen Artikel zum Abdruck anbietet. Leider wusste er nicht, wie er damit auf einen freien Journalisten wirkt, der es grundsätzlich nicht toll findet, wenn Redaktionen ihre Seiten mit kostenlosen „Artikeln“ füllen, die einem PR-Menschen aus der Tastatur gequollen sind, statt mit qualifizierten Texten unabhängiger Journalisten. Der so genannte Artikel trägt den Namen eines Verkaufs- und Körpersprachetrainers mit dem Künstlernamen Jan Sentürk, der eigentlich Hasan Can Sentürk heißt und seit bald fünf Jahren auf einer These herumreitet, die da lautet:

„Fachwissen ist uninteressant“

In den beiden ersten Hörbüchern der so betitelten Reihe maßt sich dieser Herr an, uns über die „Grundregeln erfolgreicher Kommunikation“ zu belehren und uns „professionelle Gesprächsführung“ beizubringen. In Teil drei erklärt er dem Hörer, wie man sein Gegenüber „Richtig manipulieren“ kann. Sorry, aber bei solchen Titeln fallen mir spontan Finanzprodukteaufschwätzer ein, die für eine Provision die eigene Oma über den Tisch ziehen.

Ich habe Herrn Brockmann und seinen Geschäftspartner auf die Schwarze Liste gesetzt, so dass ihre Mails künftig ohne Umweg im Spam-Ordner landen, und Herrn Brockmann über seine Wirkung aufgeklärt. Hier zur Info seine Mail und meine Antwort:

Weiterlesen

Alles transparent, Herr Dr. Klenk?


„Längst hat der ehemalige Wikileaks-Mitstreiter John Young mit cryptome.org eine eigene Enthüllungswebsite gestartet.“

Volker Klenk

Klenk ist Herausgeber des FAZ-Buches „Corporate Transparency“. Er betreibt die Themenwebsite transparenz.net und ist Managing Partner von Klenk & Hoursch Corporate Communications.

Hatte Transparenz nicht etwas mit Durchblick zu tun? Dann wäre es nicht verkehrt, zu wissen, dass Young das Projekt Crypto Me zehn Jahre (!) vor Wikileaks startete: 1996.