Abenteuer Apple: Mavericks versucht ein Backup

Daten soll man regelmäßig sichern, und deshalb ist die Time Machine von Apple eine gute Sache: Jede Stunde speichert das Betriebssystem MacOS alles, was sich in dieser Zeit verändert hat, so dass man stundenweise zurückgehen kann, wenn man Daten verschusselt hat.

Leider hat die neue MacOS-Version Mavericks böse Kinderkrankheiten, und mit der schnellen USB-Version 3.0 hat Apple auch Probleme. Weil das MacBook Pro nur zwei solche Buchsen hat, ist man gezwungen, USB-Hubs zu benutzen. Schließt man seine Backup-Festplatten über einen solchen Hub an, kann es passieren, dass der Rechner später beim Aufwachen aus dem Ruhezustand zu der irrigen Ansicht kommt, sein Benutzer habe den USB-Stecker gezogen. Dann muss man ihn wirklich abziehen und neu einstöpseln. Apple-Techniker raten in solchen Fällen, Festplatten direkt an den Computer anzuschließen, können einem aber auch nicht verraten, wie man an die zweite Buchse sechs oder sieben weitere USB-Geräte anschließen soll, ohne dass dies Probleme bereitet. Und als wäre dies nicht ärgerlich genug,  ist die Time Machine spätestens seit Einführung von Mavericks (MacOS 10.9) im Oktober unberechenbar. Vielleicht war auch schon Mountain Lion (10.8) problematisch;  da kann ich allerdings nicht mitreden, denn ich hatte bis vor kurzem den sehr zuverlässigen und ausgereiften Schneeleoparden (10.6.8) auf meinem alten MacBook.

Für meine weiteren Gespräche mit dem Apple-Support habe ich gestern einmal die Funktion „Bildschirmaufnahme“ von Quicktime benutzt, um zu protokollieren, was genau abläuft. Vielleicht hilft dieser Input den Technikern, herauszufinden, wo der Fehler liegt. Falls jemand, der dies liest, ähnliche Erfahrungen gemacht hat, bitte ich darum, hier einen Kommentar zu hinterlassen, in dem möglichst genau geschrieben ist, wie sich Time Machine verhalten hat, wie die Festplatte ans MacBook angeschlossen ist (USB 3.0 oder 2.0, Hub oder direkt) und ob das Problem nur sporadisch auftritt oder automatische Backups gar nicht mehr möglich sind.

Hier ist das Protokoll meines Versuchs, die Datensicherung ans Laufen zu kriegen:

Eine Toshiba-Festplatte (2,5 Zoll, 2.0 TB, USB 3.0) korrekt formatiert mit „MacOS Extended (Journaled)“ und GUID-Partitionstabelle, ist jetzt direkt an eine USB 3.0-Buchse des MacBook Pro angeschlossen. Als Time Maschinen-Volume dient die erste Partition mit 1 TB. Das erste Backup mit Time Machine war wenige Stunden zuvor über einen USB-3.0-Hub des Anbieters Goobay geglückt. Nach mehreren gelungenen Aktualisierungen über den Hub wurde die Festplatte über den Finder abgemeldet und unmittelbar an den Computer angeschlossen, wie es der Senior-Supporter von der Apple-Hotline empfohlen hatte.

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Bild 1: Einige Zeit nach Beginn des Backup-Versuchs zeigt die Time Machine an, es seien 581 GB von 1 TB verfügbar. Die verbleibende Zeit ist noch nicht berechnet, das Volumen beträgt angeblich 1,9 von 278,4 MB.

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Bild 2: Time Machine hat berechnet, dass das Backup noch ungefähr 2 Stunden dauert. Inzwischen sind 3,4 MB gesichert.

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Bild 3-6: Time Machine braucht etwa 1 Sekunde für 100 kB.

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Bild 7-8: Über eine Minute lang tut sich überhaupt nichts, dann ist auf einmal 1 GB mehr verfügbar, als hätte Time Machine auf dem Backup-Volume Daten gelöscht.

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Bild 9: Fast ein Stunde hat sich überhaupt nichts getan. Die Restzeit liegt immer noch bei ungefähr 2 Stunden. Obwohl das Backup nicht abgeschlossen ist, der Computer also noch aktiv sein sollte, leitet Mavericks den Ruhezustand ein.

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Bild 10: Der Ruhezustand beginnt, ohne dass weitere Dateien gesichert worden wären.

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Am nächsten Morgen setzt Time Machine das Backup fort. Jetzt sollen allerdings „150,6 MB von 962,6“ gesichert werden. Dafür veranschlagt Mavericks „noch ungefähr 12 Minuten“. Daraufhin geht es doch schneller.

Eine Stunde danach versucht das Betriebssystem das nächste Backup. Dieses misslingt jedoch. Die Fehlermeldung lautet:

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Tja, irgendein Fehler. Ich habe nichts falsch gemacht. Und es gibt keinerlei Empfehlung, was nun zu tun ist. St. Evejobs, lass das Hosianna-Singen, komm runter von Deiner Wolke wie einst der Aloysius und bringe Deinen Epigonen die iGödliche Weisheit hernieder, siehe:

Ein Münchner im Himmel

Und wehe, ich sehe Dich im Hofbräuhaus.

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5 Gedanken zu „Abenteuer Apple: Mavericks versucht ein Backup

  1. Danke für den Tipp! Meine USB-Festplatte ist in der Tat via USB-Hub angeschlossen. Ausstecken, Einstecken und Timemachine läuft wieder. Hoffentlich löst das das Timemachine-Problem auf Murksericks, mal sehen…

    • Inzwischen bin ich auf Yosemite umgestiegen, habe das Problem aber erst dauerhaft gelöst, seit ich die Toshiba-Festplatte durch eine von WD (MyPassport for Mac) ersetzt habe und keine USB-2.0-Geräte mehr am Hub hängen. Ich wusste bis vor kurzem nicht, dass ein einziger angeschlossener 2.0-Stecker den ganzen Dreinuller-Hub zu einem Zweinuller-Hub degradiert.

  2. Hallo Herr Froitzheim,

    ich rate generell zur Verbannung von USB-Festplatten. Statt dessen empfehle ich ein ordentliches NAS. Synology bietet sich an. Damit gab es bei mir noch keine Probleme.

    • Danke für den Tip. Aber das muss ich per LAN-Kabel anschließen, oder? Außerdem dürfte bei einem Gerät mit Lüfter der Stromverbrauch höher sein, und es ist nicht mobil.

      • Genau, ein NAS wird mit dem Heimnetzwerk verbunden. Also einfach in einen freien Router-Port gesteckt.

        Müssen Sie Ihre Backups ständig mit sich führen? Sollte dem so sein, macht es tatsächlich wenig Sinn. Wenn es aber um einen Zweitwohnsitz o.ä. geht, lässt sich ein NAS auch sehr einfach transportieren.

        Ansonsten würde ich eine Backup-Lösung, sollten die Daten wichtig genug sein, empfehlen. Und diese immer redundant ablegen, also in einem NAS mit mindestens 2 physischen Festplatten welche einen sicheren RAID-Verbund bilden. So sind Ihre Daten auch gegen den Ausfall einer der Festplatten abgesichert.

        Für Anwedungsdaten, welche Sie mit sich führen müssen (zum Arbeiten, Musik hören, …) bietet sich weiterhin die Nutzung der USB-Festplatte an. Diese Daten können dann Zuhause ebenfalls mittels Time Machine von der USB-Festplatte auf das NAS gesichert werden.

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