1000 Kilowatt pro Stunde…

…seien heute kein hoher Verbrauch, meint ein Verbraucherschutzschreiber der Süddeutschen (im heutigen Wirtschaftsteil, Print S. 25).

Vermutlich wollte er uns mit diesem Nonsens-Satz sagen, ein Pro-Kopf-Verbrauch von 1000 Kilowattstunden im Jahr sei nicht hoch. Wer aber 1000 Kilowatt verbraucht, egal ob eine Stunde oder länger, braucht während dieser Zeit ein ganzes Atomkraftwerk für sich allein.

Das Seltsame ist, dass der Autor im selben Text dann noch eine „Kilowatt-Stunde“ auftreten lässt, mit Binde-Strich. Er kennt die physikalische Einheit also zumindest vom Hörensagen. Vermutlich hält er sie für eine Zeiteinheit.

Nun gut, hypothetisch wäre es denkbar, dass der Kollege den Stuss gar nicht so geschrieben hat. Vielleicht hat ihm ja ein diensthabender Redaktor dieses rufschädigend dumme Zeug ins Manus gefummelt. Dann wäre es allerdings Mobbing der allerfiesesten Art.

Was auch immer dahintersteckt: Der Redakteur, der diesen blamablen Text freigegeben hat, gehört fristlos in ein Ressort versetzt, in dem er keinen Zugang zu Zahlen, Naturwissenschaft und Technik hat.

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