Netzpolitik und Lobbyismus

Wie ich heute auf Twitter erfuhr, gibt es tatsächlich Leute, die Markus Beckedahl kennen, aber sich wundern, dass er Lobbyist sein soll. Im Netz findet man tatsächlich Hinweise darauf, dass er, der sich (auch) als Autor und Journalist sieht, dieses Etikett als Vorwurf empfindet – vermutlich deshalb, weil es dann schwerer wird, es anderen als Vorwurf anzuhängen.

„Oft wurde mir vorgeworfen ich sei Lobbyist, weil ich für freies Internet und Netzneutralität einstehe. Deshalb wurde mir auch die Akkreditierung für den Bundestag verwehrt.“ Aber nach einigem Geplänkel habe er sie doch bekommen. Beckedahl ist eben einer, der immer einen Weg findet.

Allerdings hat er es oft genug akzeptiert, als solcher einem Publikum vorgestellt zu werden, und er hat sogar schon selbst darüber gesprochen, dass dies einer der Hüte sei, die er abwechselnd trägt. Hier eine kleine Auswahl an Fundstellen. Die jeweilige Quelle ergibt sich aus dem Link im Zitat.

1. Markus Beckedahl, Jahrgang 1976, lebt und arbeitet als netzpolitischer Aktivist, Lobbyist und Unternehmer in Berlin. Er betreibt seit 2002 das Blog netzpolitik.org, in dem Themen der Informationsgesellschaft behandelt werden.

2. Was der Lobbyist Beckedahl nicht versteht…

3. tagesschau.de: Die „Digitale Gesellschaft“ also eine Lobby-Vertretung wie jeder andere?

Beckedahl: Natürlich sind wir auch eine Interessensvertretung – aber wir wollen uns jetzt nicht in dunkle Nebenzimmer zurückziehen und der Politik unsere Ziele einflüstern. Wir wollen ein Angebot machen und orientieren uns dabei an der Umweltbewegung, die vor 30, 40 Jahren eine Vielzahl an unterschiedlichen Organisationsformen ausprobiert hat.

4. Markus Beckedahl, 27, ist Aktivist, Lobbyist und Netzwerker für eine Freie Wissensgesellschaft.

5. Markus Beckedahl, Jahrgang 1976, ist netzpolitischer Aktivist und digitaler Lobbyist

6. Markus Beckedahl und ein paar Mitstreiter haben in Berlin den Lobbyverband Digitale Gesellschaft gegründet. Transparenz, Offenheit, Miteinander — das, was das Internet in seinem Ursprung ausmacht, findet man aber bei der «Digitalen Gesellschaft» nicht. Das Gegenteil ist der Fall. Intransparenz und ein Closed Shop sind die Grundpfeiler der selbsternannten Lobbyisten.

7. Er sieht sich selbst als Lobbyist für digitale Bürgerrechte und in dieser Funktion keineswegs als neutral.

8. Cheflobbyist Markus Beckedahl, der auch Sachverständiger der Enquete-Kommission Internet und Digitale Gesellschaft sowie Betreiber des Blogs www.netzpolitik.org ist, fungiert als Präsident.

9. Bürgerrechtsaktivist, Blogger, Journalist, Lobbyist, Berater. „Ich habe so viele verschiedene Rollen“, sagt Markus Beckedahl, „ich suche mir oft zielgruppenorientiert aus, als was ich gerade auftrete.“

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