Wo sind die Milliarden geblieben?

Trotz Milliardensummen, die Deutschlands Agrar-Marketingzentrale seit 1969 eingesetzt hat, ist die Lage vieler Bauern desolat. Die Akzeptanz der CMA schwindet bei Fachleuten mehr und mehr. Wettbewerber schnuppern Morgenluft.

wuv-cmaSo verträumt, als gäbe es in Niedersachsen keine Schweinepest, blickt Jolanthe seit März in Hannover von den Plakatwänden. „Jolanthe, das Kornschwein“ wirbt als Imageträger für das neue Qualitätsfleisch des Metzgereifilialisten Fritz Ahrberg. Mit dem anspruchsvollen Konzept, das von einer artgerechten Tieraufzucht in Familienbetrieben bis zur optimalen Präsentation der Koteletts in der Theke reicht, will die Kette sich am Markt neu positionieren.

Damit entschied sich der Traditionsbetrieb gegen das Prüfsiegelprogramm der CMA, der Centralen Marketinggesellschaft der deutschen Agrarwirtschaft, das „deutsches Qualitätsfleisch aus kontrollierter Aufzucht“ verspricht. „Wir brauchen die CMA nicht“, erklärt Ahrberg-Vertriebsleiter Klaus Krollpfeiffer selbstbewußt. „Wir lassen uns vom neutralen Deutschen Institut für Lebensmitteltechnik (DlL) überwachen.“

Auch Manon Haccius legt keinen Wert auf Hilfestellung von der CMA. Die Geschäftsführerin der Arbeitsgemeinschaft ökologischer Landbau (AGöL) steht der Idee der Bonner Vermarktungsanstalt, ein „Grünes Prüfsiegel“ einzuführen, sehr reserviert gegenüber: „Wie es im Moment betrieben wird, haben wir nicht das Gefühl, daß wir davon einen Nutzen oder wenigstens keinen Schaden hätten.“ So könnten Trittbrettfahrer, die ihren Betrieb nicht auf umweltfreundliche Produktionsweise umstellen, dennoch ihre Erzeugnisse mit der Bio-Garantie schmücken. Zudem umfaßt der Plan nur pflanzliche Produkte. Deshalb verlassen sich die AGöL-Mitglieder auf ihre bewährten Marken wie Bioland oder Demeter.

Zwei Beispiele für die Akzeptanzkrise, in der die CMA heute steckt. 25 lahre nach der Gründung der Verkaufsförderungsgesellschaft nehmen immer mehr landwirtschaftliche Betriebe ihr Marketing selbst in die Hand. Hilfe zur Selbsthilfe gibt ihnen sogar der staatlich geförderte Auswertungs- und Informationsdienst für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AID) mit einer Broschüre über Agrarmarketing. Darin widmet Richard Balling von der Technischen Universität Weihenstephan den Aktivitäten der CMA knappe zwei Seiten. Bei allem Wohlwollen gegenüber der Organisation zieht der Agrarexperte eine ernüchternde Bilanz: „Ein umfassendes Marketing ist der CMA nicht möglich.“

Bescheidene Erfolgsbilanz: Slogans verpuffen

Balling will den Verantwortlichen keine Unfähigkeit vorwerfen. Gleichwohl skizziert er einen krassen Anachronismus: Die Entwicklung der Produktionskosten, der europäische Binnenmarkt und neue Konsumtrends hätten heute einen viel stärkeren Einfluß auf die Marktanteile deutscher Erzeuger im In- und Ausland als die CMA mit ihrem traditionellen Instrumentarium. In der Tat hat der Gesetzgeber die Arbeitsgrundlagen der CMA nie der Marktentwicklung angepaßt: Trotz mehrerer Novellierungen entspricht das Absatzfondsgesetz heute noch den Verhältnissen des Jahres 1969.

Die Erfolgsbilanz der CMA ist bescheiden. Obwohl im Laufe eines Vierteljahrhunderts rund 2,5 Milliarden Mark ausgegeben wurden – je zu einem Drittel für Mediawerbung/PR, Exportförderung und Verkaufsförderung im Inland –, sind nur einzelne Slogans wirklich hängengeblieben. So fällt wahllos befragten Normalverbrauchern beim Stichwort CMA bestenfalls ein, Fleisch sei ein Stück Lebenskraft, das aus deutschen Landen frisch auf den Tisch kommt. In Richtung Corporate Identity haben die Agrarstrategen ebensowenig gedacht: Das RAL-Gütezeichen der CMA (drei blaue Buchstaben unter einem stilisierten Dach neben dem Uralt-Motto „Markenqualität aus deutschen Landen“) hat schon längst keine Ähnlichkeit mehr mit dem grünen CMA-Signet in ihren Zeitungsannoncen (etwa „Genießen auf gut deutsch“).

Vielleicht fallt es den Vertreibern deshalb leicht, auf die angebotenen Embleme zu verzichten. So hätte die Firma Ahrberg das Konterfei ihrer Prachtsau durchaus mit dem Gütezeichen der CMA schmücken dürfen. Doch ohne Label ist Jolanthe in bester Gesellschaft. Viele Betriebe – vor allem Markenartikler – sind nicht bereit, für die unscheinbaren Verkaufsförderungsetiketten zu zahlen. In der Lebensmittelbranche gilt das Gütezeichen als Aushängeschild der unbekannten Fabrikanten: Auf Palettenware bei Aldi ist es öfter zu sehen als in den Regalen der Feinkostläden.

Am Sinn und Erfolg der neuen qualitätsfördernden Programme, die sich neben dem Fleisch unter anderem Kartoffeln und Äpfeln aus „integriertem Anbau“ widmen, haben Marketingexperten ihre Zweifel: „Mit einem einheitlichen Prüfsiegel werden diese Produkte untereinander austauschbar“, warnt Manfred Heizer, Professor für Marketingmanagement und Agrarmarketing an der TU Berlin. „Damit bekommen wir wieder einen Preiswettbewerb, nur eben bei höherer Qualität.“ Geringe Erlöse für bessere Ware – dies wäre nicht im Sinne der Landwirte, die per Pflichtabgabe auch noch den Löwenanteil der Kosten tragen. Das Image der Viehzüchter und -mäster leidet unter immer neuen Horrormeldungen. Hormonskandale, Medikamentenmißbrauch, Salmonellen in Geflügel und Eiern, verrottetes Schweinefleisch mit gefälschten Haltbarkeitsdaten in deutschen Supermärkten, Schweinepest, Rinderwahnsinn, Tierquälerei bei Schlachtviehtransporten. Die Kette reißt nicht ab.

Geschäftsführer Antonius Nienhaus findet nichts dabei, auf Tauchstation zu gehen: „Bei der Schweinepest glaube ich nicht, daß ein großer Erklärungsbedarf besteht.“ Schließlich könne sich der Mensch nicht anstecken. Auch bei der heimtückischen bovinen spongiformen Enzephalopathie (BSE) geht es ihm vor allem darum, die Kundschaft nicht wegen der „relativ geringen Mengen“ britischen Beefs zu „verunsichern“, die auf den deutschen Markt gelangen. Deshalb warb die CMA in einer ganzseitigen Anzeige in der „Bild am Sonntag“ vor Ostern für das Fleisch deutscher Bullen – obwohl in den meisten Geschäften die Herkunft der Ware gar nicht deklariert wird.

Fleischgegner werden torpediert. Dennoch hat die CMA kein schlechtes Gewissen

Die Aktivitäten der Hamburger Agentur IPR&O für den Bonner Auftraggeber sind nicht unumstritten: Ihre zielgruppenorientierte „Ernährungsinformation“ mit obligatorischer Fleischbeilage soll das Volk „über die Rolle von Fleisch in der modernen und gesundheitsbewußten Ernährung aufklären“ – ganz im Sinne der alten Stück-Lebenskraft- Parole. Während es voriges Jahr darum ging, Kinder im Vorschulalter mit Infotainment-Spielen zu zuverlässigen Fleischessern zu erziehen, will IPR&O dieses Jahr die kritischen Gruppen bearbeiten: Studenten und Ernährungsberater. Dadurch legt sich die CMA zwangsläufig mit der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) an. Deren Fachleute finden die massive Fleischpropaganda fatal für die Gesundheit der Bevölkerung, denn der Durchschnittsbürger verdrückt nach ihren Erkenntnissen sowieso schon zuviel Fleisch – im Jahr 1993 waren es 63 Kilogramm. Helmut Oberritter, wissenschaftlicher Leiter der DGE, hält dreimal pro Woche 150 Gramm Fleisch und 30 Gramm Wurst für das zuträgliche Maximum; das ergibt 28 Kilogramm per anno, weniger als die Hälfte des Status quo.

Empört über die CMA-Strategie, sich auf positive Äußerungen von Wissenschaftlern zu berufen, ist der Münchener Ernährungsmediziner Professor Günter Wolfram. „Das ist Vernebelungstaktik“, schimpft der Dekan der Fakultät für Landwirtschaft und Gartenbau an der Technischen Universität Weihenstephan. „Die schüren Zweifel an Fakten, die auf dem Tisch liegen.“ Hintergrund des Vorwurfs: Wiederholt hat die CMA sich gegen einen breiten wissenschaftlichen Konsens gestellt, wenn dieser den Vermarktungsinteressen zuwiderlief – etwa bei den Themen Cholesterin und Zucker, wo die CMA den Patienten Gründe liefert, sich nicht an den Rat des Arztes zu halten.

„Sie nehmen beinhart jede nur vage positive Aussage als absolute Wahrheit“, so Wolfram, „und dank ihres Geldes können sie sich so plazieren, daß sie nicht übersehen werden.“ Eine Million für wissenschaftliche Forschung sei sehr schwer zu bekommen, eine Million für die Verunsicherung der Verbraucher wohl nicht.

Ob der Aufwand den deutschen Tierproduzenten nützt, ist fraglich. Denn trotz aller Bemühungen aus Bonn liegt heute mehr importiertes als einheimisches Fleisch auf dem Teller: Bei Schweinefleisch kommen 50 Prozent aus Deutschland, bei Rindfleisch 30, bei Geflügel unter 15 Prozent. Einige Großmärkte wie die Hamberger GmbH in München führen kein deutsches Frischgeflügel mehr – „aus Qualitätsgründen“; bei Steaks setzt das Unternehmen auf die bei der Kundschaft beliebte südamerikanische Ware.

Dem Verbraucher fällt all dies nicht auf, denn im Gegensatz zum Obst und Gemüse muß das Herkunftsland beim Fleisch nicht angegeben werden. Eine solche Vorschrift durchzusetzen wäre im heutigen Binnenmarkt ohnehin schwierig, da sich die Warenströme auch bei Schweinehälften nicht mehr an Staatsgrenzen orientieren. Deutsche Würstchen können ebenso aus holländischen Schweinen hergestellt sein wie holländischer Käse aus deutscher Milch. Hierfür hat Manfred Heizer, neben Tätigkeit als Professor in Berlin auch Chef der Marketinggesellschaft für Niedersächsische Agrarprodukte in Hannover, den Begriff „Herkunftsillusion“ geprägt.

Wenn es nach dem überzeugten Marktwirtschaftler geht, sind heute andere Lösungen geftagt als eine nach dem Absatzfondsgesetz konstruierte zentralistische Marketingorganisation à la CMA. „Ich weiß nicht“, so Heizer, „wie man einen Agrarstandort Deutschland durch die Bewerbung deutscher Produkte sichern kann.“ Zum einen bestimmten in Europa längst „interregionale Wirtschaftsräume“ das Marktgeschehen, die nicht mehr von Landesgrenzen, sondern von ihren Standortbedingungen geprägt seien. Zum anderen hindere die gesetzlich vorgeschriebene Wettbewerbsneutralität die CMA daran, die Marktposition der Bauern gegenüber den Einkäufern, also den mächtigen Handels- und Nahrungsmittelkonzernen, zu stärken. „Das Marketingproblem der Landwirtschaft ist kein Werbeproblem“, analysiert Heizer, „sondern primär ein Strukturproblem.“

Diesen Text habe ich gemeinsam mit meiner Frau Angela, einer diplomierten Haushalts- und Ernährungswissenschaftlerin, für die w&v werben & verkaufen geschrieben. Er erschien als Titelgeschichte der Ausgabe 18/1994.

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Deutsche Wertarbeit

Auf merkwürdige Art und Weise präsentierte die CMA bei einer Sonderschau in Köln deutsche Spezialitäten.

Den „Handel der Welt“ hatte die CMA nach Köln geladen – zur ersten  gesamtdeutschen „CMA Spezialitätenbörse 1994“.

Allerdings schienen einige Hersteller den Wert der Veranstaltung nicht erkannt zu haben. Vertraute Marken wie Asbach Uralt, König-Pilsener, Langnese, Pfanni oder Müller-Milch fehlten auf der Show. Selbst den CMA-Aufsichtsrat Hermann Bahlsen hatte der CMA-Vorstand offenbar nicht darüber aufgeklärt, daß sein Unternehmen in Köln dabeisein müsse.

Dennoch konnten sich europäische Einkäufer ein Bild davon machen, was man in Deutschland – neben Haribos Goldbärchen – unter regionalen Spezialitäten versteht: das afrikanische Welsfilet aus Brandenburg etwa oder die Käsedelikatesse „Mjölkland Trollskär“ aus dem Allgäu.

Kannibalisch gut schmecken wohl die „Thüringer Touristenblutwurst“ von Herzland oder die „Naabtalkrainer“ aus Jena, zu der das Naabtalduo und die Original Oberkrainer verwurstet wurden. Der Musikantenstadl will eine Schweigeminute einlegen. Und Brandenburger Food-Designer entwickelten als 1989-Gedächtnis-Produkt den Bananenschinken.

Inmitten all der zündenden Marketingideen fand sich schließlich doch noch ein hochrangiger Funktionär der CMA: Toni Meggle, stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender, war mit seinem Sortiment am Rhein vertreten. Die CMA ließ sich nicht lumpen: Meggles Buttersoßen wurden preisgekrönt.

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Volle Kraft voraus: Power gegen Pentium

Seit über zehn Jahren hält Intel den PC-Markt im Klammergriff. Jetzt bekommt das Monopol des einzigen Markenartiklers der Branche Risse: Die „Power“-Allianz aus IBM, Apple und Motorola greift an, Nachahmer rüsten auf

Ein Phantom war der absolute Knüller der diesjährigen CeBIT in Hannover. Ein Chip, von dem niemand sicher weiß, wer ihn hergestellt hat. Bekannt ist nur der Entwickler, die Firma Nexgen, ein bisher nahezu unbekanntes Ingenieurbüro aus dem Silicon-Valley-Städtchen Milpitas.

Seinen Ruhm verdankt der geheimnisumwitterte Mikroprozessor der Behauptung des Nexgen-Managements, er sei ein preiswerter, aber vollwertiger Ersatz für das Topmodell des Marktführers Intel, den Pentium – und keineswegs ein plumpes Plagiat. Die Redaktion des auflagenstarken Fachblatts „Chip“ zeigte sich von dem Rumpelstilzchen so begeistert, daß sie es spontan zum „CeBIT-Highlight“ kürte und seinen Erfindern den Sonderpreis für eine „zukunftsweisende Innovation“ verlieh.

Tatsächlich steckt im Nexgen-Prozessor Brisanz: Wenn sich die lückenhaften ersten Informationen bestätigen, wird das kleine Stück Silizium die gesamte Machtbalance im Computermarkt verändern. So stehen hinter Nexgen (Kürzel für „Next Generation“) nicht nur potente Geldgeber – etwa die Intel-Großkunden Compaq und Olivetti, das renommierte Venture-Capital-Haus Kleiner Perkins Caufield Byers sowie die New Yorker Investmentbank Paine Webber. Auch der mutmaßliche Produzent der Neuheit ist nicht gerade ein Nobody. Ausgerechnet mit dem Computerriesen IBM verhandeln die Kalifornier über die Serienfertigung. Schon ab Juni soll geliefert werden, zunächst an asiatische No-name-Produzenten.

Damit steht die erfolgsverwöhnte Intel Corporation vor einer ungewohnten Aufgabe: Bisher hatte der Branchenpionier keine Konkurrenz zu fürchten. Während Motorola, der größte Rivale, als Apple-Zulieferer zum Nischenanbieter wurde, bekam Intel durch seine Allianz mit IBM und Microsoft fast 80 Prozent des PC-Markts unter Kontrolle. Um das Monopol abzusichern, verweigert der Konzern seit Jahren Nachbaulizenzen; wer es trotzdem wagte, am großen Kuchen zu knabbern, wurde vor den Patentrichter gezerrt. Bislang zahlte sich diese Politik aus. Im Geschäftsjahr 1993 kletterte der Umsatz um 28 Prozent auf 8,8 MilLiarden Dollar, der Gewinn auf bombastische 2,3 Milliarden Dollar – damit ist Intel ein vorderer Platz in den Top Ten der profitabelsten Unternehmen der Welt sicher.

Mit seiner Gewinnmaximierung hat Intel-Chef Andy Grove viele Kunden gegen sich aufgebracht. Die Rendite, klagen Computerhersteller, sei vor allem auf überhöhte Preise zurückzuführen. Plötzlich ist auf langjährige Kunden kein Verlaß mehr. Mehr und mehr sucht die Branche Alternativen zum Monopolisten.

Besonders gestört ist Intels Verhältnis zu IBM: Der Branchenriese bringt nach den Sommerferien seine neue PC-Baureihe „PSIPower“ auf den Markt, deren Chips gemeinsam mit Apple und Motorola entwickelt wurden. Zwar bleibt die bisherige Intel- Linie parallel im Sortiment, aber Insider gehen davon aus, daß sich die Marketer voll auf die Power-Produkte konzentrieren wollen. IBM sucht Distanz und verzichtet darauf, den aktuellen Spitzen-Prozessor Pentium für den Eigenbedarf selbst zu bauen. Bis auf weiteres produziert ihn Intel für Big Blue. Die Nachricht, daß IBM den Nexgen fertigt, gilt deshalb als besonders heißer Tip.

Auch die Nummer zwei im PC-Weltmarkt, Compaq, schwimmt sich frei. Selbstbewußt streicht der Hersteller das Logo „Intel inside“ aus seinen Inseraten – der Name Compaq, so ist zu hören, sei Qualitätsmarke genug. Um noch billigere PCs anbieten zu können, bezieht Compaq-Boß Eckhard Pfeiffer neuerdings einen Teil seiner Prozessoren von Advanced Micro Devices (AMD) – einem Nachbauer, der gerade einen jahrelangen Patentprozeß gegen Intel gewonnen hat. Wenn sich die Power-Chips am Markt durchsetzen, will Pfeiffer zusätzlich bei der IBM-Motorala-Allianz einkaufen. Überdies hat Compaq eine Option auf den Pentium-Ersatz von Nexgen.

Ein Handicap hat die Power-Gruppe indes: das magere Softwareangebot. Ein Entwicklungsteam bei IBM in Boca Raton/Florida arbeitet an einer Power-Version des Betriebssystems OS/2, damit Anbieter von Anwendungsprogrammen – wie Lotus Development oder Borland – die immense Leistung des Chips überhaupt ausnutzen können. Herkömmliche Windows-Programme laufen auf Power-Rechnern nur mit gebremstem Schaum.

Axel Hartstang, in der Motorola-Geschäftsführung für das Halbleiter-Marketing zuständig, blickt optimistisch in die Zukunft: „Mit dieser Prozessorarchitektur können wir unseren Marktanteil in zwei Jahren auf zwanzig Prozent ausbauen.“

Erschienen in w&v werben & verkaufen 15/1994

Computerhandel: Wettbewerb im Preisboxen

Beim Kampf um Marktanteile kennen die PC-Produzenten keine Tabus mehr. Mit jedem sich bietenden Vertriebsweg wird experimentiert. Die Kunden haben die Qual.

Top Business 3/1994

Es war immer etwas teurer, einen besonderen Geschmack zu haben. Jetzt nicht mehr. Zumindest für den, der einen Computer will. Denn die klassische Luxusmarke Apple gibt sich überhaupt nicht mehr elitär.

Schuld daran ist Michael H. Spindler. Seit der bullige Berliner (Spitzname: „Diesel“) im Sommer 1993 John Sculley als Apple-Chef abgelöst hat, zählt nur noch Masse. Macintosh-Modelle gehören seit Monaten zum Sortiment der Billigkette Escom Office, sind bald in Filialen des Metro-Ablegers Media Markt/Saturn-Hansa erhältlich und werden sogar im neuen Quelle-Katalog angepriesen.

Nicht nur das Apple-Management sagt der Exklusivität adieu. Hardware von Compaq oder IBM steht neuerdings fast überall im Regal, wo es Computer gibt – auch bei Vobis, Saturn-Hansa und Allkauf. „Wir können dem Kunden nicht vorschreiben, wo er unsere Produkte kaufen soll“, erklärt Peter Scholtes, Marketingleiter des IBM-Geschäftsbereichs Personal Systems (PS) in Stuttgart, „wir müssen da sein, wo die Leute uns wollen.“ Deshalb legte der EDV-Riese im vergangenen Herbst eigens für die deutschen Media-Märkte die Baureihe PS/1000 auf. Und Compaq-Chef Eckhard Pfeiffer zielt mit dem „Presario“-Label auf preisbewußte Käuferschichten und hohe Stückzahlen.

Das Chaos auf dem PC-Markt könnte größer nicht sein als im Vorfeld der CeBIT 1994: Während die Discounter mit hausgemachten Designer- und Premium-Marken ihre Rendite zu steigern versuchen, fluten traditionelle Computerproduzenten alle erreichbaren Absatzkanäle gleichzeitig. Aus Angst, weitere Marktanteile an die No-Names zu verlieren, liefern sie gar Ware für schrille Lockvogelangebote.

IBM-Flop mit Billig-Sbop

Bei den brachialen Schaukämpfen, Monat für Monat über eine Sintflut von Zeitungsbeilagen ausgetragen, halten sich die Preis-Boxer jedoch mit verbalen K.o.-Schlägen auffallend zurück. Keiner der Rivalen weiß, welchen Gegner er eines Tages als Verbündeten brauchen wird. So läßt sich Deutschlands PC-König Theo Lieven, Chef der Vobis Microcomputer AG in Würselen bei Aachen, um nichts in der Welt zu Spott über IBM hinreißen.

Auch nicht über den Pilotladen „Ambra – Computers 4 U“, mit dem ihn IBM-Topmanager Erwin Staudt 1993 herausgefordert hatte. „Wir werden bei den Preisen mitziehen“, drohte Staudt damals vor Branchengrößen auf der Konferenz PC trends ’94, „bis keiner am Markt mehr Lust hat, diese Spinnereien mitzumachen.“ Indes: Der als No-Name getarnte IBM-Shop – provozierend nah am Aachener Vobis-Stammhaus gelegen – fand so wenig Kunden, daß der Konzern den Aufbau einer deutschen Ambra-Kette kleinlaut von der Tagesordnung strich.

Theo Lievens diplomatische Zurückhaltung (“Da kann ich nix zu sagen“) könnte sich bald als klug erweisen. Werner Senger, stellvertretender Geschäftsführer des Bundesverbandes Büro- und Informationssysteme e. V. (BVB) in Bad Homburg, sieht nämlich angesichts dahinschmelzender Preisvorteile bereits die „Gefahr für die No-Names, daß der Konsument wieder ein Markengerät nimmt“ – was für Mitgliedsfirmen des BVB (wie IBM) eine erfreuliche Entwicklung wäre.

Lieven, der dieses „Worst-Case“-Szenario sehr ernst nimmt, hat dafür längst Notfallpläne auf der Festplatte. Deshalb finden Vobis-Kunden heute schon in allen Filialen eine kleine Auswahl gängiger Compaq-Modelle.

In den „Superstores“ der Kette in Berlin und Bielefeld sowie am Firmensitz in Würselen ist die Auswahl an Markencomputern reichhaltiger: Sie umfaßt neben Macintosh-Varianten von Apple und Notebooks von Toshiba sogar Geräte des texanischen Herstellers Dell, der sein angestammtes Direktmarketing damit um die Einzelhandelsschiene ergänzt.

Verkehrte Welt: Während Dell-Chef Nick Pike so die Stagnation im Versandgeschäft wettmachen will, experimentiert die Konkurrenz mit eigenen Mail-Order-Abteilungen. Ob IBM oder Vobis, Escom oder Digital Equipment – die Bestellung über Telefon, Fax oder Bildschirmtext soll zusätzliche Stückzahlen bringen, ohne große Kosten zu verursachen.

Ob dieser Vertriebsweg jemals mehr wird als ein Mitnahmegeschäft – bei Vobis und Escom jeweils deutlich unter fünf Prozent vom Umsatz -, wissen auch Insider nicht. Die deutsche IBM zumindest erwartet einiges von ihrer neuen Direktvertriebs-Tochter im hessischen Nieder-Roden: Dort regiert Kevin Moore, ein Mann mit Dell-Erfahrung.

“Es gibt kaum Hersteller, die eine Vertriebsform aussparen“, mokiert sich Fritz Jagoda, Geschäftsführer der Eschborner Unternehmensberatung Diebold Deutschland GmbH. BVB-Vize Senger hingegen verteidigt den mehrgleisigen Vertrieb mit Marktzwängen: „Den richtigen Weg gibt es nicht.“ In einer Befragungsaktion will sein Verband jetzt erstmals ermitteln, welcher Vertriebsweg welchen Kundenkreis am besten anspricht.

Wenige PC-Manager gestehen ihre Unsicherheit offen ein wie Werner Sülzer. Der Chef der deutschen Olivetti-Tochter in Frankfurt hält es für „sehr schwierig, das Verbraucherverhalten zu antizipieren“. Zu seinem Distributionsmix gehört auch Escom, doch auf keinen Fall will er auf jene Vertriebspartner verzichten, die den PC-Markt in den 80er Jahren aufgebaut haben: „Ich sehe momentan bei einigen Herstellern den fast manischen Drang, die Fachhändler, die man früher umworben hat, zu vergrätzen.“

Womöglich ein Fehler. Denn auf praxisgerechte Komplettlösungen, bei denen Software, Hardware, Zubehör und Kommunikation fertig gebündelt sind, verstehen sich die Discounter nicht. In vielen Billig-Shops bedienen Aushilfen, die nicht einmal bei gängiger Standardsoftware firm sind.

Fachhandels-Potentiale

Deshalb gibt Richard Seibt, Leiter der PC-Software-Sparte der deutschen IBM, dem Fachhandel eine Chance: „Der Weg geht zu qualifizierter Beratung.“ Allerdings gegen faire Bezahlung. Gerade Kunden, die schlechte Erfahrungen gemacht haben, so Seibt, sind jedoch gern bereit, diesen Service zu honorieren.

Stimmt die Prognose, dann liegt die Einkaufskooperative Comteam GmbH & Co. KG, Lilienthal, voll im Trend. Die meisten der 124 Mitglieder haben genau diesen Weg eingeschlagen: Ihre Stärken heißen Vernetzung und Software, die Hardware kommt meist aus deutschen Montagefabriken wie Actebis oder Aquarius. „Eine IBM- oder Compaq-Autorisierung“, so Comteam-Geschäftsführer Karl-Ulrich Schönemeyer, „hat kaum einer.“ Dieser Schönheitsfehler ist bald keiner mehr: Die IBM beliefert neuerdings die Großhändler Computer 2000 und Merisel, mit denen Comteam Rahmenverträge hat.

Und schon gehen die Discounter in die Gegenoffensive. Escom-Chef Manfred Schmitt will auf der CeBIT ein „Partnerkonzept“ promoten, das ihm auch Zugang zum ländlichen Raum verschaffen soll. „Wir wenden uns an Softwarefirmen, die preisaggressive Hardwarelieferanten suchen“, erklärt der Heppenheimer Unternehmer, „im Lauf des Jahres wollen wir auf 300 Escom-Partner kommen.“ Auch Theo Lieven werden ähnliche Ambitionen nachgesagt.

No-Name-Profite in der Provinz, Marken-Ramsch in der Großstadt. In der PC-Branche gilt vollends das Toyota-Motto: Nichts ist unmöglich.

Ulf J. Froitzheim

Sendemasten: Trickreich getarnt

Mit großem Raffinement verstecken die Netzbetreiber ihre Funktürme in den Städten.

WirtschaftsWoche 12/1994

Aus wie vielen Funkstationen sein Unternehmen Deutschlands drittes digitales Mobiltelefonnetz knüpft, behält Rudolf Rösler lieber für sich. Denn das wüßten auch die Mitbewerber der E-Plus Mobilfunk GmbH nur zu gerne. Mit schelmischem Unterton verrät der für den Netzaufbau in Südbayern zuständige Manager allerdings, warum seine Kollegen von DeTeMobil (D1) und Mannesmann Mobilfunk (D2) nicht in der Lage sein werden, auf die Schnelle nachzuzählen: „Wir können die Sender so anbringen, daß man sie nicht sieht.“

Kein Wunder: Beim Antennenhersteller Allgon GmbH in Brackel bei Hamburg heißt das kleinste Modell im Hausjargon nur „Ritter Sport“. Die quadratische Planarantenne mit einer Kantenlänge von 30 Zentimetern ist in beliebig vielen Farben und Mustern lieferbar. Allgon wirbt sogar mit dem Attribut „unauffälliges Design“. Bei Bedarf passen die Spezialisten die Antennen sogar individuell dem Untergrund an, indem sie etwa die Struktur einer Backsteinmauer auf das Blech kopieren. Oder sie motzen das biedere Stück Technik zum Designobjekt auf, indem sie es mit einem bunten Papagei verzieren. Selbst das Auffällige ist Tarnung: Eine Antenne stellt sich der Laie nun einmal anders vor.

Die Mimikry gehört im europäischen Mobilfunk zum alltäglichen Geschäft. Sendestationen, die unaufdringlich im Stadt- und Landschaftsbild versteckt sind, bringen den Netzbetreibern nur Vorteile. Abgesehen davon, daß ihnen die Konkurrenz nicht so leicht in die Karten gucken kann, halten sie damit auch die Landschaftspfleger und Denkmalschützer bei Laune. Und natürlich werden
auch die aufkeimenden Elektrosmog-Ängste nicht weiter geschürt, wenn ein Großteil der bislang 2500 Sendemasten je D-Netz im Verborgenen funkt.

Virtuos bauen die Hochfrequenztechniker inzwischen für jede Topographie und Umgebung ein maßgeschneidertes Gehäuse. Manche Tarnung ist so perfekt, daß ihre Urheber sie sogar voller
Stolz vorzeigen. So ist auf Schloß Berlepsch im Werratal die D2-Antenne im Fahnenmast des Schloßturms integriert. Und auch auf dem Dach des berühmten Bier-Klosters Andechs sieht der Laie nur einen unscheinbaren Blitzableiter. In Wirklichkeit handelt es sich dabei um eine Rundstrahleranlage von Mannesmann Mobilfunk, die Autofahrer im Ammerseegebiet und natürlich
Yuppies im Klosterbiergarten mit dem D2-Netz verbindet. Das historische Sakralbauwerk – von den Ausbreitungsbedingungen her ein idealer Standort – wurde nicht verschandelt: Das Kabel der Antenne, die im Ernstfall auch Blitze ableitet, führt hinter einer altmodischen Kupfer-Verblendung
hinunter zur Terrasse, wo der Umsetzer versteckt ist.

Denkmalpfleger arbeiten vielerorts aktiv mit den Mobilfunk-Ingenieuren zusammen – bis hin zur Komplizenschaft bei der Vorspiegelung falscher architektonischer Tatsachen. So wurde etwa im Schwarzwald neben einen alten, geschützten Bauernhof eine kleine Nebenhütte gebaut, die stilistisch perfekt zum Haupthaus paßt: das Quartier für eine D-Netz-Basisstation. In einem anderen Fall ließ die DeTeMobil aus optischen Gründen zusätzlich zur Antenne mehrere Attrappen installieren, um das Erscheinungsbild des Hauses zu wahren. Derart kostenträchtige Lösungen versuchen die Betreiber freilich zu vermeiden, wo es geht. Als billige Befestigungspunkte sehr beliebt sind deshalb Hochhausdächer, Kirchturmspitzen und mächtige Futtersilos.

Obwohl die Mobilfunkwellen von D 1 und D2 mittlerweile fast jeden Punkt der Bundesrepublik erreichen, werden in den nächsten Jahren mehrere tausend Sendeantennen montiert. Aufmerksame Bürger können derzeit in Berlin und Leipzig Montagetrupps beobachten, die den Start des neuen Mobilfunknetzes E-Plus vorbereiten. Währenddessen schließen DeTeMobil und Mannesmann Mobilfunk die letzten Versorgungslücken oder passen sich in allen Ballungszentren mit dem Bau von Kleinstzellennetzen an die schnell steigenden Teilnehmerzahlen an – vor allem mit unauffälligen Flachantennen à la „Ritter Sport“, die jeweils einen Sektor von 60 bis 120 Grad abdecken.

Den Verdacht, daß das Senderversteckspiel etwas mit dem wachsenden Widerstand gegen Elektromagnetische Umweltverschmutzung (EMUV) zu tun haben könnte, weisen die Erbauer der
Netze weit von sich. „Unsere Stationen in der Stadt haben nicht wesentlich mehr Sendeleistung als ein Handy“, kontert Roland Werb von der Münchner DeTeMobil-Filiale. Ein dichteres Netz verringere sogar die Belastung der Anwohner. Denn die kleinsten Funkzellen werden mit nur zwei Watt gefahren, größere dagegen benötigen 10 bis maximal 50 Watt.

Die Angst vor den unsichtbaren Strahlen erfaßte im vergangenen Jahr sogar den CDU-Generalsekretär Peter Hintze. Er wollte im Konrad-Adenauer-Haus partout keinen D2-Sender über dem Kopf haben. Inzwischen gab er den Widerstand gegen die gut sichtbare Anlage auf. Er ließ sich überzeugen, daß er direkt unter der seitlich abstrahlenden Antenne sogar am wenigsten abbekommt.
Ulf J. Froitzheim

Dezente Zwitter

Understatement ist in, auffällige Mobiltelefone sind out. Jetzt geht die Miniaturisierung in die zweite Runde: Wer als D-Netz-Kunde nicht auffallen will, kann jetzt auch seine Autoantenne verstecken und das leidige Loch in der Karosserie einsparen.

Hersteller wie die Kathrein-Werke AG in Hildesheim, die Richard Hirschmann GmbH in Esslingen und die Fuba Hans Kolbe & Co. in Hildesheim bieten Frequenzweichen an, die es erlauben, über eine einzige Antenne zu telefonieren und Radiosender zu empfangen. Diese dezente Lösung spart unter dem Strich allerdings kein Geld, denn die Weichen sind noch nicht billig. Auch raten manche Fachhändler mit dem Argument davon ab, der Rundfunkempfang sei nicht optimal. Dennoch könnte sich die neue Technik auszahlen. Denn inzwischen werden immer mehr Telefone aus Autos geklaut. So hat die Allgon GmbH in Brackel regelrechte Tarnantennen im Sortiment – die Ausführung für den Golf GTI sieht der ganz normalen Radioantenne des Sechzehnventilers zum Verwechseln ähnlich, ist aber mit einer Weiche und einem Verstärker ausgerüstet.

Käufer von Neuwagen können die Bescheidenheit künftig sogar auf die Spitze treiben. Denn die neuesten Entwicklungen verschwinden komplett in der Karosserie. Vorbild ist das Diversity-Konzept, das etwa BMW seit einigen Jahren für den UKW-Empfang nutzt: Mehrere Antennen werden dabei in Stoßstangen, Rückspiegeln und Heckscheiben eingelassen. Sensoren überprüfen im Millisekundentakt, welche von ihnen gerade den besten Empfang hat, und schalten blitzschnell um.

Der Hersteller Fuba Hans Kolbe nutzt diese Erfahrung jetzt für neuartige Mobilfunk-Scheibenantennen, die der Laie für eine Heckscheibenheizung hält. Die Neuheit, die in zwei bis drei Jahren in Serie gehen soll, hat einen zusätzlichen Vorteil: Die Strahlung geht ausschließlich nach außen. Die Fahrerzelle bleibt frei von elektromagnetischen Feldern.  ujf

Blaue Butter bringt Bayern beste Preise

Folgenden Text schrieb ich 1994 – lange vor dem Verkauf des volkseigenen Milchbetriebs an Theo Müller – gemeinsam mit meiner Frau Angela, die ein paar Jahre zuvor in Weihenstephan ihr Diplom in Ökotrophologie abgelegt hatte, für die w&v werben & verkaufen:

Der bayerischen Staatsmolkerei Weihenstephan wird es im Süden zu eng. Mit einer neuer Firmenstruktur, einer erweiterten Produktpalette und professionellem Marketing will sie 1996 in ganz Deutschland die Nummer 1 unter den Premiummarken sein.*

BlauesWunderBayern, die auf dem Stuttgarter Hauptbahnhof den ICE aus München verlassen, fühlen sich fast wie zu Hause. Pink leuchten ihnen von einer königsblauen Plakatwand zwei riesige Himbeeren entgegen – „der einzige Zusatz in unserem Quark“. Mit dieser bis zur Unwahrheit vereinfachten Aussage (die Zutaten Zucker und Joghurt werden verschwiegen) wirbt die Staatliche Molkerei Weihenstephan aus Freising jetzt überregional für ihr neues Leadprodukt.

Die Beeren sind die ersten Früchte einer Arbeit, für die der bayerische Staatsbetrieb im vorigen Jahr erfahrene Markenprofis engagiert hat. Zum 1. Juli kam Paul Ritter „Blaue Butter bringt Bayern beste Preise“ weiterlesen