Der texanische Unternehmer Michael Dell leidet auf hohem Niveau. Obwohl niemand mehr PC online verkauft als er, sauste der Aktienkurs in den Keller.
Markige Sprüche gehören nicht zu den Kernkompetenzen des Michael S. Dell. Der 35-jährige PC-Fabrikant hatte sie auch nicht nötig. Und dann das: Bei einem Vortrag in Madrid machte der notorische Biedermann plötzlich seine eigene Kundschaft von der Seite an. „Wann werden Europas Unternehmen sich wirklich auf Technologie einlassen?“, maulte der Amerikaner, als habe er es hier bloß mit tumben Hinterwäldlern zu tun. Sicherheitshalber belehrte Dell seine Gastgeber noch, „Technologie“ (also Computer) sei der „essenzielle Bestandteil des modernen kapitalistischen Systems“.
Die Standpauke war unschwer als Ablenkungsmanöver zu durchschauen: Die Verkaufszahlen des Vorzeigeuntemehmens Dell Computer Corp haben im Jahr 2000 einiges von ihrem märchenhaften Glanz eingebüßt. „Porträt: Der PC-Baron“ weiterlesen





