SZ-Redakteur vergrößert Sony-Schaden

Wirtschaftsjournalisten sollten Taschenrechner und Excel-Tabellen beherrschen. Das allein genügt aber nicht. Sie sollten auch wissen, wann man welche Daten wie eintippt. Bei Sony haben Hacker Daten von 77 Millionen Kunden erbeutet. Ein IT-Sicherheitsexperte mit dem schönen Namen Larry Ponemon hatte kürzlich in anderem Zusammenhang gesagt, der durchschnittliche Schaden pro kompromittierten Nutzer-Account betrage 318 Dollar (also 220 Euro). In der SZ wendet der Redakteur daher einfach eine Grundrechenart an, die Plutimikation:

„Im schlimmsten Fall wären das fast 17 Milliarden Euro.“

Aus dem Seite-1-Beitrag über den Datendiebstahl bei Sony

Dieser schlimmste Fall ist schon deshalb ausgeschlossen, weil die Datenräuber logistisch gar nicht in der Lage wären, in der ihnen zur Verfügung stehenden Take-the-money-and-run-Phase auch nur annähernd eine solche Anzahl von Konten zu plündern. Im übrigen könnten es auch nur 20 Dollar statt 220 Euro sein. „SZ-Redakteur vergrößert Sony-Schaden“ weiterlesen

Kriminelle Wirtschaft

Das Wort „Wegwerfgesellschaft“ klingt noch viel verstörender, wenn man diesen Film gesehen hat. Qualität ist manchen Unternehmen nicht einfach nur egal. Zum Teil wird die Lebensdauer künstlich reduziert, damit die Verbraucher öfter nachkaufen müssen.

Nur schaue ich nicht regelmäßig Arte, darf mich also nicht beschweren. Aber die Sendezeit ist doch ein Hammer:

Kaufen für die Müllhalde
Donnerstag 24. Februar 2011 um 03.25 Uhr
Keine Wiederholungen
(Frankreich, 2010, 75mn)
ARTE F

Süddeutsche Seitenschinder

Noch mal zu der opulenten Licht-Doppelseite im Wirtschaftsteil, die die SZ heute auf der Titelseite ankündigt:

Es ist schon erstaunlich, mit wie wenig Substanz eine Qualitätszeitung heute ihre Seiten füllt:

Über fünf Spalten hinweg macht sich eine Regenbogengrafik breit, deutlich größer als ein DIN-A4-Blatt, angeblich ein Foto des bekannten Lichtbildners mit dem Künstlernamen Ohne Honorar, erkennbar an dessen Kürzel „oh“.

Drei Aufmacher-Spalten trägt ein Feuilleton-Kollege bei. Sein Text gehört eigentlich ins Genre „Entertainment für Bildungsbürger“, war also wohl ursprünglich für die Wochenend-Beilage gedacht und ist auf wundersame Weise in der Wirtschaft gelandet. „Süddeutsche Seitenschinder“ weiterlesen

Nahezu nix

Und? Welche Patrone tausche ich jetzt aus?

Probieren wir’s mal mit der farbigen. Die alte hatte zwar bis zum letzten Zentimeter des letzten Blattes wunderbar funktioniert, aber der Drucker mag sie nicht mehr. Resultat des Austauschs: Jetzt fehlt das Gelb, die Rottöne kommen streifig. Also Druckköpfe reinigen (die waren vorher gar nicht verstopft). Neues Resultat: Gelb fast wieder da, dafür kein Magenta mehr. Nach erneutem Düsendurchpusten ist der Testausdruck sauber, die ausgedruckten Bilder sind wieder gestreift, ein paar Cyan-Düsen scheinen dicht zu sein. Und als es nach dem vierten Reinigungslauf klappt, nähert sich die Füllstandsanzeige schon wieder dem Bild, das oben zu sehen ist. So was nennt man Hightech. 🙁

Doitch for beginners

Yes, ich will

Do you want close to Stellar Phoenix Macintosh? Äh, to close.