Gemessen an der langen Geschichte des Terminus „Raubkopie“ ist erstaunlich, dass die Raubkopierer… Entschuldigung! …die mutmaßlichen Anfertiger illegaler Kopien sich erst neuerdings über den Begriff „Raubkopierer“ echauffieren. Und dass sie sogar Unterstützung von Rechtsanwälten erhalten.
Der Neologismus „Raubkopie“ kam vor über 20 Jahren auf, als Ableitung vom Raubdruck. 1988 gründeten Microsoft und andere Softwarehäuser die Business Software Alliance (BSA) als Lobbyorganisation. Sie ging gegen Leute vor, die Disketten mit Software vervielfältigten. Das war ein neues Phänomen; es gab damals allerdings schon Begriffe wie „Tonträger- und Videopiraterie“.
Lange hielten die „Räuber“ die Füße still. Die damaligen Täter waren allerdings oft Firmen, die nur eine Lizenz kauften und das Programm dann auf mehreren Rechnern installierten. Oder Mitarbeiter dieser Firmen, die sich die Disketten ausliehen und zu Hause auf den PC kopierten. Sie wussten, dass das strafbar ist, und waren einfach nur froh, wenn sie keiner erwischt. „Wozu Urheberrecht? (4) – Gibt es Raubkopierer?“ weiterlesen


