„Dies ist die Sprachbox von 0228 37 66 31. Bitte sprechen Sie nach dem Signalton.“
Ansage auf der Nummer des „BPjM Service-Telefons“, also der Hotline der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien, während der Kernarbeitszeit dieser Behörde (Freitag, 12:25 Uhr).
Der Zynismus der modernen Ausbeuter kennt keine Schamgrenzen. Die neueste Dreistigkeit kommt aus Frankreich (bzw. Luxemburg) und nennt sich „Wikio Experts“. Der Ableger der Firma Wikio baut eigenen Content auf und sucht gerade Dumme, die für Honorärchen schreiben, für die sich selbst die für ihre Sparsamkeit bekannte Verlegerfamilie des Straubinger Tagblatts in Grund und Boden genieren würde.
Schade, dass Manfred Bissinger in seiner aktiven Zeit keine Zeit hatte, über die Dinge nachzudenken, von denen er heute schreibt:
„Und noch etwas dämmerte den Managern zu spät: Dass das Internet ein genialer Marktplatz sein könnte, genialer als alle Rubriken es in ihren Objekten je waren. Warum ist Ebay keinem Verlag eingefallen?“
Manfred Bissinger 2011
Ja, warum eigentlich nicht? Chefredakteure wie Bissinger (dessen Gehalt freilich nicht an Rubrikanzeigen hing) hätten ihre Arbeitgeber vielleicht warnen können – wenn sie denn selbst eine Ahnung gehabt und die 21.-Jahrhundert-Zukunftsstories ihrer Mitarbeiter nicht als Science-fiction abgetan hätten. Eigentlich hätten die Verlagshierarchen aber auch nur die Print-Fachmedien für die IT- oder die Werbebranche zu lesen brauchen. Ohne schlaumeiern zu wollen: Für meine Kollegen bei diesen Magazinen (auch für mich) waren diese Entwicklungen schon im vorigen Jahrhundert ein Thema. Aber den Zeitungsverlegern ging es so gut, dass sie davon nichts wissen wollten. „Bisschen spät, Herr Bissinger!“ weiterlesen
Erkenntnis auf http://tagwerkblog.net/2011/01/12/muss-buchhaltung-spas-machen/
Ja, stimmt: Buchhaltung nervt. Freiberufler haben keinen Spaß am Erbsenzählen, müssen aber ihre Projekte und Reisen abrechnen und dem Finanzamt Rechenschaft ablegen.
Dafür gibt es Software, und zwar – aus Sicht eines Nicht-Buchhalters – hundsmiserable, halbwegs erträgliche und einigermaßen brauchbare, die aber nicht billig ist.
Es wäre also toll, wenn jemand eine nervenschonende Alternative entwickeln würde. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) glaubt, dass das Hamburger Startup „Tagwerk“ das geschafft hat – und verlieh dem Gründertrio für dessen „Idee einer Onlineplattform für projektbezogene Buchhaltung für Freelancer“ jetzt einen mit 6000 Euro dotierten Preis, den „Gründerpreis IKT Innovativ“.
Brüderle, komm tanz mit mir!
Was daran so toll sein soll, erfährt aber nur, wer sich als Betatester registriert. Vorher mal reinschauen, wie die Software aufgebaut ist? Nada. Niente. Wer seine Kontaktdaten nicht rüberwachsen lässt, bekommt nur ein kindisches Youtube-Werbefilmchen mit der Biene „Kaja Kann“ zu sehen, nach dessen Betrachtung man kein Jota schlauer ist. „Biene Kaja und die Buchhaltung“ weiterlesen
Ja, ich habe mich mal bei Groupon registriert, diesem Online-Laden für Schnäppchenjäger, über den jetzt alle schreiben, weil er so furchtbar wertvoll sein soll. Natürlich habe das nicht getan, weil ich meine, mich mit anderen Schnäppchenjägern sozialvernetzen zu müssen, sondern weil ich über die digitale Wirtschaft schreibe…
Groupon-Deal des Tages am 15. Januar 2011
…und daher vieles teste, auch wenn ich es nicht überzeugend oder das Geschäftsmodell nicht plausibel finde.
Ich war jedenfalls froh, als ich mich wieder abmelden konnte vom Verteiler dieser konsumterroristischen Pseudo-Verbrauchervereinigung. Nichts, aber rein gar nichts von den Produkten oder Dienstleistungen, die mir in gnadenlosem Stakkato mit angeblich höchster Dringlichkeit (verpasse bloß nie wieder was!) ins ePostfach geballert wurden, hatte meine Aufmerksamkeit verdient. So gab es natürlich kein iPad mit 50 Prozent Gruppenrabatt, „Groupon & die New-Economy-Blase 2.0“ weiterlesen
Willkommen in meiner Wortpresse. Ich muss Sie gemäß Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) warnen – nicht vor mir, sondern vor allem vor Google (s.u.), aber auch vor zwei Kleinigkeiten. Zuerst zu diesen: Ich setze auf diesen Seiten zwei Software-Komponenten (Wordpress-Plugins) ein, die Cookies setzen. Das eine kommt witzigerweise just von dem Plugin, das Sie gerade sehen, weil es Sie über Cookies informiert. Dieses Cookie dokumentiert die Tatsache, dass Sie den Cookie-Hinweis angezeigt bekommen haben; es hat eine Lebensdauer von nur einer Stunde, weniger kann ich nicht einstellen.
Diesen Aufwand muss ich aufgrund der DSGVO leider treiben, denn ich setze harmlose Session-Cookies ein, die es der Verwertungsgesesellschaft Wort erlauben, die Zugriffe auf Texte zu zählen; wenn genügend unterschiedliche Personen dieselbe Seite lesen, bekomme ich von der VG Wort Tantiemen. Das macht mich nicht reich, aber warum sollte ich auf Geld verzichten, das mir von Gesetz wegen zusteht?
Und was passiert da genau? Also: Session-Cookies sind kleine Informationseinheiten, die vollautomatisch im Arbeitsspeicher Ihres Computers abgelegt werden. Sie enthalten eine zufällig erzeugte eindeutige Identifikationsnummer, eine sogenannte Session-ID. Wie alle Cookies enthalten sie Angaben zu ihrer Herkunft und Speicherfrist. Session-Cookies können keine anderen Daten speichern.
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Das größere Problem sind Google und Wordpress, also das Redaktionssystem für Blogs, mit dem ich diese Seiten baue. Entgegen einigen Veröffentlichungen holt sich Wordpress immer noch Schriften ("Fonts") von Google, und höchstwahrscheinlich landen deshalb immer noch IP-Adressen von Besuchern bei Google.
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