Sind wir ferngesteuert?

Die Energieprobleme der Menschheit sind gelöst. Alles, was wir brauchen, sind Nickel und ein bisschen Hokuspokus.

Ach, vielleicht sollte ich mich nicht so oft im Internet herumtreiben. Da kommentiere ich arglos irgendeine Äußerung irgendeines Bekannten bei Google+, prompt knallt mir ein anderer Bekannter meines Bekannten den Satz vor den Latz: „Dann glaubst Du wohl auch, dass Lee Harvey Oswald John F. Kennedy erschossen hat?“ Tja, gut geraten, Mann! Bis heute habe ich noch keine überzeugendere Theorie zu Kennedys Tod gelesen.

Jetzt bin ich bei dem Bekanntenbekannten natürlich untendurch. Er hatte es schon nicht fassen können, dass ich ernst haft davon ausgehe, dass am 11. September 2001 eine von Al-Qaida entführte Boeing ins Pentagon geflogen ist. Dummerweise glaube ich auch ganz fest an die Mondlandung, aber nicht an die Vergiftung der Menschheit durch als Kondensstreifen getarnte „Chemtrails“. Zudem kann ich mir einfach nicht vorstellen, dass die Antennen des High-Frequency Active Auroral Research Program (HAARP) der Amerikaner eine Apparatur zur Gedankensteuerung durch eine geheime Weltregierung sind, „Sind wir ferngesteuert?“ weiterlesen

DRINGENDE BEDÜRFNISSE

Nicht alles, was Erfindern einfällt, hat der Menschheit wirklich noch gefehlt.

Kaiser Vespasianus Augustus, dem Erfinder des Bezahl-Klos, hätte die „Ideen-Erfindungen-Neuheiten-Ausstellung“ (IENA) bestimmt gefallen. Auf der Nürnberger Messe waren nämlich etliche Versuche zu besichtigen, rund um jenes Örtchen Geschäfte zu machen. „Hab ich’s nicht gesagt?“, hätte der alte Römer triumphiert, „sie stinken nicht, die Sesterzen.“

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WAS WÜRDE EINSTEIN SAGEN?

Kein Zweifel, die Zukunft ist da – und lässt Wissenschaftler wie Science-Fiction-Autoren alt aussehen. Relativ.

In dem Oldie, der aus dem Lautsprecher drang, kam das Jahr 2010 vor, als Synonym für eine Zeit, in der die Sängerin alt und grau sein würde. Mein Smartphone hätte mir den längst vergessenen Titel und seine Interpretin sicher verraten, aber ich saß im Funkloch. Und fühlte mich alt und grau. Wie soll man sich auch sonst fühlen, wenn unabweisbar wird, dass wir nun in jener besungenen Zukunft leben, die aber so was von anders aussieht, als wir sie uns als junge Menschen ausgemalt haben?

Nehmen wir die Lichtgeschwindigkeit. Die war in meiner Jugend der Inbegriff von Wissenschaft, technischem Fortschritt, dem Griff nach den Sternen. Wir kannten die Formel E=mc2, konnten aber trotz Physik-Leistungskurs unseren Eltern nicht erklären, wie man denn bitte schön eine Geschwindigkeit mit sich selbst multiplizieren könne. „WAS WÜRDE EINSTEIN SAGEN?“ weiterlesen

ROLLATOR ROYCE

AN ALLES, WAS RÄDER HAT, KANN MAN AUCH EINEN ELEKTROMOTOR SCHRAUBEN. SCHÖNE AUSSICHTEN!

Aus Schweden importieren wir – neben Bullerbüchern und Düsterkrimis – traditionell zwei Kulturgüter: Erstens nicht ganz billige, aber unverwüstliche Kraftfahrzeuge, zweitens preisgünstige, mit etwas heimwerklichem Ungeschick durchaus verwüstliche Möbelbausätze, die sich ganz gut in den gigantischen Kofferräumen der Ersteren verstauen lassen. Petter Forsberg, Absolvent des Mechatronik-Masterstudiengangs an der Universität Göteborg, schickt sich nun an, die Traditionen der westschwedischen Autostadt ganz neu zu interpretieren und zu entschlacken. Seine Kreation ist ein noch etwas verwüstlich wirkender Bausatz für ein minimalistisches, aber dafür äußerst umweltfreundliches und billiges Kraftfahrzeug. „ROLLATOR ROYCE“ weiterlesen

DIE AROMAFALLE

Die Ehre des Schweißfußes ist gerettet: Mit Stinkesocken kann man Malaria-Mücken fangen.

Es gibt Bilder von mir, auf denen ich ich genauso aussehe, wie deutsche Style-Gurus beiderlei Geschlechts es deutschen Touristen seit gefühlten 300 Jahren vorwerfen. Ich trage gern Sandalen, und solange unsere bayerischen Sommer so sind, wie sie nun mal sind, geht das selten ohne Socken. Ist das bei diesem Mischmaschwetter nicht ein besserer Kompromiss als nackte Schweißfüße in luft- und wasserdichten Wanderschuhen? Na, sehen Sie.

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