Warum es Zeit war, dass die Polizei Rolf Kron auf die Bude rückt

Titelanmaßung durch Teilen eines Facebook-Beitrags: Rolf Kron ist kein Dr. Kron.

Der Kauferinger Privatarzt und Homöopath Rolf Kron ist nicht nur als verbiesterter Impfgegner sowie Drahtzieher und verhaltensauffälliger Teilnehmer höchst fragwürdiger Demonstrationen bekannt, sondern auch als jemand, der sich wiederholt damit brüstete, Tausenden von Menschen attestiert zu haben, sie vertrügen keinen Mund-Nasen-Schutz. Deshalb stand seit längerer Zeit der Verdacht im Raum, Kron verstoße in großem Stil gegen § 278 StGB, der das Ausstellen unrichtiger Gesundheitszeugnisse unter Strafe stellt. Bei einer Verurteilung droht dem Täter eine Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren, die bei einem nicht Vorbestraften gewöhnlich zur Bewährung ausgesetzt wird, oder eine Geldstrafe. Härter wäre der damit gut begründbare Entzug der Approbation, also ein Berufsverbot. Dieses Risiko ist Kron wissentlich eingegangen, wohl weil der Paragraf Interpretationsspielraum hinsichtlich der Frage lässt, in welchen Fällen ein Gefälligkeitsattest als Gesundheitszeugnis im Sinne des Gesetzes zu betrachten ist. Anders gesagt: Das Gesetz bietet Lücken, durch die Kron meinte schlüpfen zu können.

Gestern berichtete nun der Kreisbote Landsberg, die Kripo Fürstenfeldbruck habe Räume von Krons Anwesen in der Leonhardistraße in Kaufering durchsucht*. Da offensichtlich noch immer viele Menschen im Landkreis Landsberg wenig über die Aktivitäten dieses Herrn wissen, habe ich meine Blogbeiträge, die sich mit ihm, seinen Fans oder seinem Pseudo-Verein Levana befassen, hier zusammengefasst.

5. November 2020

Einkaufen in covidiotischen Zeiten

Es gibt Menschen, die so satt und selbstgefällig in ihrer gemeingefährlichen Dummheit ruhen, dass sie eine Lektion brauchen, die sie nicht so schnell vergessen. Solche Mitbürger findet man derzeit besonders unter den Maskenhypochondern. Zuerst finden sie es schick, so zu tun, als würden sie einen Mund-Nasen-Schutz nicht vertragen, und dann wickeln sie sich in ihre …

2. September 2020

Kron löscht nach Rabenvater-Shitstorm Hunderte Facebook-Kommentare

Sein ideologischer Kampf gegen Impfungen führt den Kauferinger Homöopathen Rolf Kron immer tiefer ins Milieu der Reichsflaggen schwenkenden Sektierer und Verschwörungsmystiker. Bei der jüngsten Demo in Berlin provozierte er vor laufender Kamera des russischen Staatsfernsehens RT mehrfach einen Polizisten – und trug dabei seinen kleinen Sohn auf den Schultern. Dass das verängstigte Kind in Tränen ausbrach, störte …

4. Juni 2020

Krons unwürdiges Desimpformations-Theater

Nach dem Vierfach-Flop vom Pfingstsamstag könnte man sich theoretisch entspannt zurücklehnen. Braune Hooligans waren bei der dezentralen Ersatzveranstaltung für die abgesagte Kundgebung der 888 Impfgegner nicht zu sehen. Das Bedrohlichste an den wenigen erschienenen Maskenverweigerern war, dass man fürchten muss, dass sie sich bei Gleichgesinnten anstecken und den Virus weitertragen. Dennoch sollte niemand einfach zur …

Was läuft hinter den Kulissen von Levana?

Vier Versammlungen zur gleichen Zeit in einem Umkreis von einem Kilometer – und keinen interessiert’s. Das ist die Bilanz des gescheiterten Versuchs des Kauferinger Anti-Impf-Ideologen Rolf Kron und seiner Getreuen, in Landsberg groß herauszukommen. Dennoch wirft die Art, wie der Mann mit seinem Nichtverein Levana das Demonstrationsrecht überstrapaziert, Fragen auf, die öffentlich diskutiert werden müssen. …

Halbwahrheiten und Lügen, Levana-Style

Auf einem Handzettel im typischen knalligen Impfgegner-Orange verteilen die Levana-Helfer 15 „Gründe, die gegen eine Masern-Impfpflicht sprechen“. Diese gilt nicht generell, sondern betrifft nur Schulen, Kindergärten und Betreuungseinrichtungen. Darüber, ob das in dieser Form sein muss, kann man diskutieren, denn Verweigerern droht ein Bußgeld von 2500 Euro. Tatsache ist aber, dass diese Pflicht nie auf …

30. Mai 2020

Auf geht`s zur Wahnmache

Die anstrengenden Mitbürger aus dem Dunstkreis um Rolf Kron machen auch nach der Absage ihrer obskuren 888-Teilnehmer-Demo auf der Waitzinger Wiese in Landsberg weiter. Nachdem die als Anmelderin in Erscheinung getretene Tanja Heinrich aus Schwabmünchen die mittelgroße Veranstaltung gecancelt hatte, meldeten drei andere Personen kleine Versammlungen für heute an. Auf dem Hauptplatz fragt laut Veröffentlichung …

5. April 2020

Kron und Lumira: Zwei Kauferinger setzen Menschenleben aufs Spiel

Als ein Ex-Kollege aus Münchner Zeiten jüngst beim Gassigehen die Tanke passierte, musste er einem illegal versammelten Rudel junger Männer ausweichen, die blitzblanke schwäbische Sechszylinder fuhren und vermutlich mit Friseurinnen liiert sowie der irrigen Ansicht waren, Bayerns Ausgangsbeschränkungen gälten nur für weicheierige Almans. Doch nicht sie sind es, die mir Sorgen machen. Sie sind für …

25. Januar 2020

Impfgegner-Framing: „Freiwillig“ ist das neue Nein

Heute (25.1.2020) tun wieder orangegekleidete Menschen das Ihre dafür, Landsberg unsicher zu machen. Genauer gesagt: Sie würden die schöne alte Kreisstadt gerne „impffrei“ machen. Unter diesem Slogan schüren sie auf Facebook und eigenen Websites Angst vor Impfungen aller Art – wobei sie vordergründig so tun, als gehe es ihnen um die Freiwilligkeit bei Impfentscheidungen und …

22. Oktober 2019

„Impformation“ mit alternativen „Fakten“

Junge Eltern sind verunsichert. Wer kleine Kinder hat, kann den Warnungen gar nicht entgehen – nicht etwa Warnungen vor gefährlichen, als „Kinderkrankheiten“ verharmlosten Seuchen wie Masern, sondern Warnungen vor Impfungen. Die selbsternannten Vorkämpfer einer Volksgesundheit ohne Impfstoff schüren Ängste unter dem Deckmäntelchen angeblicher Aufklärung, in ihrem Jargon auch Impformation genannt. Dabei schrecken sie nicht vor nachweislich falschen …

* Um Missverständnissen und Gerüchten vorzubeugen: Bei der Razzia war keine Presse anwesend. Es gab also keine Tipps im Vorfeld an Journalisten. Das Foto ist ein Symbolbild, aufgenommen spätestens im Mai 2020, vermutlich in Wiblingen bei Ulm.

Neu: Meine brandeins-Serie kostenlos als E-Book

Hier geht’s zum kostenlosen Download meiner sechsteiligen brandeins-Serie „Der neue grüne Deal“ über den Weg zu einer klimaneutralen Wirtschaft (als E-Book, gesponsored von der KfW). Die minimalistische Gestaltung erinnert interessanterweise an mein eigenes Logo (unten links eingeblendet).

 

Die Köch*innen und der Gender-Schluckauf

Im öffentlich-rechtlichen Rundfunk bemühen sich immer mehr Kolleg*innen, also Kolleginnen und Kollegen, das geschlechtsverwischende Binnensternchen akustisch umzusetzen. Ich muss sagen: Ich bin froher denn je, dass ich nicht beim Radio oder beim Fernsehen arbeite. Aber da mein einstiger Kollege Joachim Herbert das Resultat dieser Herausforderung so schön mit der Wortschöpfung „Gender-Schluckauf“ umschrieben hat, fühle ich mich bemüßigt, ein paar Takte über die praktischen Schwierigkeiten dieser akustischen Innovation zu intonieren.

Damit kein Missverständnis aufkommt: Die Absicht hinter dem Mit-Schluckauf-Sprechen ist gut. Ja, es ist wirklich gut gemeint. Aber wenn ich nur ganz kurz darüber nachdenke, schaltet mein Gehirn auf Englisch um und flüstert mir, dass students, teachers, butchers, bakers, doctors and nurses nur in einer Form existieren, der man das Geschlecht der Person nicht ansieht. Ob die im Berufs- oder Funktionsbezeichung die im Deutschen als generisches Maskulinum geltende Endung „er“ trägt oder nicht, spielt dabei keine Rolle. In den USA sind sogar Vornamen weit verbreitet, deren Besitzer nicht grundlos „she/her“ beziehungsweise „he/him“ in ihr Twitterprofil schreiben. In manchen Texten der New York Times lese ich einen ganzen Absatz, bis the author (tja, da geht es schon los: welcher bestimmte Artikel ist in unserer Sprache denn bitte genderneutral?) endlich das Geheimnis lüftet, ob ich mir nun eine Frau oder einen Mann vorstellen sollte.

Wer jetzt fragt: „Was geht Dich das an? Wir sind alle Menschen, das ist doch egal“, dem sage ich: Ja, ich will mir das vorstellen können. „Die Köch*innen und der Gender-Schluckauf“ weiterlesen

Einkaufen in covidiotischen Zeiten

Es gibt Menschen, die so satt und selbstgefällig in ihrer gemeingefährlichen Dummheit ruhen, dass sie eine Lektion brauchen, die sie nicht so schnell vergessen. Solche Mitbürger findet man derzeit besonders unter den Maskenhypochondern. Zuerst finden sie es schick, so zu tun, als würden sie einen Mund-Nasen-Schutz nicht vertragen, und dann wickeln sie sich in ihre Opferrolle so straff ein, dass sie vor lauter geistiger Enge selbst glauben, was sie sagen.

Halloween bei Netto in Kaufering: Diesem Iglinger war es ein gepfeffertes Bußgeld wert, die Nerven des Angestellten des Supermarkts zu strapazieren.

Die Maultäschle-Phobiker erinnern mich an jene Typen, die sich mit einer gefühlten Gluten-Angst in Szene setzen und einem Zöliakie-Patienten das letzte weizenklebereiweißfreie Spezialbrot vor der Nase wegkaufen. Sie beginnen schon zu hyperventilieren, wenn sie nur daran denken, sich einen „Maulkorb“ umbinden zu sollen. (Man würde sie gerne bitten, mal einen Hund zu fragen, wie sich ein echter Maulkorb anfühlt, aber leider ist nie ein Dr. Doolittle zur Stelle, wenn man ihn als Dolmetscher braucht.)

Deshalb pilgern sie gerne zu Kundgebungen von Quackdenkern und Quersalbern, auf denen ihnen ein möglichst „praktizierender Arzt“ (wenn er sich als „Arzt für Aufklärung“ vorstellt, darf er aber gerne auch Serienunternehmer mit Liquidationshintergrund sein) einen halben Pschyrembel voller Gesundheitsschäden herunterbetet, die ein Maskenträger riskiert. Der bei solchen Events rezitierte Krankheitskatalog unterscheidet sich nur unmaßgeblich von jenem, mit dem vergleichbare medizinische Koniferen* auf dem Höhepunkt der Mobilfunkmastenpanik vor 20 Jahren Elektrosmog-Panik schürten.

Barnäsige Cyberchonder 

Besonders gerne lassen sich diese armen Leute kirre machen mit Gefahren, denen maskierte Schulkinder angeblich ausgeliefert sind. Die von Demo zu Demo tingelnden Vortragskünstler, um so hässliche Wörter wie „Berufsdemonstranten“ oder gar „Rattenfänger“ zu vermeiden, sind sehr routiniert darin, Horrormärchen von toten und beinahe gestorbenen Kindern zu erzählen. „Einkaufen in covidiotischen Zeiten“ weiterlesen

Bhakdi bei Kopp, Schwarze Listen und das Impfchippen 1.0 von 2009

Wer dachte, der Irrsinn müsse so langsam mal seinen Zenith überschritten haben, dürfte sich getäuscht haben. Deshalb heute zwar nur drei kurze Kapitelchen, aber die haben es in sich:

1. Der frühere Journalist und heutige Fulltime-Truther – also Multiplikator abstrusester Gerüchte – Gerhard Wisnewski weist seine viel zu vielen Telegram-Follower auf einen „Kongress“ des Weltuntergangs-Fachverlags Kopp hin. Als „Experten“ bieten die Veranstalter zwei Mitglieder des Vereins MWGFD auf, und zwar den Vorsitzenden Sucharit Bhakdi und den Consultingunternehmer Stefan Hockertz (erwähnte ich schon, liebe Impfgegner, dass die Klientel seiner Unternehmensberaterei die böse Pharma-Mafia ist?). Mit von der Partie sind auch der „bürgerliche Revolutionär“ Markus Krall, seines Zeichen leitend angestellter Edelmetallverkäufer (Degussa) und AfD-naher Sympathisant der Idee, Beziehern von Sozialleistungen das Wahlrecht abzuerkennen, das börsianische Fernsehgesicht Dirk Müller sowie die Konspiratologen und früheren Politiker Andreas von Bülow und Willy Wimmer.

2. Auf Twitter treibt ein Mensch sein Unwesen, der sich „Rational Authority“ nennt, die Handle „kinderpsych“ verwendet und sich als Ärztin ausgibt, die Mitglied im CHD sei, dem amerikanischen Verein des auf Abwege geratenen Präsidentenneffen und demagogischen Impfhassers Robert F. Kennedy jr. „Bhakdi bei Kopp, Schwarze Listen und das Impfchippen 1.0 von 2009“ weiterlesen