DJV-Verbandstag 2009 geschrödert

Der allseits für seine investigativen Recherchen aus dem Umfeld der berlinischen und mehr oder weniger brandenburgischen Journalistenverbände sowie für seine Bescheidenheit geschätzte Kollege Burkhard „Burks“ Schröder ließ sich gestern über das jüngste Urteil in der murmeltierhaft sich fortsetzenden Rechtsstreitskaskade zwischen dem DJV-Bundesverband und dem von Berlin-Wilmersdorf aus verwalteten DJV-„Landesverband Brandenburg“ aus:

„Niemand wird darüber adäquat berichten, ausser burks.de – ganz im Gegenteil: Diejenigen, die schon ihres Berufs wegen berichten sollten, werden das Urteil schamhaft verschweigen.“

Von der Seite „DJV-Verbandstag 2009 geschreddert“

Nun, in dieser Wortpresse war die seltsame Angelegenheit schon im Oktober vorigen Jahres ein Thema. Wer mag, kann hier nachlesen, wie absurd die Klage war. Im übrigen überschätzt Burx die Attraktivität des Themas. Wer darüber außerhalb von Journalistenzirkeln berichten wollte, würde seine Leser vermutlich immens langweilen, denn im Mittelpunkt der Kontroverse stehen juristische Spitzfindigkeiten, die mit „ermüdend“ noch freundlich charakterisiert sind, aber sicherlich ergiebig genug wären für eine Summa-cum-laude-Promotion in Jurisprudenz. „DJV-Verbandstag 2009 geschrödert“ weiterlesen

Journalisten und die VG Wort II

Noch mal Nachlese zu den VG-Wort-Gremienwahlen am Freitag und Samstag: Ich danke den Kollegen von ver.di und den Freischreibern, dass sie bei der Delegiertenwahl auch die DJV-Kandidatin Livia Syttkus unterstützt haben. Auf den Bayerischen Journalisten-Verband konnte sie leider nicht zählen: Dessen Vorstand hatte nicht nur seine Mitgliederversammlung mit Vorstandswahl für dieses Wochenende anberaumt. Die Kollegen waren mit sich leider so beschäftigt, dass sie (bis auf drei Ausnahmen) trotz E-Mail-Erinnerung vergaßen, dass sie in München verbliebenen Kollegen ihre Stimmen hätten übertragen können. Schade.

Frischer Wind aus Erfurt

Kleine Sensation im DJV: In Erfurt hatte eine 27-jährige Freie den Mut und die Motivation, sich zur Landesvorsitzenden des Journalistenverbandes wählen zu lassen. Und nicht nur das, sie wurde auch gewählt. Herzlichen Glückwunsch und viel Erfolg, Anita Grasse!

dieredaktion.de? Welche Redaktion?

Als „Journalismus-Börse“ stellt sich neuerdings ein Web-Portal der Deutschen Post dar, das unter der Marke „Die Redaktion“ firmiert.

Vergleichbare Textportale hat es schon viele gegeben, viele sind verschwunden, ein paar fristen ein Dasein in der Nähe der Bedeutungslosigkeit.

Neu an diesem Angebot ist, dass ein Konzern der Betreiber ist und als Partner ein Großverlag (Axel Springer AG) sowie ein Berufsverband (DJV) mit im Boot sitzen.

Viele Kollegen fragen schon lange, warum es keine vernünftige Textvermarktungsplattform gibt. Manche glauben, das Post-Portal könnte das endlich sein. Im Jonet habe ich mal aufgedröselt, warum ich gar nicht so begeistert bin. „dieredaktion.de? Welche Redaktion?“ weiterlesen

DJV: Cato Conen ist dafür und dagegen

Update vom 25.10.2010:

Habe den dicken Stapel aus einigen wenigen neuen und sehr vielen alten Verbandstagsanträgen durchgearbeitet, die die Brandenburger Replikatorentruppe vorgelegt hat, und muss einen Irrtum korrigieren: Diese Filibuster wollen gar keinen anderen DJV, denn dann hätten ihre Anträge ja eine erkennbare Linie, ein klares Ziel. Davon kann keine Rede sein. Der dadaistische Haufen bunter Papiere zwischen zwei Aktendeckeln, genannt Tagungsordner, ist eine Fundgrube voller Widersprüche. Der Meistertitel im Sichselbstdementieren geht nach Potsdam, dem virtuellen Sitz des DJV-LV-BB.

Um sich mal die Proportionen dieser Altpapierschlacht klarzumachen:

125 Anträge kommen aus Brandenburg, 61 aus allen anderen Gremien (Landesverbänden, Fachausschüssen, Bundesvorstand) zusammen. Bravo! Eine klare Zweidrittelmehrheit, leider nur quantitativ.

Fast 100 Anträge aus Brandenburg haben den DJV selbst zum Gegenstand, „DJV: Cato Conen ist dafür und dagegen“ weiterlesen