Wem sein Tod ist den Dativ?

„Die Citigroup als Verkäufer darf sich freuen. Denn sie hat ihr Ziel, rund vier Milliarden Dollar aus der Veräußerung des traditionsreichen Musikkonzerns EMI zu erzielen, nun erreicht. Ob sich der Musikmarkt freuen darf, ist allerdings zweifelhaft. Denn mit der Verkauf an Universal, der Tochter des französischen Medien- und Telefonkonzerns Vivendi, und Sony, droht ein Duopol in der globalen Musik.“

Aus dem Handelsblatt von heute

Dass der Kollege Dr. Hans-Peter S. aus Düsseldorf für die Gewährung von Freugenehmigungen verantwortlich ist, war mir neu, aber sei’s drum. Wer sich über den Text freuen dürfte, ist jedenfalls die hoch geschätzte Nervensäge Bastian Sick: Hier ist der Dativ zur Abwechslung mal dem Akkusativ sein Tod. Nach dem Motto: „An wem verkauft man was?“

 

Komisch, für was für einen Blödsinn Nokia noch Geld hat.

Komisch, für was für einen Blödsinn Nokia noch Geld hat.

Nokia Gem: Das ganze Smartphone wird zum Touchscreen – IT + Telekommunikation – Technologie – Handelsblatt

Nokia hat unter dem Namen Gem ein neues Telefonkonzept vorgestellt, bei dem das Telefon zum Touchscreen wird. Es ändert sein Aussehen, je nachdem, ob es als Telefon, Kamera oder Navigationssystem verw…

Weniger Pathos, mehr Tacheles!

„Mein“ Verband, der Bayerische Journalisten-Verband (BJV), und sein gesamtdeutscher Dachverband DJV haben eine seltsame Angewohnheit. Von Zeit zu Zeit nutzen sie ihre „innerverbandlichen“ Versammlungen zur Verabschiedung mehr oder weniger pathetischer Deklarationen, die den gesammelten Frust der Delegierten über alle halbwegs relevanten Missstände des Medienwesens auf einem Blatt Papier konzentrieren und von den Adressaten zuverlässigst ignoriert werden.

Diese gut gemeinten Statements, denen man gemeinhin aus falscher Höflichkeit zustimmt, kommen zumeist als nach dem Tagungsort benannte Erklärungen daher. Da der diesjährige DJV-Verbandstag in Würzburg zusammentrat, also auf dem Hoheitsgebiet des BJV, bescherte uns der Verband also diesmal auf maßgebliches Betreiben des BJV eine „Würzburger Erklärung“.

Ich weiß, dass ich mir jetzt wieder Feinde mache, aber mir ist diese Deklaration peinlich.

Sie ist mir peinlich, weil sie – nicht zum ersten Mal – offenbart, wie unproduktiv und wie wenig kreativ diese ritualisierten Hauptversammlungen sind. Wenn der Verbandstag ein Berg ist, dann kam er in Würzburg mit einem rhetorischen Mäuslein nieder. Bestenfalls erwecken wir mit diesem Text Mitleid. Man muss sich das vorstellen: Wir Journalisten appellieren an den Gesetzgeber, dass er bitte für anständige Arbeitsmöglichkeiten in/bei anständigen Medienunternehmen sorgen möge!?!?! Wie naiv ist das denn?

Machen Sie sich, macht Euch einfach selbst ein Bild davon, wie die größte Journalistenvereinigung im Land zum x-ten Mal über längst bekannte Entwicklungen lamentiert, statt konkrete und realistische Forderungen an diejenigen zu richten, die etwas ändern könnten.

Hier noch mal der Link zum Original – und wenn Sie mein Senf dazu interessiert, gibt’s hier noch mehr zum Thema: „Weniger Pathos, mehr Tacheles!“ weiterlesen

Verklausuliertes Urheberunrecht

Welche Rechte dürfen Verlage freien Journalisten abverlangen, welche nicht? Was darf in den Klauseln von Verlags-AGB stehen? Anlässlich eines Urteils hat Michael Hirschler, Freien-Referent des Deutschen Journalisten-Verbandes, den Anwalt Christian Donle interviewt.

Zwa Voitrottln aus Österreich lieben Glühlampen

Um die EAV ist es etwas still geworden, aber dafür gibt es jetzt die Zwa Voitrottln. (Freunde der Kompaktleuchtstofflampe klicken lieber nicht drauf. Außerdem sind Grundkenntnisse des Wienerischen vonnöten.)