Traumjobs für Masochournalisten

Ich sage nix mehr gegen Provinzzeitungen. Äh, doch, schon. Aber ich sage nix mehr gegen Kollegen, die bei Provinzzeitungen arbeiten. Jedenfalls nicht, so lange sie sich trauen, solche Glossen zu schreiben. (Natürlich muss ich jetzt auch den Verleger loben, der sich das gefallen lässt.)

„…Zwischen Verlagen und Freien Journalisten gibt es Kooperationen mit Modell-Charakter:

Sie recherchieren ein Thema und wir erstatten einen Teil Ihrer Recherche-Ausgaben: mit dem Honorar. Auf diese Weise können Sie Ihren Wissensdurst stillen, ohne die volle Zeche zahlen zu müssen. Es handelt sich um „Studying on the Job“ – wobei wir keine Studiengebühren verlangen. Wir lassen sogar viele Menschen gegen einen Abonnements-Obolus an Ihrem Erkenntnis-Gewinn teilhaben.

Wir suchen Sie: jung, dynamisch, flexibel, belastbar, frustrationstolerant. Mit abgeschlossenem Universitäts-Studium und Volontariat, mindestens zwei Fremdsprachen fließend in Wort und Schrift, zehn Jahren Berufserfahrung, abgeschlossener Familienplanung und nicht älter als 25 Jahre…“

Mein Senf beim DJV

Der Journalistenverband nutzt also Word.press. Wie ich. Dass „einige (nicht alle) Kommentare“ in die Warteschlange gestellt werden, kannte ich aber bisher noch nicht. Ich wusste auch nicht, dass Michael Hirschler manchmal einfach in die Luft schaut.

Egal: Hier, in meiner eigenen Wortpresse, kann ich meinen Senf zu der Diskussion über Crowdsourcing als Finanzquelle für Rechercheure spontan hinklecksen. Übrigens: Bei mir landet alles, was nicht Akismet eh schon entsorgt, in der Warteschlange. Die Gründe sind – vom In-die-Luft-schauen mal abgesehen – die gleichen wie beim DJV-Freienbeauftragten.

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Aboverlängerung wider Willen

Wie reagiert die SZ, wenn jemand das Abo mit der Begründung kündigt, ihn störe die Klage der Verleger gegen die Tagesschau-App? So.

Macht Facebook denn die bessere Zeitung?

„Der eigentliche Gegner sind nicht die Tarifpartner, sondern Google, Facebook und Co.“

Stephan Bourauel, Geschäftsführer des Verbands Südwestdeutscher Zeitungsverleger (VSZV), im Handelsblatt

Larry Flint als moralischer Sieger

Die Washington Post lässt Chef-Hustler Larry Flint den Murdoch-Skandal kommentieren. Und siehe da: Dirty Larry steht als Saubermann da – ein Schlawiner, aber kein Krimineller.

(via SpOn)