Ja, aber, Kollege Schumacher

Die hier wiedergegebenen Thesen sind zwar nicht namentlich von V.i.S.d.P.-Herausgeber Hajo Schumacher gezeichnet, dürften aber seine Meinung sein. Ein bisschen Einspruch muss sein:

1. Recht auf Internet

Wer nicht online ist, nimmt nicht am öffentlichen Leben teil und kann sich nicht demokratisch eine Meinung bilden – so einfach ist das heute. Zugangserschwerungsgesetz? Internet sperren? Das ist so absurd wie Zeitungs- oder Fernsehverbot.

Nein, so einfach ist das nicht. Nonliner nehmen sich zwar selbst etwas weg, aber mit guten Printmedien und den richtigen Radio- und Fernsehsendungen kann man sich weitaus besser informieren, als ginge man immer nur auf niveaulose oder agitatorische Websites. In der Lokalpolitik gibt es ohnehin nur eins: selber hingehen. „Ja, aber, Kollege Schumacher“ weiterlesen

Neu in der Wortpresse: ULD-kompatibles Liken

Die 2-Klick-Knöpfe stammen von H.-Peter Pfeufer. Da ich keinen flattr-Account besitze, kann ich ihm leider nicht den Kaffee spendieren, der ihm zusteht. Statt dessen hier eine öffentliche Belobigung.

Wobei ich noch den Hinweis loswerden möchte, dass man erst mal dahinter kommen muss, dass dieses WP-Plugin erst erscheint, wenn man die „Einstellungen“ aktiviert hat, die im Dashboard aber nicht etwa in der Plugin-Übersicht erscheinen, sondern in den WordPress-Einstellungen links in der Spalte (unterhalb der Werkzeuge). Dort fällt der Link nicht sofort auf, weil er leicht so weit nach unten rutscht, dass man scrollen muss.

Die Sanftmut DB-reisender Wutbürger

Wer am Sonntag von Nordrhein-Westfalen mit der Bahn in den Süden wollte, brauchte Nehmerqualitäten. Es war ja nicht ein Fernschnellzug, bei dem die DB Chaos veranstaltete, sondern derer mindestens drei. Einer davon war ein Intercity, der von Hamburg über Münster, Köln, Mainz und Hanau nach Nürnberg zockelt und dafür neun Stunden braucht. Dieser Zug musste nicht nur an einer spontan eingerichteten Baustelle im Norden Westfalens vorbeischleichen, nein, er litt auch unter Personal mit schwerer Dyskalkulie. So erfuhren die wartenden Fahrgäste an rheinischen Bahnsteigen, dass die DB-Mitarbeiter im hohen Norden am Versuch gescheitert waren, das rollende Material korrekt durchzunummerieren:

 „Der Wagen 5 befindet sich zwischen Wagen 6 und Wagen 7. Die Platzreservierungen aus Wagen 5 finden Sie in Wagen 7.“

In meiner Jugend, also in der analogen Bahnsteinzeit vor Erfindung des Reisendeninformationssystems RIS, hätte man einfach ein paar Blechtäfelchen an Waggontüren umgesteckt. „Die Sanftmut DB-reisender Wutbürger“ weiterlesen

Verhaltenserforscht

Ein Österreicher namens Gerwin Sturm hat ein Tool zur Verhaltensüberwachung der Google-Plusser online gestellt. Damit lässt sich genau auswerten, wann ein bestimmter Mensch typischerweise am Computer sitzt. Gut, wenn man dann nicht auch noch die Ortung freigeschaltet hat. Sonst steht sogar ein (rudimentäres) Bewegungsprofil online.

Herr Sturm, Sie sind ein Datenkrake! Kommen Sie bloß nie nach Kiel!

(via Kerstin Hoffmann)

Linke Piraterie bei Springer

„Die Verleger wollen für ihre Unternehmen ein bedingungsloses Grundeinkommen.“

Kollege Mario Sixtus aus Düsseldorf zum Thema „Leistungsschutzrecht für Verlage“