Wenn Vodafone (Kabel Deutschland) einen Blackout hat

Die Telekom ist schuld. Hätte der Magenta-Konzern mir am 15. Juli verraten können, wann hier in Kaufering endlich das fürs 3. Quartal 2017 versprochene Vectoring-Netz verfügbar sein wird, hätte ich nie die Dummheit begangen, von M-net zu Vodafone Kabel Deutschland zu wechseln. Ich wäre zähneknirschend zum Möchtegern-Monopolisten zurückgekehrt. Jetzt weiß ich, dass Vodafone in punkto Ignoranz gegenüber Kunden der Telekom mindestens das Wasser reichen kann. (Voda ist slawisch für Wasser, daher wohl der Name.)

19 Stunden Blackout ohne Information für den Kunden

Gestern gegen 15 Uhr war plötzlich das Internet weg, auch das Telefon war tot. „Wenn Vodafone (Kabel Deutschland) einen Blackout hat“ weiterlesen

Sehr verkehrte Pro-Chemnitzer, fiese Hooligans, …

…mir gehen da ein paar Dinge nicht aus dem Kopf. Ich verstehe ja, dass es einem mulmig werden kann, wenn sich eine gewisse Sorte mehr oder weniger junger Männer in der Stadt herumtreibt. Das können zum Beispiel Junkies oder Besoffene sein, die zu zugedröhnt sind, um sich unter Kontrolle zu haben, oder Schlägertypen, Berufs- und Gelegenheitskriminelle, Mitglieder von Gangs und „Rocker“-Banden (unsägliches Wort übrigens, ich liebe Rockmusik), Leute aus „dem Milieu“. Manchen steht die Brutalität ins Gesicht geschrieben, vielleicht auch, weil sich ihre Züge im Knast verhärtet haben. Wenn die in Sicht sind, wechsle ich gerne mal die Straßenseite.

Zu dem ohnehin vorhandenen und viel zu großen Reservoir an Dreckskerlen kommt jetzt durch Migrationsbewegungen sicherlich ein gewisser Prozentsatz an ebensolchen hinzu, so dass der Dreckskerlindex beispielsweise von Chemnitz jetzt möglicherweise bei 102,9 Punkten liegt (2015 = 100). Mir ist es allerdings völlig egal, welche Haut- oder Haarfarbe so ein Dreckskerl hat oder in welchem Land er geboren ist. Herkunft spielt durchaus eine Rolle, aber nicht die geografische, ethnische oder religiöse, sondern die soziale.

Wenn Sie ein bekennender Schlechtmensch sind, können Sie jetzt natürlich den Standpunkt vertreten, man dürfe heutzutage unchristlich sein, und sich einen feuchten Kehricht um die Allgemeingültigkeit der Menschenrechte kümmern. Sie können sagen, dass Ihnen die einheimischen Dreckskerle reichen und dass deshalb die 97 Prozent freundlichen und harmlosen Exemplare unter den Menschen, die zu uns gekommen sind, leider Pech haben. Sie können versuchen, für Ihre menschenverachtende Haltung eine parlamentarische Mehrheit zu bekommen. Die Partei für solche Typen gibt es ja schon.

Aber ich habe da mal eine Frage an Sie, weil ich es wirklich nicht verstehe: Wie kann man einen Menschen nur wegen seines Aussehens hassen, beschimpfen, bedrängen? Also nicht wegen seines Verhaltens oder selbst verantworteten Zustands (z.B. zugedröhnt)?  „Sehr verkehrte Pro-Chemnitzer, fiese Hooligans, …“ weiterlesen

Seehofer ist nicht für Law & Order

Unglaublich. BMI Seehofer ist „froh über jeden, der bei uns in Deutschland straftätig wird und aus dem Ausland stammt“. Hat er laut BR am 2.8.2018 in Töging gesagt. Hier der O-Ton aus der Sendung mit den Stefans zwei Tage später.

Übrigens sollte Seehofer wissen, dass es „straffällig“ heißt.

Tempo-30-Zonen bremsen Rettungsdienste aus

Ohne Vorfahrtsstraßen erreicht Kauferings Feuerwehr fast ein Drittel der bewohnten Fläche nicht mehr innerhalb der gesetzlichen 10-Minuten-Frist. Dies war im Rathaus bekannt, als die Vorfahrtsschilder nördlich der Haidenbucherstraße abmontiert wurden.

Wenn ein Notruf eingeht, bleiben der Freiwilligen Feuerwehr genau zehn Minuten Zeit, den Einsatzort zu erreichen – länger darf es nach dem Bayerischen Feuerwehrgesetz nicht dauern. Von diesen 10 Minuten hat der Disponent der Leitstelle 90 Sekunden Zeit für die Alarmierung. Die Feuerwehrleute haben dann fünf Minuten, um alles stehen und liegen zu lassen oder nachts aufzustehen, ins Feuerwehrhaus zu fahren, sich umziehen und die Fahrzeuge besetzen. Die restlichen dreieinhalb Minuten müssen reichen, vom Feuerwehrhaus mit Blaulicht und Martinshorn zum Einsatzort zu kommen.

Natürlich wird kein Kommandant bestraft, wenn seine Leute es aufgrund schlechter Witterung oder der Verkehrslage nicht immer innerhalb dieser so genannten Hilfsfrist schaffen. Die Vorgabe ist jedoch Grundlage der Standortplanung. Die Gebäude der Feuerwehr müssen an Stellen errichtet werden, von denen aus sie in der Regel mit diesen zehn Minuten auskommen. Und natürlich dürfen die Kommunen diese Bestimmung nicht durch unbedachte Beschlüsse konterkarieren.

Zu 100 Prozent war dies in Kaufering schon 2015, also vor Ausweisung der neuen Tempo-30-Zonen, nicht drin. Der so genannte Abdeckungsgrad – das ist der Teil der bebauten Fläche, die innerhalb der Hilfsfrist erreichbar ist – lag laut einem Gutachten damals bei 82,7 Prozent. In einem Sechstel Kauferings war also das Risiko, im Brandfall nicht schnell genug Hilfe zu bekommen, eigentlich zu hoch. „Tempo-30-Zonen bremsen Rettungsdienste aus“ weiterlesen

Blockchain, Bitcoin und die heiße Luft

Man liest ja seit einiger Zeit sehr viel über die „Blockchain-Technologie“, sprich: verteilte Datenbanken nach Bitcoin-Art. Ich selbst hatte schon das zweifelhafte Vergnügen, diese Dinge in einer Weise zu erklären, wie Chefredakteure sie nun mal für einem Massenpublikum vermittelbar halten.

Insofern bekenne ich mich schuldig, zu dem Hype ein wenig beigetragen zu haben, denn natürlich verschafft eine Titelseite mit dem Schlagwort „Blockchain“ so einem Thema Aufmerksamkeit. Da kann man dann noch so sehr versuchen, seine Skepsis im Text durchklingen zu lassen: Wenn die Redaktion meint, das könnte der nächste heiße Scheiß sein, den man kennen muss, wird die Story am Ende auch von den meisten Lesern so verstanden.

Um so mehr freue ich mich, dass ich auf zwei Autoren verweisen kann, die sich die Mühe gemacht haben, den Hype nach allen Regeln der Kunst zu entlüften. Anders gesagt: die Blockkettendatenbank als angebliche Lösung auf der Suche nach einem passenden Problem zu entlarven.

Da wäre erstens Kai Stinchcombe zu nennen (sorry, nur auf Englisch):

Ten years in: Nobody has come up with a use case for blockchain

Decentralized and trustless crypto: Paradise is actually a medieval hellhole

Zweitens empfehle ich meinen Kollege Torsten Kleinz, der die wohl besten auf Deutsch erschienenen Blogtexte hierzu verfasst hat:

Missverständnisse zu Bitcoin und Geld

Missverständnisse zur Blockchain

Noch einige Missverständnisse zur Blockchain