„Qualität unter Druck“…

..war das Thema einer Diskussion der beiden Tutzinger Akademien über die Aussichten des Journalismus und der Massenmedien. Dazu nach Klick auf "weiterlesen" einige mehr oder weniger heftige Zitate: „„Qualität unter Druck“…“ weiterlesen

Milch im Fluss

Der Leimener Kommunikationsberater Markus Collalti beschreibt im Rheinischen Merkur das Verbreiten wertvoller Texte via Internet mit dem Bild der Milch, die ein Bauer in den Fluss schüttet*. So wie sich der Kuhsaft irreversibel mit dem Brackwasser vermischt, wird auch der Qualitätscontent unweigerlich zum Teil des nun einmal kostenlosen Informationsflusses im Web. Nicht mal der Landwirt mit den dicksten Kartoffeln würde annehmen, dass er damit Geld verdienen kann.

Interessanter Gedanke zu den Reizthemen "Paid Content" und "Leistungsschutzrecht für Verleger". Allerdings gebe ich Collalti nur bedingt recht. Sicher, auf die bisherigen Versuche der Zeitschriften- und Zeitungsverleger passt das Bild. Aber wer sich in den Foren und Kommentarspalten umtut, wird auch Leser entdecken, denen schlichtweg eine komfortable und nicht zu teure Möglichkeit fehlt, gute journalistische Lektüre im Netz einzukaufen. „Milch im Fluss“ weiterlesen

PC-Discounter gegen VG Wort

Nein, man muss die Computermarken One (Brunen IT) und Hyrican wirklich nicht kennen. Es mag Zufall sein, dass es zwei Fabrikate sind, deren Vorstellungen von Qualität und Service mit meinen nicht in Deckung zu bringen sind (aber das sind ein bis zwei andere Geschichten). Dass ich die Existenz dieser Anbieter zur Kenntnis nehmen muss, hängt vor allem damit zusammen, dass sie mit ein paar anderen Unternehmen einen neuen Branchenverband gegründet haben, weil sie nicht einsehen, dass sie den Verwertungsgesellschaften 13,65 Euro Urheberabgabe pro PC bezahlen sollen. „PC-Discounter gegen VG Wort“ weiterlesen

Bremsklotz für Innovationen

Das Europäische Patentamt sollte innovative Unternehmen fördern, nicht behindern. Im Moment hat es aber vor allem mit sich selbst zu tun.

Aller guten Dinge sind drei, sagt der Volksmund, wenn auch beim zweiten Versuch nichts gelingt. Kommt jemand allerdings beim vierten Anlauf immer noch nicht zu Potte, ist die Grenze zur Peinlichkeit überschritten. Vor diesem Punkt steht gerade das Europäische Patentamt (EPA). Dessen Verwaltungs rat ist seit Oktober 2009 mit nichts anderem beschäftigt, als einen Nachfolger für die derzeitige Präsidentin Alison Brimelow zu wählen. Dreimal gingen die nationalen Emissäre in Klausur, dreimal gab es keinen Sieger, und nur eine verwegene Zockernatur würde viel Geld darauf wetten, dass es beim nächsten Treffen am 1. März besser läuft.

Unterläge das Epa den Spielregeln der parlamentarischen Demokratie, wäre das Problem längst gelöst – sei es per relativer Mehrheit oder per Stichwahl. Doch das Zeremoniell folgt, warum auch immer, katholisch-feudaler Tradition. Wie im Vatikan gucken die Eminenzen ihren neuen Primus bevorzugt „inter pares“ aus, dringt kein Mucks nach draußen, schaut kein Rechnungshof auf die Kosten. „Bremsklotz für Innovationen“ weiterlesen

Bundesnetzschneckenpostagentur (BNetzSchnepA)

Heute kommt frohe Kunde von der Bundesnetzagentur (BNetzA). Obernetzwart Matthias Kurth hat durchgreifen lassen gegen die Gewinnversprech-Neppnummer-Rückruf-Avatare "Friedrich von Haber" und "Carmen Götz".

Gehen wir die Behördenprosa mal durch:

"Zum Schutz der Verbraucher vor Telefonanrufen mit angeblichen Gewinnversprechen hat die Bundesnetzagentur auch auf die jüngsten Spam Wellen umgehend reagiert. Bereits kurz nach Eingang der ersten Verbraucherbeschwerden über unverlangte Telefonanrufe mit Gewinnversprechen hat sie die entsprechenden Rufnummern abschalten lassen."

"Bereits kurz nach Eingang der ersten Verbraucherbeschwerden…" Soso. Heute ist der 25. Februar. Auf unserer Privatleitung ging ein "von-Haber"scher Lockruf am 26. Januar ein, also fast vor einem Monat. Am selben Tag ging unsere Beschwerde zur Post.  Am 10. Februar – vor mehr als zwei Wochen – bestätigte die Agentur den Eingang. Wir dürften aber kaum die in der Presseinfo genannten ersten Verbraucher gewesen sein, die sich beschwert haben. „Bundesnetzschneckenpostagentur (BNetzSchnepA)“ weiterlesen