Von Vorstandswahlen, Bussen, Putschisten und der Demokratie

Der Bayerische Journalisten-Verband ist ein Verein, der nicht viel Routine darin hat, Führungspersonal zu wählen. „Wählen“ im Gegensatz zu „wiederwählen“. Wenn die CDU ein Kanzler(innen)wahlverein ist, sind wir ein notorischer Wiederwahlverein. Abgesehen vom Schönhuber Franz unseligen Angedenkens hatte der Job eines 1. Vorsitzenden immer etwas Helmutkohlhaftes. Der gute alte Ernstl Müller-Meiningen „junior“ hat es so lange gemacht, dass sich keiner daran erinnert, wer vor ihm war (1951 bis 1971). Nach dem Ich-war-dabei-Schönhuber amtierte der legendäre Erich Geiersberger 15 Jahre (1977 bis 1992), Wolfgang Stöckel hat demnächst die 21 Jahre voll (wenn man ein Anfangsjahr als co-kommissarischer Chef mitzählt, sonst wäre er mit MM jr. zeitlich pari). Jetzt geht Stöckel aufs Altenteil und ergo die Aufregung los. Insgesamt zehn Posten stehen zur Wahl an.

Es könnte Kampfkandidaturen geben, wird geraunt. Kampfkandidaturen gegen Amtsinhaber gehören aber nicht zu unserer Tradition, „Von Vorstandswahlen, Bussen, Putschisten und der Demokratie“ weiterlesen

Obama nennt Terrorakt „Terrorakt“

Unglaublich: US-Präsident bei treffender Wortwahl ertappt!

Oder was will uns diese Schlagzeile sagen?

Gänsefüße

Print ist manchmal doch besser:

KeinGänsefuß

Be first, but first be right

Es war die Situation, die jeder Passagier vom Hörensagen und Zeigenlassen kennt, sich aber nicht wirklich vorstellen kann: Man verlässt das Flugzeug über Notrutschen und plumpst an deren Ende ins Meer.

Dies geschah in Bali. Laut verschiedenen fast gleichlautenden Berichten war die neue Boeing übers Ende der Landebahn hinausgeschossen und im seichten Wasser liegengeblieben, wobei ein Teil der Kabine abbrach. Kein Absturz, keine Notlandung, auch keine Notwasserung wie in dem Szenario, auf uns das die Flugbegleiter vor dem Start immer vorbereiten.  Und schon gar kein Absturz.

So kam dies heute via Handyticker von der SZ bei mir an:

„Vor der indonesischen Ferieninsel Bali ist es zu einer dramatischen Bruchlandung gekommen. Ein Flugzeug mit mehr als 100 Passagieren an Bord ist kurz vor der Landebahn ins Meer gestürzt. Alle Insassen der Maschine konnten gerettet werden – unter ihnen sollen sich auch zwei Ausländer befunden haben.

Auf der indonesischen Insel Bali ist ein Flugzeug mit mehr als 100 Passagieren an Bord nur knapp einer Katastrophe entkommen. Bei einer dramatischen Bruchlandung schlug die Maschine der Billigfluglinie Lion Air kurz vor der Landebahn im Meer auf.“

Sagrotan hilft nicht gegen unsaubere Recherche

Der Wirtschaftsteil der Süddeutschen trumpft derzeit auf mit Fundstücken aus dem internationalen Zukauf „Offshore Leaks“; das Tagesgeschäft bekommt derweil wenig Aufmerksamkeit ab.

Heute fand ich wieder ein mit Halbwissen oder Halbwahrheiten garniertes Stück. Darin hieß es über den Calgon-Hersteller Benckiser und die Erben eines Gründers: „Sagrotan hilft nicht gegen unsaubere Recherche“ weiterlesen

Ja sicher. Hättet ihr wohl gern.

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