DLD dumm didel-di

Hubert Burda ist ein Fuchs. Er weiß, wie man in andere Medien kommt. Man gibt der Avantgarde der digitalen Parallelwelt eine Bühne für den großen Auftritt, und schon kommen wir Trittbrettfahrer von der Analogpresse angelaufen. (Nun gut, wir stimmt nicht ganz, denn ich habe mir die DLD-„Konferenz“ dieses Jahr verkniffen.)

Die Berichterstattung treibt dann schon mal Blüten wie diese (über Google-Chairman-in-spe Eric Schmidt)…

Eigentlich sagt schon der Name MICROsystems, dass Sun das Gegenteil von Großrechnern baute.

oder jene:

Bei Ray Charles sollte sich Jack auf die Straße (Road) schlagen, nicht auf die Reihe.

Neues aus der Anstalt: Goderbauer gegen Schneider

Die bayerische Opposition, und sei es die im Medienrat der Landesanstalt für Nichtmehrganzsoneue Medien, ist doch immer noch für Überraschungen gut. Aus dem Weihnachtsurlaub zurück, lese ich erleichtert, dass ich nicht den Rudi machen muss, weil SPD, Grüne und Freie Wähler gemeinsam mit der Innerregierungsopposition namens FDP doch noch eine Gegenkandidatin für Staatskanzler Siegfried Schneider aufgetrieben haben. Überraschender noch als die Tatsache an sich ist die Person: Gabriele Goderbauer-Marchner ist nämlich nicht nur Journalistin (war mal CvD bei der Landshuter Zeitung) und Professorin (am Studiengang „Print- und Onlinejournalismus“ der Universität der Bundeswehr, der zeitgemäßerweise an der Fakultät Betriebswirtschaft eingerichtet wurde), sondern auch noch Stadträtin in Landshut – und zwar als Ohu-kritische Vorsitzende der CSU-Fraktion.

Jetzt hat der Medienrat also die Wahl zwischen zwei inniglich verparteifeindeten Mitgliedern der Regierungspartei. „Neues aus der Anstalt: Goderbauer gegen Schneider“ weiterlesen

Ich mach‘ Euch den Rudi Erhard

Professor Wolf-Dieter Ring, Präsident der Bayerischen Landeszentrale für Nichtmehrganzsoneue Medien (BLM), geht in den Ruhestand – und der CSU-Ober-Oberbayer Siegfried Schneider ist der einzige Kandidat für seine Nachfolge auf diesem sehr anständig bezahlten Posten. Das meldete gestern die SZ. Die Grauen, Grünen und Roten im Medienrat sind dem Bericht zufolge zwar nicht begeistert, dass der Job des Privatfunkaufsehers weiterhin einem Schwarzen gehören soll, haben aber in ganz Bayern niemanden auftreiben können, der es sich antun würde, gegen den „Medienminister“ anzutreten.

Keine Ahnung, wo die oppositionellen Räte gesucht oder wen sie gefragt haben, wer jemanden kennt.

Ich weiß nur: Mich haben sie nicht gefragt. „Ich mach‘ Euch den Rudi Erhard“ weiterlesen

Marktforscher müssen nicht nerven

Wer einem Marktforscher Fragen beantwortet, hilft diesem (zumeist kostenlos), seinen Auftrag zu erledigen und seinen Lebenunterhalt zu verdienen.

Ein wenig Respekt darf man also von diesen Leuten erwarten. Respekt, der sich darin äußert, dass man sagt, wer angerufen hat, und nicht nur still eine Nummer im Telefonspeicher hinterlässt.

Dies habe ich gerade im Zuge meines kostenlosen Dienstleistungsprogramms „Unternehmensberatung aus Zielgruppensicht“ einem laut Homepage „inhabergeführten“ Demoskopie-Betrieb aus Hamburg mitgeteilt.

Dessen computerassistiertes Personal (oder sein personalassistierter Computer?) hatte nämlich auf meinem Telefon eine Rufnummer hinterlassen „Marktforscher müssen nicht nerven“ weiterlesen

Altpapier vom Murmeltier

Stellen Sie sich vor, Sie treten aus der Tür und finden in der Zeitungsrolle… die Süddeutsche von gestern. Nicht weil Sie gestern vergessen hatten, sie rauszunehmen, sondern weil der Verlag Ihnen zum zweiten Mal das gleiche Blatt geliefert hat. So ist es heute morgen den Kauferingern passiert.

Eigentlich ist doch Murmeltier-Tag erst wieder im Frühjahr?