Liebe Kandidaten der Kauferinger Mitte, …

…langsam, aber sicher bedaure ich Euch/Sie. Ich weiß ja, was zumindest den einen oder die andere von Euch bewogen hat, in dieser namensmäßig recycleten Wählervereinigung mitzumachen: Wenn man das Gedankenspiel wagt, die Politik Klaus Bühlers von seiner Person zu trennen, kann man ja durchaus zu dem Schluss kommen, es sei genug Substanz übrig für ein sinnvolles Engagement im Gemeinderat. Natürlich ist eine Idee oder ein Konzept nicht dadurch verbrannt, dass die falsche Person sie gut findet.

Ein Problem ist es aber, wenn eine Person dermaßen große Schatten auf die politischen Inhalte wirft, dass man letztere kaum noch wahrnimmt. Und Bühler fehlt jegliches Talent, sich auf seine alten Tage noch jene Qualitäten, Fähigkeiten und Eigenschaften anzueignen, die jetzt gefragt sind, als da wären: Selbstkritik, Bescheidenheit, Reue, Demut, Respekt. Angesichts der rechthaberischen Art, in der er der keineswegs überzogenen Berichterstattung und Kommentierung in den lokalen Printmedien begegnet, spuckt mein Gehirn zwei Namen aus: Wolfgang Wöller und Jakob Kreidl„Liebe Kandidaten der Kauferinger Mitte, …“ weiterlesen

Judas im Gemeinderat?

Mit der Schmähung „Judas“ sollte man vorsichtig sein. Judas hat einen guten Menschen den mörderischen Folterknechten eines Unrechtsregimes ausgeliefert. Wenn die Metapher passen soll, muss der Verrat schon ein enormes Kaliber haben: Niedertracht gehört dazu, und der Verratene muss ein Jesus sein, der den Verrat zumindest im übertragenen Sinne, also politisch, nicht überlebt.

Norbert Sepp, eine mittlerweile nur noch tragische Figur im Kauferinger Bargeldskandal, hat sich just zu dieser Metapher verstiegen. Unklar bleibt, ob er sich selbst für eine Art Jesus hält oder ob doch eher Klaus Bühler für ihn der Messias ist, der hier von missgünstigen Zeitgenossen ans Kreuz genagelt werden soll. Die Sache hat nur einen Schönheitsfehler: Jesus und seine Leute haben niemandem heimlich in die Schatulle gelangt und auch nicht versucht, eine Missetat durch Berufung auf Formalien vor der Öffentlichkeit geheim zu halten.

Wie Dominic Wimmer heute im Tagblatt enthüllt, war der Griff in die Gemeindekasse keineswegs ein singuläres Ereignis. Der Gipfel ist freilich, dass die bidirektionalen Geldgeschenke zwischen Bühler und Sepp als „Anstandsgeschenke“ geführt wurden. Unter Anstand stelle ich mir ein deutlich anderes Betragen vor als das, das unsere beiden Honoratioren hier an den Tag legen. Was der Anstand gebieten würde, wäre ein sofortiger Verzicht auf jede weitere Kandidatur für welches Amt auch immer.

Wer der „Judas“ im Gemeinderat auch gewesen sein mag: Wüsste ich um seine oder ihre Identität, wären ihm oder ihr drei Stimmen von mir gewiss – auch wenn Herr Sepp diese meine Anerkennung für einen Akt der politischen Hygiene als Judaslohn bezeichnen würde.

Dr. Bühler, der Mann, der das schöne Kaufering erfunden hat

Die CSU unter dem Strauß Franz-Josef und dem Goppel Alfons – diese 35 Jahre alte Erkenntnis verdanken wir Herbert Riehl-Heyse – war die Partei, die das schöne Bayern erfunden hat. Ich lebe in diesem schönen Bayern, in einer schönen Kleinstadt Marktgemeinde eine halbe Stunde westlich von München, in der sich einige Amigos des besagten FJS gerne trafen, nämlich bei unserem Top-Promi, dem Schreiber Karlheinz. Das Bild, das die überregionale Presse von diesem heute recht liebenswerten Fleckchen Erde namens Kaufering immer wieder nachzeichnete, war aber falsch. Selbst der große Riehl-Heyse irrte, als er den Eindruck erweckte, ganz Bayern sei von der CSU besetzt. Nein, ein von unbeugsamen Lechrainern, Aussiedlern und Zugereisten bevölkertes Dorf hörte nicht auf, den Eindringlingen Widerstand zu leisten. Wir sind kein Amigo-Nest! Jedenfalls nicht, sofern man mit „Amigos“ den Dunstkreis der CSU meint.

Wer hier wohnt, weiß: Der Mann, der das schöne Kaufering erfunden hat, heißt Bühler, Doktor Klaus Bühler. Und der brauchte noch nie eine CSU zum Wichtigsein. Unser aller Dr. Bühler (wehe, jemand lässt den Titel unter den Tisch fallen!) wurde 1987 erstmals zum Bürgermeister gewählt. Um präzise zu sein, zum 1. Bürgermeister. 1990 schaffte er es wieder, auch 1996, 2002, 2008. Spannend war die Wahl nie, alle kannten den Sieger vorher. Und wäre es nach ihm gegangen, träte er im März zur fünften Wiederwahl an. „Nach den bayerischen Wahlgesetzen“, schrieb er aber bereits 2008, „wird dies leider meine letzte Kandidatur sein.“ Was man halt so schreibt, wenn man sich für unersetzlich hält.

Nun, mehrerer Wahlgesetze bedurfte es nicht, um Herrn Dr. Bühler diesen Wunsch zu verwehren. „Dr. Bühler, der Mann, der das schöne Kaufering erfunden hat“ weiterlesen

Apple ist seiner Zeit zurück

Weiß jemand, wie das kommt? Das Datum ist korrekt eingestellt (automatisch, MEZ).
Datumsbug Mavericks

Abenteuer Apple: Mavericks versucht ein Backup

Daten soll man regelmäßig sichern, und deshalb ist die Time Machine von Apple eine gute Sache: Jede Stunde speichert das Betriebssystem MacOS alles, was sich in dieser Zeit verändert hat, so dass man stundenweise zurückgehen kann, wenn man Daten verschusselt hat.

Leider hat die neue MacOS-Version Mavericks böse Kinderkrankheiten, und mit der schnellen USB-Version 3.0 hat Apple auch Probleme. Weil das MacBook Pro nur zwei solche Buchsen hat, ist man gezwungen, USB-Hubs zu benutzen. Schließt man seine Backup-Festplatten über einen solchen Hub an, kann es passieren, dass der Rechner später beim Aufwachen aus dem Ruhezustand zu der irrigen Ansicht kommt, sein Benutzer habe den USB-Stecker gezogen. Dann muss man ihn wirklich abziehen und neu einstöpseln. Apple-Techniker raten in solchen Fällen, Festplatten direkt an den Computer anzuschließen, können einem aber auch nicht verraten, wie man an die zweite Buchse sechs oder sieben weitere USB-Geräte anschließen soll, ohne dass dies Probleme bereitet. Und als wäre dies nicht ärgerlich genug,  ist die Time Machine spätestens seit Einführung von Mavericks (MacOS 10.9) im Oktober unberechenbar. Vielleicht war auch schon Mountain Lion (10.8) problematisch;  da kann ich allerdings nicht mitreden, denn ich hatte bis vor kurzem den sehr zuverlässigen und ausgereiften Schneeleoparden (10.6.8) auf meinem alten MacBook.

Für meine weiteren Gespräche mit dem Apple-Support habe ich gestern einmal die Funktion „Bildschirmaufnahme“ von Quicktime benutzt, um zu protokollieren, was genau abläuft. Vielleicht hilft dieser Input den Technikern, herauszufinden, wo der Fehler liegt. Falls jemand, der dies liest, ähnliche Erfahrungen gemacht hat, bitte ich darum, hier einen Kommentar zu hinterlassen, in dem möglichst genau geschrieben ist, wie sich Time Machine verhalten hat, wie die Festplatte ans MacBook angeschlossen ist (USB 3.0 oder 2.0, Hub oder direkt) und ob das Problem nur sporadisch auftritt oder automatische Backups gar nicht mehr möglich sind.

Hier ist das Protokoll meines Versuchs, die Datensicherung ans Laufen zu kriegen:

Eine Toshiba-Festplatte (2,5 Zoll, 2.0 TB, USB 3.0) korrekt formatiert mit „MacOS Extended (Journaled)“ und GUID-Partitionstabelle, ist jetzt direkt an eine USB 3.0-Buchse des MacBook Pro angeschlossen. Als Time Maschinen-Volume dient die erste Partition mit 1 TB. Das erste Backup mit Time Machine war wenige Stunden zuvor über einen USB-3.0-Hub des Anbieters Goobay geglückt. Nach mehreren gelungenen Aktualisierungen über den Hub wurde die Festplatte über den Finder abgemeldet und unmittelbar an den Computer angeschlossen, wie es der Senior-Supporter von der Apple-Hotline empfohlen hatte.

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