brand eins

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77. brand eins Thema Innovation 2017

Die BigData-Trüffelschweine

Daten sind das Gold des digitalen Zeitalters, heißt es. Dabei macht erst ihre Aufbereitung sie so wertvoll. Das ist die Spezialität des Münchener Start-ups Celonis. Das Unternehmen hat eine Software entwickelt, die aus IT-Abfällen wahre Schätze birgt.


76. brand eins Thema Innovation 2017

Hochspannungsforschung

Audi, BMW und Daimler erleben unruhige Zeiten. Zwar weiß niemand, was kommt. Doch in jedem Fall wird es schnell gehen. Eine kleine Tour durch eine Branche unter Druck.


75. brand eins Thema Consulting 2017 Verkauf

Verkäufer ohne Verkaufsabsicht

In den Autohäusern von BMW sind neue Service-Mitarbeiter unterwegs. Sie sind erfolgreich, weil sie viel wissen – und wenig wollen.


74. brand eins Thema Consulting 2017 Künstliche Intelligenz

Von wegen unpersönlich

Längst beeindruckt „Watson“, der Supercomputer von IBM, nicht mehr nur in Quiz-Shows: Die Software wird für ihre Erfolge in der Krebsforschung und in der Datenverwaltung gefeiert. Jetzt soll Watson auch im Personalwesen eingesetzt werden – und zeigt sich dabei erstaunlich feinfühlig.


73. brand eins 4/2017 Schwerpunkt Mut

Von den Besten lernen

Wie es um die Zukunftsfähigkeit deutscher Unternehmen bestellt ist, wollten Darmstädter Forscher wissen. Ihr Fazit: Es gibt viel zu tun.


72. brand eins 1/2017 Schwerpunkt Offenheit

Neustart

Noch vor wenigen Jahren schien Microsoft den Anschluss an die Zukunft verpasst zu haben. Unter dem neuen Chef Satya Nadella wirkt der Konzern wie ausgewechselt.


71. brand eins Wissen Unternehmensberater 2016 Obsoleszenz

Der Preis des Fortschritts

Verschleiß ist gut für die Industrie, denn er sorgt für neue Nachfrage. Verschleiß ist schlecht, wenn der Hersteller selbst betroffen ist und mangels Ersatzteilen eine gute Maschine verschrotten muss. Für Wolfgang Heinbach war das die Marktlücke: Er spürt Spezialisten auf, die kaputte Teile noch nachbauen können.


70. brand eins Thema Innovation 2016 Interview Frank Piller

Von Branche zu Branche

Neue Produkte und Prozesse zu entwickeln reicht nicht mehr, glaubt der Technologieexperte Professor Frank Piller von der RWTH Aachen. Die Innovatoren von morgen müssen neue Geschäftsmodelle entwickeln. Systematisch und in Serie.


69. brand eins 12/2015 Gute Frage 30 Jahre Waldsterben

Geht dem Nobelpreis das Geld aus?

Sicher solle seine Stiftung sein Erbe anlegen, verfügte Alfred Nobel. Eine Herkulesaufgabe.


68. brand eins 11/2015 Gute Frage Zukunft der Sozialversicherung

Was wollen hoch qualifizierte Freiberufler?

Selbstständige Wissensarbeiter haben Konjunktur, vor allem in der IT. Nur fügen sich ihre Tätigkeiten nicht ins Raster der klassischen Sozialpartnerschaft. Weiterlesen

Ente recycelt

Der „Kontakter“ und in der Folge der Mediendienst „turi2“ haben laut Kai-Hinrich Renner etwas „kolportiert“, nämlich ein unzutreffendes Gerücht über einen baldigen Verkauf der brandeins-Anteile von Oliver Borrmanns bmp. In der von turi2 nachgeplapperten Kolportage wurde die angestaubte turi2-Nachricht recycelt, Gruner+Jahr interessiere sich für die Anteile. Selbst wenn es so wäre: G+J passt nicht zu brandeins. Dieses Urteil maße ich mir an, denn ich kenne beide Häuser ziemlich gut. Und nach allem, was ich über Borrmann weiß, ist er klug genug zu wissen, dass er Gabriele Fischer und ihrer Redaktion so einen Deal nicht antun kann. brandeins ist ein journalistisches Projekt, kein beliebiges Verlagsobjekt. Es geht zwar nur um eine Minderheitsbeteiligung, aber das Signal wäre gefährlich: In dem Moment, in dem es scheint, als greife ein Konzern wie Bertelsmann nach der Macht über die Marke, wäre deren Identität bedroht.

Als Eiskrem-Fan muss ich da an Ben & Jerry’s denken. Seit die Kultmarke in die Hände liebloser Produktmanager des Langnese-Konzerns Unilever fiel, entwickelte sich daraus – ganz egal, wie die Tochterfirma ihre Unabhängigkeit beteuert – ein austauschbares Supermarktprodukt für das LoHaS-Segment. Die Andersartigkeit wird vor allem durch ein Fairtrade-Siegel für den enthaltenen Rohrzucker (!) betont, der praktischerweise billiger ist als hiesiger Rübenzucker. Ben und Jerry wären übrigens auch nie auf die Idee gekommen, mit Sojaöl, Reismehl und Kartoffelflocken zu hantieren.

Schwergewichtiger Kolibri

Der Frankfurter Investor, Wirtschaftsberater und Lobbyist Helmuth von Grolman, bei der Berliner Akkufirma Kolibri Power Systems AG derzeit mal wieder persönlich in der häufig wechselnden Rolle des Vorstandsvorsitzenden, gab dem Branchendienst Electrive kürzlich ein Interview, in dem er auf die Frage, ob Kolibri-Akkus demnächst doch noch in Autos auftauchen werden, antwortet, dies könne er nicht ausschließen.

Bevor jetzt wieder jemand auf die Idee kommt, das als Zeichen auszulegen, diese Firma verfüge über eine für die Elektromobilität interessante Technik, empfehle ich einen Blick auf die widersprüchlichen Angaben auf deren Website. Unter Technologie behauptet Grolmans Firma, die Energiedichte liege bei „ca. 200 Wh/kg“ und der Energiegehalt bei „ca. 250 Wh/Liter“. Schaut man aber die Daten der Traktionsbatterie an, die bisher in Gabelstaplern und neuerdings angeblich in Rollfeldfahrzeugen bei Qatar Airways eingesetzt wird, sieht es ernüchternd aus. Das Trumm wiegt 375 Kilo, nimmt fast einen halben Kubikmeter ein und speichert doch nur 25,2 Kilowattstunden. Brutto sind es also 67 Wh/kg und 52 Wh/l. Mit anderen Worten: In ihr Gehäuse montiert, beanspruchen die geheimnisvollen Zellen das Vierfache ihres Volumens und das Doppelte ihres Gewichts zusätzlich als Drumherum. Summa summarum sind sie dreimal so schwer und fünfmal so groß, wie es auf beim flüchtigen Lesen der Marketingaussage erscheint.

Wer das relativieren möchte, bedenke bitte, dass man für die knapp 100 Kilowattstunden, die der in meiner brandeins-Story „Kurzschluss“ beschriebene umgebaute Audi A2 intus gehabt haben soll, vier Exemplare dieser Traktionsbatterie gebraucht hätte. Sie hätten fast zwei Kubikmeter gefüllt (kennen Sie einen Kombi mit 1952 Liter Gepäckraum?) und 4×375 Kilo gewogen, also 1,5 Tonnen. Das war in etwa das zulässige Gesamtgewicht des Kleinwagens.

So viel dazu.

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Fliesen-Verleger

Thomas Koch, Grandseigneur emeritus der deutschen Mediaplaner, „Mr. Media“ der w&v und ein besserer Kenner des Zeitschriftenhandwerks als die allermeisten Chefredakteure, teilt sehr zu recht aus. Eigentlich müsste man den ganzen Text mit dem Textmarker hervorheben, denn jedes Wort ist wahr und klug, richtig und wichtig.

Ich beginne das Zitat mit der Stelle, wo er aus dem Mut der Verzweiflung geborene suizidale Blödheit geißelt:

„Ganz Mutige – wie ein Großverlag in Hamburg – bemühen sich nicht einmal mehr, ihr Angebot zu verschlüsseln: Für zwei bis drei Anzeigenseiten gibt es eine redaktionelle Seite gratis. Basta.

Wenn diese Zeitschriften eingehen, werden wir ihnen nicht nachtrauern. Ich würde nicht einmal auf ihre Beerdigung gehen.

Aus Verlagen werden Fliesenleger

Das sind keine Verlage mehr. Denn Verlag kommt von Verlegen. Verleger waren früher Journalisten, die ihre redaktionelle Hoheit beschützten wie Jeanne d’Arc die Freiheit. Heute sind sie wie Fliesenleger, die schwarz arbeiten – ohne Mehrwertsteuer und ohne Qualitätsversprechen. Ihnen fehlt sogar die strategische Intelligenz zu begreifen, dass sie mit dem Geschäft „Redaktion gegen Anzeigen“ ihre wertvollsten Leser verlieren: Die einzigen, die sie in Zukunft noch zu Werbeerlösen machen könnten. Alle anderen Leser sind billig zu haben – bei den bekannten Gammel-Medien an jeder Straßenecke.“

Diesen Absatz fette ich aber jetzt wirklich, weil er mich stolz macht, schon Anfang 1998 erkannt zu haben, dass da im fernen Hamburg eine Chefredakteurin sitzt, die man eigentlich sofort klonen müsste.

„Der letzte Ausweg wäre für manche Verleger ein einstündiges Seminar bei einer in diesen Fragen fachkundigen Expertin, zum Beispiel bei Gabriele Fischer von „Brand eins“. Sie kann trefflich referieren über Positionierung, über Differenzierung, wie man den unmoralischen Rabattforderungen der Agenturen begegnet, über Nachhaltigkeit. Rechnen Sie bitte damit, dass sie ein moderates Honorar verlangt.“

Der pressw0rds-Kolibri schlägt wieder mit den Flügeln

Als ich die brandeins-Story „Kurzschluss“ über die obskure Batteriefirma DBM Energy recherchierte, war eine der zu beobachtenden Quellen ein anonym geführtes Blog namens pressw0rds. Von dort erhalte ich nach wie vor eine E-Mail, wenn ein neue Beitrag gepostet wird.

Gestern kamen zwei Nachrichten:

1.     Kolibri Akku und Raywaver

Die Firma Raywaver International bietet den Kolibri Akku in Kombination mit Ihrer Raywaver Vertikal-Kleinwindkraftanlage an (deutsch /english)…

Demnach wäre der rätselhafte Akku aus dem abgefackelten Audi A2 electric jetzt als Zubehör eines alternativen Energieprodukts lieferbar. Raywaver sagte mir nichts, aber ich schaute auf der Website nach – und entdeckte nichts zu dem Akku. Google meldet eine im Januar 2013 erstellte PDF als einzigen Treffer für die Kombination Kolibri und Raywaver. Das Dokument findet sich bei einem deutschen Unternehmer namens Dieter Müller, dessen spanische Firma mit kleinen deutschen Beteiligungsgesellschaften verbandelt ist, die auch keiner kennt, die auch schon lange keine Bilanzen mehr an den elektronischen Bundesanzeiger geschickt haben und zuletzt offenbar von einem Berliner Rechtsanwalt treuhänderisch geführt wurden.  Weiterlesen