brand eins

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Hier geht’s zum aktuellen Heft mit der 2. Folge meiner Serie „Der neue grüne Deal“ über den Weg zu einer klimaneutralen Wirtschaft.


91. brand eins 6/2020 Serie „Der neue grüne Deal“

Smarte Energie

Für die ökologische Wende braucht die Menschheit gewaltige Mengen Strom aus erneuerbaren Quellen. Und sie muss lernen, clever damit umzugehen. Die dazu notwendigen Investitionen sind gigantisch – und lohnenswert.

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90. brand eins 5/2020 Serie „Der neue grüne Deal“

Ein Pakt für gesundes Wachstum

Ohne Wohlstand kein Klimaschutz, sagen die einen. Ohne Klimaschutz kein Wohlstand, sagen die anderen. Beide haben recht. Unser Wohlergehen und die Lösung dieses Menschheitsproblems hängen untrennbar zusammen – jetzt mehr denn je.


89. brand eins /thema Consulting 2020 Unternehmenskultur

Culture Club

Das Unternehmen von morgen soll digital, divers und sinnstiftend sein. Das gilt auch für Beratungen.


88. brand eins /thema IT-Dienstleister 2020 Recht

Legal, illegal, digital? – Vorsicht, Fallen!

Die Technologie ist schneller als das Gesetz. Was heißt das für Unternehmer?

„brand eins“ weiterlesen

Serienstart: Wohlstand im Klimawandel

Mit diesen Seiten beginnt meine Serie in der Mai-Ausgabe der Brandeins

„Ohne Wohlstand kein Klimaschutz, sagen die einen.
Ohne Klimaschutz kein Wohlstand, sagen die anderen.
Beide haben recht.
Unser Wohlergehen und die Lösung dieses Menschheitsproblems hängen untrennbar zusammen – jetzt mehr denn je.“

Mit diesen Worten beginnt die soeben erschienene Folge 1 meiner brandeins-Serie „Der neue grüne Deal“. In der Rubrik „Was Wirtschaft treibt“ beschreibe ich mögliche Wege in eine Wirtschaft, die sich nicht mehr vom Kohlenstoff treiben lässt – und auch nicht mehr treiben lassen darf, wenn sie eine Zukunft haben will.

Die Redaktion und ich haben das Ziel, einen gesellschaftlichen Dialog mit anzuschieben, der momentan nicht vorankommt, weil zwei Lager große Schwierigkeiten miteinander haben. Auf der einen Seite gilt es mit all jenen ins Gespräch zu kommen, die Warnungen vor dem Klimawandel immer noch grundsätzlich für alarmistisch halten, auf der anderen mit all denen, die glauben, die Weltwirtschaft müsse auf einen radikalen Schrumpftumskurs (De-Growth) gebracht werden. Meine Überzeugung ist, dass zwar die Art, wie wir Wohlstand messen, und die gegenwärtige Wachstumsideologie auf falschen Prämissen beruhen; „Serienstart: Wohlstand im Klimawandel“ weiterlesen

Ente recycelt

Der „Kontakter“ und in der Folge der Mediendienst „turi2“ haben laut Kai-Hinrich Renner etwas „kolportiert“, nämlich ein unzutreffendes Gerücht über einen baldigen Verkauf der brandeins-Anteile von Oliver Borrmanns bmp. In der von turi2 nachgeplapperten Kolportage wurde die angestaubte turi2-Nachricht recycelt, Gruner+Jahr interessiere sich für die Anteile. Selbst wenn es so wäre: G+J passt nicht zu brandeins. Dieses Urteil maße ich mir an, denn ich kenne beide Häuser ziemlich gut. Und nach allem, was ich über Borrmann weiß, ist er klug genug zu wissen, dass er Gabriele Fischer und ihrer Redaktion so einen Deal nicht antun kann. brandeins ist ein journalistisches Projekt, kein beliebiges Verlagsobjekt. Es geht zwar nur um eine Minderheitsbeteiligung, aber das Signal wäre gefährlich: In dem Moment, in dem es scheint, als greife ein Konzern wie Bertelsmann nach der Macht über die Marke, wäre deren Identität bedroht.

Als Eiskrem-Fan muss ich da an Ben & Jerry’s denken. Seit die Kultmarke in die Hände liebloser Produktmanager des Langnese-Konzerns Unilever fiel, entwickelte sich daraus – ganz egal, wie die Tochterfirma ihre Unabhängigkeit beteuert – ein austauschbares Supermarktprodukt für das LoHaS-Segment. Die Andersartigkeit wird vor allem durch ein Fairtrade-Siegel für den enthaltenen Rohrzucker (!) betont, der praktischerweise billiger ist als hiesiger Rübenzucker. Ben und Jerry wären übrigens auch nie auf die Idee gekommen, mit Sojaöl, Reismehl und Kartoffelflocken zu hantieren.

Schwergewichtiger Kolibri

Der Frankfurter Investor, Wirtschaftsberater und Lobbyist Helmuth von Grolman, bei der Berliner Akkufirma Kolibri Power Systems AG derzeit mal wieder persönlich in der häufig wechselnden Rolle des Vorstandsvorsitzenden, gab dem Branchendienst Electrive kürzlich ein Interview, in dem er auf die Frage, ob Kolibri-Akkus demnächst doch noch in Autos auftauchen werden, antwortet, dies könne er nicht ausschließen.

Bevor jetzt wieder jemand auf die Idee kommt, das als Zeichen auszulegen, diese Firma verfüge über eine für die Elektromobilität interessante Technik, empfehle ich einen Blick auf die widersprüchlichen Angaben auf deren Website. Unter Technologie behauptet Grolmans Firma, die Energiedichte liege bei „ca. 200 Wh/kg“ und der Energiegehalt bei „ca. 250 Wh/Liter“. Schaut man aber die Daten der Traktionsbatterie an, die bisher in Gabelstaplern und neuerdings angeblich in Rollfeldfahrzeugen bei Qatar Airways eingesetzt wird, sieht es ernüchternd aus. Das Trumm wiegt 375 Kilo, nimmt fast einen halben Kubikmeter ein und speichert doch nur 25,2 Kilowattstunden. Brutto sind es also 67 Wh/kg und 52 Wh/l. Mit anderen Worten: In ihr Gehäuse montiert, beanspruchen die geheimnisvollen Zellen das Vierfache ihres Volumens und das Doppelte ihres Gewichts zusätzlich als Drumherum. Summa summarum sind sie dreimal so schwer und fünfmal so groß, wie es auf beim flüchtigen Lesen der Marketingaussage erscheint.

Wer das relativieren möchte, bedenke bitte, dass man für die knapp 100 Kilowattstunden, die der in meiner brandeins-Story „Kurzschluss“ beschriebene umgebaute Audi A2 intus gehabt haben soll, vier Exemplare dieser Traktionsbatterie gebraucht hätte. Sie hätten fast zwei Kubikmeter gefüllt (kennen Sie einen Kombi mit 1952 Liter Gepäckraum?) und 4×375 Kilo gewogen, also 1,5 Tonnen. Das war in etwa das zulässige Gesamtgewicht des Kleinwagens.

So viel dazu.

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Fliesen-Verleger

Thomas Koch, Grandseigneur emeritus der deutschen Mediaplaner, „Mr. Media“ der w&v und ein besserer Kenner des Zeitschriftenhandwerks als die allermeisten Chefredakteure, teilt sehr zu recht aus. Eigentlich müsste man den ganzen Text mit dem Textmarker hervorheben, denn jedes Wort ist wahr und klug, richtig und wichtig.

Ich beginne das Zitat mit der Stelle, wo er aus dem Mut der Verzweiflung geborene suizidale Blödheit geißelt:

„Ganz Mutige – wie ein Großverlag in Hamburg – bemühen sich nicht einmal mehr, ihr Angebot zu verschlüsseln: Für zwei bis drei Anzeigenseiten gibt es eine redaktionelle Seite gratis. Basta.

Wenn diese Zeitschriften eingehen, werden wir ihnen nicht nachtrauern. Ich würde nicht einmal auf ihre Beerdigung gehen.

Aus Verlagen werden Fliesenleger

Das sind keine Verlage mehr. Denn Verlag kommt von Verlegen. Verleger waren früher Journalisten, die ihre redaktionelle Hoheit beschützten wie Jeanne d’Arc die Freiheit. Heute sind sie wie Fliesenleger, die schwarz arbeiten – ohne Mehrwertsteuer und ohne Qualitätsversprechen. Ihnen fehlt sogar die strategische Intelligenz zu begreifen, dass sie mit dem Geschäft „Redaktion gegen Anzeigen“ ihre wertvollsten Leser verlieren: Die einzigen, die sie in Zukunft noch zu Werbeerlösen machen könnten. Alle anderen Leser sind billig zu haben – bei den bekannten Gammel-Medien an jeder Straßenecke.“

Diesen Absatz fette ich aber jetzt wirklich, weil er mich stolz macht, schon Anfang 1998 erkannt zu haben, dass da im fernen Hamburg eine Chefredakteurin sitzt, die man eigentlich sofort klonen müsste.

„Der letzte Ausweg wäre für manche Verleger ein einstündiges Seminar bei einer in diesen Fragen fachkundigen Expertin, zum Beispiel bei Gabriele Fischer von „Brand eins“. Sie kann trefflich referieren über Positionierung, über Differenzierung, wie man den unmoralischen Rabattforderungen der Agenturen begegnet, über Nachhaltigkeit. Rechnen Sie bitte damit, dass sie ein moderates Honorar verlangt.“