Presserat: Warum denn gleich rügen?

Die Initiative „Qualität im Journalismus“ meldet, der Deutsche Presserat setze auf Mediation, also auf Vermittlungsgespräche zwischen Redaktion/en und Leser/inne/n, die sich beschweren. Genau: Wenn schon nicht der wirklichen, so doch der gefühlten Qualität der Zeitungen wird es bestimmt gut tun, wenn die Chefredakteure sich hinter den Kulissen bei den Beschwerdeführern entschuldigen, statt in unbarmherziger Selbstkasteiung jene Rügen abzudrucken, die auszusprechen insbesondere die Verlegervertreter ohnehin eher selten übers Herz bringen.

Weltrevolution aus Wolfratshausen

Was kommt aus der Springer-Druckerei, brüllt reißerische Schlagzeilen in die Welt und ist zu erkennen an einem weißen Vier-Buchstaben-Wort auf einem roten Quadrat? Richtig, die Bild.

Was kommt aus der Bertelsmannschen Akzidenzdruckerei Vogel, brüllt reißerische Schlagzeilen in die Welt, für die sich vermutlich sogar Kai Diekmann genieren würde, und ist zu erkennen an zwei weißen Vier-Buchstaben-Worten auf einem roten Quadrat? Die raum & zeit.

Das von der Wolfratshauser Verlegerin und Chefredakteurin Käthe Ehlers zu verantwortende Heft verspricht in der aktuellen Ausgabe, die ich heute als Wartezimmer-Lektüre entdeckt und spontan konfisziert habe, nichts weniger als die Lösung des größten Problems der Menschheit.

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Freischreiber: Jetzt wird’s ZEIT für Widerstand

Der Freienverein Freischreiber attackiert zu Recht die ziemlich dreisten Fullbuyout-Anmaßungen des ZEIT-Verlags. Aber manche Kollegen meinen sich in der Kommentarspalte über Grammatikschwächen des Juristen auslassen zu müssen. Mein Senf dazu: siehe Kommentar mit Zeitmarke 29 April, 2010 – 16:11.

Nachtrag zum BJVreport: Mehr tun fürs Geld bei Metis

Der neue BJVreport ist draußen, mit einer Titelstory zur VG Wort, und schon muss ich etwas aktualisieren. Bei Redaktionsschluss stand noch nicht fest, wie die Online-Texte für 2009 bewertet werden sollen. Ich hatte deshalb nur die Zahlen von 2008 nennen können.

Da 2009 viel mehr Meldungen eingingen als 2008 – bei der Sonderausschüttung rund doppelt so viele – geht der Betrag pro gemeldeten Text deutlich zurück. Auf der Verwaltungsratssitzung am 21. Mai und abschließend auf der Mitgliederversammlung am 22. Mai in Berlin stehen standen folgende Werte zur Diskussion: „Nachtrag zum BJVreport: Mehr tun fürs Geld bei Metis“ weiterlesen

Wo und wie Stefan Aust seine Themen findet

"Wenn Sie ein Magazin machen wollen, können Sie nur nach Berlin gehen", sagte er dem Abendblatt. Das liege nicht nur an der Bundespolitik. "Wenn Sie in Berlin in Restaurants wie das Borchardt oder das Café Einstein gehen, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass Sie internationale Künstler und Wissenschaftler treffen."

Kai-Hinrich Renner im Abendblatt