Die Politik müsse den Wert medialer Inhalte erkennen, fordert laut Kress die Deutsche Content Allianz, ein Bündnis aus VPRT, ARD, ZDF, BVMI, GEMA, SPIO, Produzentenallianz und Börsenverein. In einer gemeinsamen Erklärung ist auch von „Urheber- und Leistungsschutzrechten“ die Rede. Wenn ich die GEMA mal ausklammere, weil sie Komponisten und Texter als Mitglieder hat, sehe ich in diesem Club weit und breit keine Mitgliedsorganisation, die für sich in Anspruch nehmen könnte, die Interessen der Kreativen und insbesondere der Journalisten zu vertreten. Der DJV-Bundesvorstand sowie die Zeitungs- und Zeitschriftenverleger sind zwar wohl gefragt worden, ob sie mitmachen; die Gremien haben aber noch nicht entschieden. Die VG Wort ist nicht einmal gefragt worden. Dennoch gehen die Initiatoren schon an die Öffentlichkeit und reden in unserem Namen. Diese Abgehobenheit nehme ich Monika Piel, Markus Schächter und Jürgen Doetz wirklich übel. Sie wissen eigentlich um die Bedeutung der Urheber.
Kriminelle Wirtschaft
Das Wort „Wegwerfgesellschaft“ klingt noch viel verstörender, wenn man diesen Film gesehen hat. Qualität ist manchen Unternehmen nicht einfach nur egal. Zum Teil wird die Lebensdauer künstlich reduziert, damit die Verbraucher öfter nachkaufen müssen.
Nur schaue ich nicht regelmäßig Arte, darf mich also nicht beschweren. Aber die Sendezeit ist doch ein Hammer:
Kaufen für die Müllhalde
Donnerstag 24. Februar 2011 um 03.25 Uhr
Keine Wiederholungen
(Frankreich, 2010, 75mn)
ARTE F
Frischer Wind aus Erfurt
Kleine Sensation im DJV: In Erfurt hatte eine 27-jährige Freie den Mut und die Motivation, sich zur Landesvorsitzenden des Journalistenverbandes wählen zu lassen. Und nicht nur das, sie wurde auch gewählt. Herzlichen Glückwunsch und viel Erfolg, Anita Grasse!
So wohnt Berlin nicht…
…liebe Kollegen von SZ-Magazin, die Ihr meintet, Eure gestrige Ausgabe mit der Behauptung „So wohnt Berlin“ aufmachen zu müssen. Nein, so wohnt ein Teil der Berliner Prominenz, zu der übrigens Wolfgang Joop „So wohnt Berlin nicht…“ weiterlesen
Neues aus der Redaktion: Lieblos, witzlos, sinnlos
„Fast 1.000 angemeldete Journalisten, aber wenig Interaktion.“
„963 registrierte Journalisten, aber nur zwei ausgeschriebene Aufträge. Ein belebter Basar funktioniert anders. Gut vier Wochen nach dem Start kommt es noch selten zu Geschäften zwischen den Medienschaffenden auf dem neuen Presseportal, das die Deutsche Post Anfang März ins Leben gerufen hat.“
Zwischenbilanz auf journalist.de
Leider kann man nicht online mitverfolgen, ob – und wenn ja: wieviele – Fertigartikel verkauft wurden. Auf jeden Fall fühle ich mich in meiner Skepsis und Kritik bestätigt. Bis dato ist dieredaktion.de eine Contentschleuder, die vor allem vom Springer-Verlag „Neues aus der Redaktion: Lieblos, witzlos, sinnlos“ weiterlesen

