Flacher Abbruch

Was das ist, ein flacher Abbruch? Na, ist doch klar: die deutsche Übersetzung von „plane crash“. So etwas kommt heraus, wenn man der Weichware von World Lingo das Oversetting overlets. Flugzeugabsturz heißt nämlich für die Programmierer dieses Scherzartikels nicht „plane crash“, sondern „aircraft crash“. (Never ever read or heard that stilted expression!)

Hier eine Kostprobe der Fähigkeiten maschineller Dolmetscher anhand eines wikipädischen Artikels über den früh verstorbenen, ähem, „Evangelium- und Felsen „n“ – rollen Sie Sänger Keith Grün“. „Flacher Abbruch“ weiterlesen

Presserat: Warum denn gleich rügen?

Die Initiative „Qualität im Journalismus“ meldet, der Deutsche Presserat setze auf Mediation, also auf Vermittlungsgespräche zwischen Redaktion/en und Leser/inne/n, die sich beschweren. Genau: Wenn schon nicht der wirklichen, so doch der gefühlten Qualität der Zeitungen wird es bestimmt gut tun, wenn die Chefredakteure sich hinter den Kulissen bei den Beschwerdeführern entschuldigen, statt in unbarmherziger Selbstkasteiung jene Rügen abzudrucken, die auszusprechen insbesondere die Verlegervertreter ohnehin eher selten übers Herz bringen.

Laienreporter langweilen

Da schau her: Der Nachwuchs an meiner Alma mater hat den Bild-Leserreporter erforscht. Alles halb so wild. Vielleicht braucht’s ja doch Profis.

Weltrevolution aus Wolfratshausen

Was kommt aus der Springer-Druckerei, brüllt reißerische Schlagzeilen in die Welt und ist zu erkennen an einem weißen Vier-Buchstaben-Wort auf einem roten Quadrat? Richtig, die Bild.

Was kommt aus der Bertelsmannschen Akzidenzdruckerei Vogel, brüllt reißerische Schlagzeilen in die Welt, für die sich vermutlich sogar Kai Diekmann genieren würde, und ist zu erkennen an zwei weißen Vier-Buchstaben-Worten auf einem roten Quadrat? Die raum & zeit.

Das von der Wolfratshauser Verlegerin und Chefredakteurin Käthe Ehlers zu verantwortende Heft verspricht in der aktuellen Ausgabe, die ich heute als Wartezimmer-Lektüre entdeckt und spontan konfisziert habe, nichts weniger als die Lösung des größten Problems der Menschheit.

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HandelsblaFTD

„Marxisten besiegen Kapitalisten“, meldet „Finance Today“, ein Newsletter des Holtzbrinckschen Handelsblattes, heute morgen. Der Deutschen Bank sei nicht gelungen, die Marxistisch-Leninistische Partei Deutschlands aus ihrer Kundenkartei zu streichen. So weit, so schön. Irritierend ist nur, dass die Düsseldorfer da nicht selbst drauf gekommen sind, zumal das Verfahren fast vor ihrer Haustür lief, in Essen. Netter- und fairerweise beweisen sie Größe, indem sie die Quelle angeben: Der Link führt nach Hamburg zur FTD, deren Frankfurter Finanzredakteurin Nina Luttmer die Story aufgetan hat. Auch Links zum FTD-Mutterblatt sind in Finance Today zu finden. Respekt!