
SZ und die Smartphones: Mitreden ist alles
Was ist die olympische Idee? „Schneller, höher, weiter“ oder „Dabeisein ist alles“?
Die Wirtschaftsredaktion der Süddeutschen bringt beides fast zusammen. Der Kommentar auf der ersten Ressortseite ist übertitelt mit „Smartphones – Schneller, höher, stopp“, ist aber geschrieben im Geiste der Devise „Mitreden ist alles“.
Mit rund zehn Jahren Verspätung hat die junge Autorin bemerkt, dass der Handymarkt sehr schnelllebig geworden ist. Diese Beobachtung bringt sie dann fälschlicherweise mit Smartphones in Verbindung, und nebenbei offenbart sie noch eine erschreckende Unkenntnis des Netzbetreibergeschäfts:
„Früher haben die meisten Menschen ein neues Handy gekauft, wenn das alte kaputt ging. Nun wechseln sie das Gerät spätestens, wenn nach zwei Jahren der Vertrag mit dem Mobilfunkanbieter ausläuft.“
Offensichtlich ist der Kollegin entgangen, dass das größte Problem von Vodafone, T-Mobile und O2 der besonders von der E-Plus-Gruppe ab etwa 2006/2007 betriebene Trend zu Discounttarifen ist, bei denen sich der Kunde eben nicht mehr auf zwei Jahre bindet. „SZ und die Smartphones: Mitreden ist alles“ weiterlesen
Grins, Rübe!
Auch gekünsteltes Lächeln hebt die Stimmung. Also vorwärts: Fixieren wir unsere Mundwinkel!
Sind Sie mies drauf heute? Spaziert gerade irgendeine Laus über Ihre Leber? Will der Chef Sie dringend sehen, und Sie wissen nur zu genau, warum? Dann ist es höchste Zeit, dass Sie Ihren Browser öffnen und „Tara Kraft University Kansas“ in Googles Bildsuche eintippen. Sie erblicken nämlich nicht nur das lächelnde Gesicht der Doktorandin Tara Kraft, sondern eine ganze Fotogalerie voller strahlender junger Frauen, freundlicher Münder mit zahnpastareklametauglichen Zähnchen und lustiger Smileys. Auch Ihre Mundwinkel werden sich spontan nach oben biegen. Dass dies Ihnen gut tun wird, ist jetzt wissenschaftlich erwiesen. (Achten Sie lieber nicht auf die einzelnen Herren, die sich unter die Suchergebnisse verirrt haben: Die üben noch, nett auszusehen.)
Ich hatte noch nicht das Vergnügen, Miss Kraft persönlich zu treffen. „Grins, Rübe!“ weiterlesen
Nicht nett, diese Blogware
Gemein: Das WordPress-Template des neuen impulse-Inhabers Nikolaus Förster hält mich für gedankenlos.
Nachhilfe in Sachen Kreativwirtschaft
Berthold Seliger führt eine Art Doppelleben – als Konzertagent und als Autor. In letzterer Funktion schreibt er gerne über die Musikbranche, etwa für den Freitag (hier ein aktueller, hier ein älterer Text) oder Konkret.
Nun gibt ihm ein Branchenkollege, Musikproduzent Stefan Herwig, kontra. Seine Kritik offenbart: Wenn es um Urheberrechte und die Kreativwirtschaft geht, sind manche Redaktionen nicht sattelfest.


