Ja sicher. Hättet ihr wohl gern.

VertraueMir

Nur Gutes verdient den Namen Mondelēz?

Premiere: Heute kam die erste Presseinfo bei mir an, in deren Text der Buchstabe „ē“ vorkommt – ein e mit einem Makron drüber. Die deutsche Filiale der PR-Agentur Text 100 und ihr Auftraggeber Chep (Hersteller blauer Warenpaletten) scheinen zu denken, dass irgendein Journalist diese komische Schreibweise des neuen Namens von Kraft Foods in seine Texte übernimmt.

Leider finde ich die pi nicht online, dafür ist hier mein Senf dazu.

Grüne PR auf dem ICE-Trittbrett

Die Grünen waren auch schon mal kritischer gegenüber der Deutschen Bahn. Heute fand ich in meiner Mailbox eine Presseinfo, in der Valerie Wilms, Sprecherin für Bahnpolitik der Bundestagsfraktion, die neuen „Ökostrom-Tarife“ der DB, die ab April in Kraft treten, hochjubelt:

„Jetzt endlich bietet die Deutsche Bahn etwas, was sich viele wünschen. Alle können endlich ohne Mehrkosten mit 100 Prozent erneuerbaren Energien fahren. Darüber freuen wir uns und dafür hat die DB auch ein Lob verdient.“

Sorry, aber das ist PR-Gewäsch. Wenn ich bei Flaute durch die abendliche Finsternis reise, kommt der Strom für „meinen“ ICE nach wie vor nicht aus Akkus, Pump- oder Druckluftspeichern. Es ist der klassische Mix, erzeugt von fossil befeuerten Kraftwerken, Atommeilern und Laufwasserturbinen, die im Dauerbetrieb laufen. „Grüne PR auf dem ICE-Trittbrett“ weiterlesen

2,00 € für eine Standardbrief-Marke?

Liebe Deutsche Ex-Bundes-Post,

soooo hässlich sind Deine Briefmarken nun nicht, dass ich meinen würde, ich müsste mir wirklich meine eigenen Marken gestalten. Nicht, dass ich individuelle Postwertzeichen mit selbstgeschossenen Fotos nicht originell fände. Aber der Preis, den Du verlangst, ist jenseits von Gut & Böse.

Ein 20er Bogen kostet nämlich netto 23,80 Euro – zusätzlich zum Porto. Ein Standardbrief kommt damit auf zwei Euro Frankierkosten. Fürs Aufdrucken des eigenen Motivs berechnest Du also einschließlich 19 Prozent Mehrwertsteuer 1,42 je Marke (28,32 je Bogen). Briefmarken

Nichts gegen einen originellen Digitaldruck-Service. Und der Gesamtpreis von 39,92 Euro wäre dafür noch akzeptabel, „2,00 € für eine Standardbrief-Marke?“ weiterlesen

Finger weg von Scopevisio, Kollegen!

Buchhaltung macht keinen Spaß, auch wenn die Haufe-Lexware-Gruppe das in ihrer Werbung für das Cloud-Programm Lexoffice behauptet. Sie hat auch mit dem Lexware-Programm Quickbooks Plus keinen Spaß gemacht, aber sie war von ein paar Bugs der Software abgesehen kein Problem. Jetzt haben die Freiburger das Produkt vom Markt genommen; der Support läuft aus, es wird zwar bis auf weiteres noch so weit gepflegt, dass man damit buchen und elstern kann, letzteres aber nur, solange man Updates einer Software kauft, in die schon länger nicht mehr nennenswert investiert worden ist. Für Elster-Aktualisierungen sind die Updates aber zu teuer.

Da ich eh nicht mehr mit einem Windows-Programm arbeiten wollte, habe ich mir zwei Cloud-Lösungen angeschaut: besagtes Lexoffice, das sich als vorerst untermotorisiert erwies (man kann u.a. noch keinen Datev-Kontenrahmen nutzen und die Daten somit nicht einfach, wie gehabt, dem Steuerberater übergeben) sowie Scopevisio aus Bonn in der Smart Edition. Letzteres ist teurer, kann aber alles. In der Einführung versprach der Anbieter, ich könne meine Buchhaltung „einfach und sicher selbst erledigen – auch ohne Buchhaltungskenntnisse“.

Scopev1
Schön wär’s gewesen. Dumm nur: Das stimmt nicht. „Finger weg von Scopevisio, Kollegen!“ weiterlesen