Blockchain, Bitcoin und die heiße Luft

Man liest ja seit einiger Zeit sehr viel über die „Blockchain-Technologie“, sprich: verteilte Datenbanken nach Bitcoin-Art. Ich selbst hatte schon das zweifelhafte Vergnügen, diese Dinge in einer Weise zu erklären, wie Chefredakteure sie nun mal für einem Massenpublikum vermittelbar halten.

Insofern bekenne ich mich schuldig, zu dem Hype ein wenig beigetragen zu haben, denn natürlich verschafft eine Titelseite mit dem Schlagwort „Blockchain“ so einem Thema Aufmerksamkeit. Da kann man dann noch so sehr versuchen, seine Skepsis im Text durchklingen zu lassen: Wenn die Redaktion meint, das könnte der nächste heiße Scheiß sein, den man kennen muss, wird die Story am Ende auch von den meisten Lesern so verstanden.

Um so mehr freue ich mich, dass ich auf zwei Autoren verweisen kann, die sich die Mühe gemacht haben, den Hype nach allen Regeln der Kunst zu entlüften. Anders gesagt: die Blockkettendatenbank als angebliche Lösung auf der Suche nach einem passenden Problem zu entlarven.

Da wäre erstens Kai Stinchcombe zu nennen (sorry, nur auf Englisch):

Ten years in: Nobody has come up with a use case for blockchain

Decentralized and trustless crypto: Paradise is actually a medieval hellhole

Zweitens empfehle ich meinen Kollege Torsten Kleinz, der die wohl besten auf Deutsch erschienenen Blogtexte hierzu verfasst hat:

Missverständnisse zu Bitcoin und Geld

Missverständnisse zur Blockchain

Noch einige Missverständnisse zur Blockchain

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