Warum Apple-Konkurrenten es so schwer haben…

…mit Android-Telefonen Geld zu verdienen, begreift, wer diesen Beitrag des c’t-Kollege Jörg Wirtgen gelesen hat.

Eine Träne fürs Altheimer Eck

Foto: DJS

Früher war nicht alles besser, ich geb’s ja zu. Und es gibt durchaus Häuser, die man abreißen sollte, weil es um sie nicht schade ist.

Architektonisch ist auch das Rückgebäude am Altheimer Eck 3 in München, das bald (wie das Vorderhaus) dem Abrissbagger anheim fallen soll, gewiss keine Perle, für die sich ein Denkmalschutzbeauftragter ins Zeug legen würde.

ABER…

…dieses schmale Haus hat einen emotionalen Wert, den man der Bausubstanz nicht ansieht. Es ist in all seiner Fünfzigerjahrehässlichkeit  ein liebenswürdiges Unikum, dessen Charakter kein Immobiliensachverständiger mit den Kriterien seines Berufs ermessen kann. „Das Altheimer Eck“, wie Journalisten das Haus leicht verfälschend nennen, verfügt über einen Genius loci, wie ihn auch der Prachtbau an der Sendlinger Straße 80 verströmte, in dem bis vor drei Jahren die Süddeutsche Zeitung residierte. „Eine Träne fürs Altheimer Eck“ weiterlesen

Privilegierte Betrüger

Wer alte Leute übers Ohr haut, wer ihnen ein Abo für eine Dienstleistung andreht, die sie weder brauchen noch wollen, ist ein gewerbsmäßiger Betrüger. Wer diese Taten mittels Telefonspamming und Callcenter begeht, erhält in Deutschland jedoch extrem mildernde Umstände: Die Bundesnetzagentur hebt den Zeigefinger, schimpft ein bisschen, schützt aber die Persönlichkeitsrechte der Täter und „bestraft“ sie dadurch, dass sie die Beute nicht mehr per Inkassodienst eintreiben dürfen. In diesem Fall sitzt die Firma in Wien (mit Briefkastenadresse bei Regus Office Service in München), der Chef in Bratislava.

Das wäre ein Fall für Interpol – berufsmäßige grenzüberschreitende Kriminalität. Und die schärfste Waffe des zahnlosen Aufsichtstigers ist ein „Du, Du! … Du musst Dir eine neue Rufnummer holen“.

Hat eigentlich schon mal jemand einen der Dienstleister, die von solchen Schwindlern leben, indem sie sie mit Tarnadressen und dazu passenden Telefonnummern versorgen, erfolgreich wegen Beihilfe verklagt?

Lidl kann’s nicht lassen

An einem Smartphone für 99,99 Euro verdient offenbar auch Lidl nichts. Das Android-Gerät Huawei Ideos X3 war nämlich heute morgen um 8 Uhr schon ausverkauft – ein reiner Lockvogel.

Man soll ja als guter Mensch eigentlich nicht bei Lidl einkaufen. Ich tu’s auch nur selten und mit schlechtem Gewissen. Aber die haben das beste und leckerste Vanille- und Schokoeis, genauer gesagt: richtige Eiskrem, nicht nur den Margarinefraß, der einem selbst von Premiummarken vorgesetzt wird, weil Pflanzenfett billiger ist als alles, was von der Kuh kommt.

Heute wollte ich mal etwas anderes kaufen, den chinesischen Iphone-Ersatz von Huawei. Wenn man überall nur Ausbeuterware bekommt, die in der Volksrepublik gebaut wird, ist’s in ethischer Hinsicht eh schon wurscht. Smartphones sind Sünde, aber in meinem Job kein solches Teil zu haben, ist peinlich.

Also: Um acht Uhr öffnet die Filiale. Als ich um 7:59 Uhr mit dem Fahrrad den Parkplatz erreiche, stehen schon etliche Autos da – und kein Kunde mehr vor der Tür. „Lidl kann’s nicht lassen“ weiterlesen

Apfelessig oder Achilles‘ wütende Verse

Der Berliner Kollege Hajo Schumacher – als Kolumnist auch unter dem Alias Achim Achilles geläufig – versprüht auf SpOn eine volle Ladung Apfelessig. Einerseits gesteht er selbstkritisch, dass er einst zu denen gehörte, die unbezahlt redaktionelle Reklame fürs iPhone gemacht haben. Andererseits muss er loswerden, dass er sich Dinge von den Apple-Produkten erhofft hat, die dann nicht so funktionierten.

Weil er nun völlig übersäuert ist, überreagiert sich Hansjo-Achim an seinen Mit-Applekunden ab, dass die Gemeinde der professionellen Applehasser ihren Spaß hat.

Natürlich funktioniert der Gag zuverlässig, im Bundestag säßen lauter Abgeordnete, die allein deshalb mit ihren Fettfingern die Displays ihrer iPads versauen, weil das Teil einen höheren Angeberfaktor hat als ein Leitzordner. Schöne Standup-Comedy-Nummer, die an niedere Vorurteile appelliert; berechenbarer Applaus bei allen, die sich nie in parlamentarische Bestuhlung quetschen mussten. „Apfelessig oder Achilles‘ wütende Verse“ weiterlesen