SpOn mag keinen scharfen Senf

Ein Troll namens Infoalex schrieb bei Spiegel Online folgende Unsinnspolemik zu Sascha Lobos Kolumne über seinen Überwachungsekel – nämlich dass deutscher Datenschutz quasi tödlich sei:

Was würde an dieser Stelle stehen…

…wenn statt der Erkenntnisse von Snowden ein Terroranschlag in Deutschland stattgefunden hätte, analog Madrid oder London. Was würde Herr Lobo dann schreiben? In etwa so etwas, wie zB „Wie für die Kanzlerin scheint auch für die Sicherheitsbehörden das Internet #Neuland zu sein…“?
Wir müssen uns in der Gesellsvhaft die Frage stellen, wieviele Opfer wir in Kauf nehmen wollen, um unsere Vorstellungen vom Datenschutz umzusetzen. Wieviele Tote Bürger können wir hinnehmen, nur um unsere Individualität – oder ketzerisch Egoismus – leben zu können?
*hb

Damit verleitete er mich zu der Replik:

Lassen Sie sich doch in Schutzhaft nehmen

Wieviele Tote Bürger können wir hinnehmen, nur um unsere Individualität – oder ketzerisch Egoismus – leben zu können?

Sie haben nichts begriffen. Traurig. Leute wie Sie gehören ins Gefängnis – nicht böse gemeint: Da sind Sie wirklich am sichersten. Und Freiheit bedeutet Ihnen ja nichts. Sie werden ein braver Knacki sein, der seinen Wärtern täglich für die Schutzhaft dankt, und kein Freiheitskämpfer.

Ist der Klotz zu grob für den Keil? Die SpOn-Kommentarwächter finden: Ja. Sie haben meinen Senf nicht freigeschaltet. Auch nicht, als ich hintersetzte:

Liebe Redaktion, ich wusste nicht, dass Ironie und Sarkasmus bei Ihnen weniger gelitten sind als dumme Polemik. So haben Sie meinen bissigen Kommentar zu infoalex‘ völlig substanzlosem Totschlagargument nicht freigeschaltet. Vielleicht überlegen Sie es sich noch mal. Es geht hier schließlich auch um Themen wie Wortfilter und freie Meinungsäußerung. Hier Versuch zwei: (folgte obiger Kommentar)

Die Idee eines anderen Leser, sogar 82 Millionen Bürger einzusperren, fand hingegen Gnade. Es gibt folglich Begriffe, die im Wortfilter der Spiegel-Kollegen hängenbleiben. Wer hat eine Idee, welche das sind?

Sie sind der oder die 2020. Leser/in dieses Beitrags.

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