Venceremos, Perry!

98,8 bzw. 99,02 Prozent

Anteil der gewerkschaftlich organisierten Zeitungsredakteure in Bayern, die bei der Urabstimmung für Streik gestimmt haben (erste Zahl BJV, zweite Zahl ver.di).

„Wenn Erich das noch erleben könnte!“

Stoßjauchzer von Hans Werner „Perry“ C., Chef-Funktionär des „Deutschen Journalisten-Clubs“ a.k.a. DJV-Landesverband Brandenburg, zur bayerischen Urabstimmung

100,0 Prozent

Zustimmungsquote zu sämtlichen Anträgen und Wahlvorschlägen auf der Hauptversammlung des DJV-Landesverbandes Brandenburg Deutscher Journalisten-Club e.V. am 3. Oktober 2007 auf dem Fahrgastschiff  „MS Sonnenschein“ auf der Havel bei Rathenow

Venceremos!

Humorvoller Gruß, mit dem der Brandenburger Wahl-Elsässer Perry gerne Mitteilungen unterzeichnet, in denen er über Funktionäre des Deutschen Journalisten-Verbandes herzieht, die seiner Meinung nach dem Marxismus-Leninismus huldigen. Also fast alle außer ihm.

Maximo lidér

Passender Ehrentitel für alte Herren vom Oberrhein, auf deren Wahlergebnisse Erich, der alte Dachdecker aus dem Saarland, stolz gewesen wäre.

Öko-korrekt im Bio-Jet

Simples Flugbenzin ist out. Nun macht nach- wachsendes Kerosin das Fliegen klimafreundlich.

Was das Saarland und seine ganz besonderen Ölquellen angeht, bin ich zwar bekennender Banause. Aber das Selbstbewusstsein der Menschen aus der Heimat von Oskar Lafontaine und Erich Honecker nötigt mir doch Respekt ab: „Im Geschmack mild, voll und rund, aber auch pikant, so wie nur herausragende Öle aus saarländischer Herkunft schmecken können. Ideal zur Anwendung in der kalten Küche, insbesondere für Rohkost und feine Salate.“

Leindotteröl heißt diese Spezerei, und sie hat ihren Preis. Ein 100-Milliliter-Fläschlein davon kostet im Online-Shop, dessen Reklameprosa Sie soeben gelesen haben, drei Euro plus 6,90 Euro Versandpauschale. Damit die Delikatesse halbwegs bezahlbar wird, „Öko-korrekt im Bio-Jet“ weiterlesen

Klebewohl, schlechter Journalismus!

Tom Scott, britischer Digital Native, brauchte keinen Murdoch-Skandal, um zu merken, was in der Presse des Landes nicht stimmt. Er dachte sich Aufkleber aus, mit denen subversive Leser die Käseblätter verzieren und heimlich wieder ins Zeitungsregal zurücklegen können (Scott ging es ursprünglich wohl um Zeitungen, die in der U-Bahn herumliegen).

Seit Oktober 2010 gibt’s eine deutsche österreichische deutschsprachige Version, die ich leider heute erst entdeckte (via Markus Kirchmair). Leider sind die zehn verschiedenen Sticker alle gleich häufig auf der Druckvorlage. Von mir aus könnten es von diesen beiden gerne ein paar mehr sein (bei manchen Texten wären ja auch Mehrfachnennungen angezeigt):

WARNUNG
Dem Journalisten mangelte es an Fachkenntnis zu diesem Thema. 

WARNUNG
Dieser Artikel ist eigentlich eine abgeschriebene Pressemitteilung.

Diesen Aufkleber gibt es in mehreren Sprachen

Ausgespreddert

Spredder spreddert nicht mehr. „Ab sofort“ verweisen Hajo Schumacher und Sebastian Esser die Kundschaft ihres Textportals an „Die Redaktion“, also das Konkurrenzangebot der Post. Dort ist aber auch nichts los. Wer gestern eingestellte Texte sucht, bekommt eine Trefferliste mit sieben (in Ziffern: 7) Beiträgen angeboten, für vorgestern sind es fünf (5). Bei näherem Hinsehen waren es gestern aber nur vier (4), denn drei der sieben sind altes Zeug:

 

Hauptsache keine Ahnung

Wer wissen will, was sich in der IT-Branche tut, sollte lieber nicht die Süddeutsche lesen. Heutiges Glanzstück: ein Text mit der Überschrift „Hendrix, hilf“ und der Unterzeile:

„Das Softwarehaus Adobe will bei Geschäftskunden zulegen – und verspricht Programme, die die Arbeit so spaßig wie Gitarrenmusik machen“

Die Autorin ist zum Beispiel der Ansicht, Photoshop sei ein Produkt für Hobbyfotografen; Adobe mache nur „etwa ein Drittel des Jahresumsatzes … mit Geschäftskunden“.

Ein Drittel? Adobe lebt von den „Privatnutzern“? Geht’s noch? „Hauptsache keine Ahnung“ weiterlesen