Schäbig einseitig gegen die SZ

Man kann der Süddeutschen Zeitung durchaus manche der Personalnot geschuldete Nachlässigkeit vorwerfen (siehe Rubrik „Ja liest denn keiner mehr gegen?“), aber sicherlich nicht, dass sie bei der Berichterstattung über das Guttenbergsche Herumdoktern eine „Hetzjagd“ organisiert hätte, wie es Dr. Georg Freiherr von Waldenfels senior ausdrückt (Forum, SZ von heute, Print; Ausriss s.u.). Oder gar dass sie sich mit einer „schäbigen Einseitigkeit der Betrachtung ein Armutszeugnis“ ausgestellt hätte.

Welche mildernden Umstände hat es denn gegeben? Politiker der Regierung bis hinauf zur Kanzlerin haben das Delikt fahrlässig heruntergespielt, sie waren in einer Weise einseitig, die mit „schäbig“ viel zu milde bezeichnet wäre, und sie haben sich in der Tat ein peinliches Armutszeugnis ausgestellt.

Wie es renommierte Persönlichkeiten sehen, deren Blick nicht durch die Parteibrille getrübt ist, zeigt ein anderer Leserbrief:

„Es ist schwer vorstellbar, dass Frau Merkel bei ihren nächsten Staatsbesuchen in Ländern wie  der Volksrepublik China glaubwürdig auf die Achtung des geistigen Eigentums dringen kann. Denn derartige Äußerungen werden im Ausland sehr wohl registriert.“

Dr. Jürgen Schade
Präsident des Deutschen Patent- und Markenamts a.D.

Waldenfels, der im Alter von 23 oder 24 Jahren per Adoption vom Herrn Meyer zum Adligen wurde, tut seiner eigenen Reputation als Promovierter also eher keinen Gefallen, wenn er aus christlicher Nächstenliebe und Kameradschaftsgeist dermaßen übertreibt:

„Guttenberg wurde unmenschlich behandelt.“

Dr. Georg Freiherr von Waldenfels

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