Wozu Urheberrecht? (8) – Entbündelter Leserzugang

Kollege Kai Biermann stellt in der Zeit ein interessantes Modell für bezahlten Journalismus vor – in zwei Varianten: die Kindle Single (eine Reportage für z.B. 99 Cent) und ein Paket, das aus Texten verschiedener Magazine zusammenstellbar wäre (z.B. für 9,99 Euro).

In genau diese Richtung hatte ich vor drei Jahren schon mal gedacht, allerdings noch nicht mit fertigem Geschäftsmodell, deshalb freut mich das. (Ich wollte mit den Erlösen nicht Amazon anmästen, sondern dachte eher an eine Genossenschaft von Journalisten.)

Aber wie ich unsere All-you-can-read-Freunde kenne, zerpflücken sie das eh ganz schnell wieder, denn es widerspricht ihrer Ideologie, oder dem, wie sie  den Satz „information wants to be free“ auslegen: sie meinen free = gratis, ich meine free = für jedermann zu einem angemessenen Preis zugänglich.

Fortsetzung folgt.

P.S.: Hatte ich schon erwähnt, dass ich in der neuen brand eins aus Autorensicht über ACTA geschrieben habe? Ja, das hatte ich? Ach so. Aber zweimal schadet auch nix.

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2 Antworten auf „Wozu Urheberrecht? (8) – Entbündelter Leserzugang“

  1. Der „brand eins“-Link funktioniert nicht.
    Hatte den Artikel aber ohnehin schon gelesen, hübsch altmodisch & analog.
    Sehr schön!

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