Sauerei: Ritter versteckt Tiere!

Gerade kommt wieder eine Presseinfo von Foodwatch rein, dem Verein, den der frühere Greenpeace-Manager Thilo Bode vor zehn Jahren mit einem Startkapital von 1,5 Millionen Euro gegründet hat, welches zu einem erheblichen Teil von den Unternehmern Rolf Gerling, Clemens Haindl, Alfred Ritter und Karl-Ludwig Schweisfurth stammte.

In der PI geht es um die neueste Kampagne aus dem Verein, als dessen geschäftsführender Vorstand der Gründer wirkt. Wie es scheint, sollen jetzt Veganer als nicht stimmberechtigte Fördermitglieder angeworben werden, denn sie heißt:

Versteckte Tiere kennzeichnen!

Eine der attackierten Firmen ist ausgerechnet die Schokoladenfabrik des guten Herrn Ritter, der nicht mehr zu den Mäzenen von Foodwatch zu gehören scheint. Was er sich hat zu Schulden kommen lassen? In seinen Zartbitter- bzw. Marzipanquadraten sind bis zu vier Promille Milchzucker enthalten, „Sauerei: Ritter versteckt Tiere!“ weiterlesen

Unfaire Datenretter

Ab und zu löscht irgendwer in der Familie versehentlich Fotos von der SD-Karte. Kein Problem, die Daten zu retten – mit der richtigen Software. Leider wird die Shareware, die ich vor Jahren auf meinem Mac installiert hatte, nicht mehr aktualisiert; sie hängt sich ständig auf. Also hielt ich Ausschau nach einer neuen und stieß auf Stellar Photo Recovery. Mich machte stutzig, dass man sie downloaden konnte, ohne dass ein Preis angezeigt wurde. Sollte das Freeware sein? Oder Freemium, also eine Software, die mit eingeschränktem Funktionsumfang gratis ist und nur in der Vollversion kostet?

Das Programm ließ sich installieren, zeigte alle gelöschten Dateien und bat nur noch um eine „Registrierung“. Dann kam’s: Wenn ich die Daten wiederherstellen will, spare ich $ 10.00! Statt 40,99 € kostet mich „Unfaire Datenretter“ weiterlesen

DHL: Was unsere Behandlung nicht aushält, ist schlecht verpackt

AKTUELLER NACHTRAG, 12.7.2014:
DAS HANDELSBLATT ERKLÄRT, “WARUM MECKERNDE KUNDEN GUT SIND”. PFLICHTLEKTÜRE FÜR MEINE SPEZIELLEN FREUNDE, UM DIE ES HIER GEHT.

Dies ist die Moritat von der Designer-Kaffeemaschine, die nicht hart genug war für die wilden Gesellen der Deutschen Post AG alias DHL – eine Story, die ich allen wagemutigen eBay-Mitgliedern, die sich noch trauen, zerbrechliche Ware mit der gelben Post zu versenden, zur gefälligen Lektüre empfehlen möchte. Meine Frau und ich haben nämlich etwas getan, zu dem Wigald Boning und Bernhard Hoecker sagen würden: „Nicht nachmachen!“ Erschütternd ist dabei nicht nur der Umgang mit den Paketen, sondern auch der mit reklamierenden Geschädigten Kunden dummdreisten Querulanten wie uns, die sich einbilden, sie könnten für ein paar lausige Euro eine zivilisierte Behandlung des Transportguts erwarten. Oder gar, dass DHL Verantwortung für anvertraute Pakete übernimmt. „DHL: Was unsere Behandlung nicht aushält, ist schlecht verpackt“ weiterlesen

1 Gigabyte für 62 Cent – und die Leute jammern

GEMA nachrechnen!

Als wir Anfang der Achtziger Tonbandkassetten im Zehnerpack kauften, BASF CrO2 Maxima C90 oder TDK-SA 90, wusste niemand, wieviel vom Kaufpreis an die GEMA ging. Es interessierte auch niemanden. Hauptsache, die Kassetten waren nicht so teuer. Damals kostete eine Kassette 6,50 Mark, ein 10er-Pack 59,50 Mark.

Ich gestehe, dass ich 1985 nicht einmal mitbekommen habe, dass eine Leerkassettenabgabe eingeführt wurde. Bis dahin war nämlich nur für den Kassettenrekorder selbst eine Abgabe fällig gewesen, nicht aber für die Tonträger. „1 Gigabyte für 62 Cent – und die Leute jammern“ weiterlesen

BJV: Geheimnisse vor den Mitgliedern

Der Bayerische Journalisten-Verband (dem ich seit 30 Jahren angehöre) hat seit Jahren ein Maulwurfsproblem: Immer wieder lanciert irgendwer, der dem Landesvorstand angehört oder einem Vorstandsmitglied nahesteht, Interna an Personen, von denen man nicht genau weiß, ob man sie im französisch-schweizerisch-deutschen Dreiländereck oder in der Berliner/Potsdamer Ecke verorten soll. Es handelt sich jedenfalls um Personen, die ständig nach Informationen suchen, mit denen sie – am liebsten auf dem Klageweg – dem BJV oder dem Bundesverband DJV schaden können.

Solche Intriganten und Plaudertaschen unter sich zu wissen, ist ärgerlich, keine Frage, und ich wäre der Erste, der applaudiert, wenn sie enttarnt und achtkantig rausgeworfen werden. Es gibt auch ganz gewiss Themen, bei denen der Landesvorstand einer Gewerkschaft sogar gegenüber den eigenen Mitgliedern Vertraulichkeit braucht – zum Beispiel, wenn es um Personalia oder Arbeitskampfpläne geht.

Eine Überreaktion ist aber, sich komplett hinter einer Festungsmauer zu verschanzen. „BJV: Geheimnisse vor den Mitgliedern“ weiterlesen